Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V.
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2010-5

Wir trauern um unsere Mitglieder
† Peter Selbach

† 03.04.2010
Hermann M. F. Schnellenkamp
* 27.09.1929 † 09.07.2010
Anna Erb
* 31.01.1921 † 25.04.2010
Gerhard Kilian
* 01.02.1936 † 30.06.2010


Wir begrüßen unser neues Mitglied

Andreas Steber, Dahlienweg 19


Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich
– Die Bezirksvertretung 6 hat die Verwaltung in ihrer Sitzung am 27.01.2010 gebeten, auf der Straße „Am Lichtenbroicher Graben“ die Straßenschäden zeitnah zu beseitigen, die Straße insgesamt ordnungsgemäß herzurichten und zu prüfen, ob aus dem Schulwegsicherungsprogramm  eine Beleuchtung finanziert werden
kann.

Die Verwaltung teilt hierzu folgendes mit:
Die vorhandenen Unebenheiten der Straße wurden zwischenzeitlich beseitigt, sodass sich die Straße in ihrer Nutzung entsprechend in einem verkehrssicheren und ordnungsgemäßen Zustand darstellt.

Die Kostenschätzung für eine Beleuchtung beträgt € 18.000,00. Ein eigenes Konto Schulwegsicherungsprogramm ist nicht vorhanden. Wenn die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt
werden, könnte die Einrichtung einer Beleuchtung bis zum Eintritt der dunklen Jahreszeit erfolgen.

Mitgeteilt von Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider


Allen Mitgliedern,
die im September und Oktober
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.


Schul-Zufahrt wird sicherer

Die Elsa-Brandström-Schule, An der Golzheimer Heide 120, ist eine zweizügige evangelische  Montessori-Grundschule mit rund 190 Schülern. In den Ferien herrscht dort eine idyllische Ruhe. Da ahnt niemand
das Verkehrschaos, das die Eltern während der Schulzeit verursachen, weil sie ihre Kinder bis zum Schuleingang mit dem Auto bringen. Nach Ende der Ferien wird die Zufahrt für 40000 bis 50000 Euro auf Kosten nicht etwa der Eltern, sondern der Steuerzahler umgebaut.

Der stellvertretende Verkehrsamtsleiter Roland Hahn berichtete vor einigen Wochen im Rather Rathaus über die derzeitige Situation und machte dabei deutlich, dass Väter und Mütter eigentlich alles falsch machen: „Sie fahren ihre Kinder bis vors Tor, wo es nicht mehr weiter geht. Sie kommen nicht zurück, weil der nächste Autofahrer naht. Sie würden am liebsten mit ihrem Auto ins Klassenzimmer fahren und die Kinder dort absetzen. Sie verursachen gefährliche Situationen, indem sie mit ihren Autos nicht mehr aneinander vorbei kommen und einfach über die Gehwege fahren. Das ist besonders im Bereich der Schulzufahrt kritisch.“

Hahn hatte schon am WZ mobil mitten im Winter vor der Schule die ersten Vorschläge parat. Sie wurden zwischenzeitlich mit der Schule, den Elternsprechern und der Bezirksvertretung vertieft. Schulzufahrt: Das unkontrollierte Vorfahren wird unterbunden. Hahn lässt einen Ringverkehr anlegen und als Fahrbahn ausbauen, mit dem Vorteil, dass die Autos nicht mehr zurücksetzen müssen. Die Eltern lassen die Kinder in der Kurve aussteigen und fahren dann auf der Straße An der Golzheimer Heide weiter. Der Grünstreifen vor dem Schultor verschwindet. Gleichzeitig entsteht ein Gehweg für die Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen. Er soll den Nachwuchs vor den Pendlern im Auto schützen. Die Lehrerparkplätze werden neu geordnet. Einmündungen: Die Einmündungen An der Golzheimer Heide werden abschraffiert, so dass parkende Autos nicht mehr den Durchfahrts-Verkehr blockieren. Zebrastreifen: Er ist auf der Eckener Straße zwischen Saargemünder- und Kehler Straße geplant. Bürgersteig: Einer der beiden Bürgersteige An der Golzheimer Heide wird zur Hälfte zum Parken frei gegeben, damit ein reibungsloser Gegenverkehr auf der Fahrbahn möglich ist. Die Autos können zwischen den Laternen stehen bleiben, für die Fußgänger bleibt der Bereich zwischen Laternen und Vorgärten übrig. Dieses Gehweg-Parken ist der problematischste Vorschlag des Verkehrs-Experten, er wird denn auch von den
Grünen im Rather Rathaus abgelehnt. Hahn denkt an einen befristeten Versuch, bevor eine endgültige Entscheidung fällt. Darüber hinaus hofft Hahn auf die Mithilfe der Eltern als Lotsen, denen die Stadt eine Aufwandsentschädigung von 7 Euro pro Tag zahlt.

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Dr. Helga Meister

3,9 Millionen Euro für neue Kanäle in Unterrath
Bauarbeiten für den Regenwasser-Sammelkanal Lüneburger Weg beginnen in Kürze

Die Kanäle, die zwischen Bielefelder Straße und Lüneburger Weg in den Kittelbach führen, müssen erneuert werden. Die 3,9 Millionen Euro teure Baumaßnahrne soll verhindern, dass sich die Überflutungen aus den Jahren 1998, 1999 und 2007 wiederholen. Das Regenwasser fließt derzeit am Lüneburger Weg, Barntruper Weg, Wilseder Weg und an der Bielefelder Straße ungereinigt und ungedrosselt in den Kittelbach. Der Umbau eilt, denn das im Bau befindliche Wohngebiet An der Piwipp muss an den Kanal angeschlossen werden. Im Sommer ist der Kittelbach zwischen Unterrather Straße und An der Piwipp fast ausgetrocknet. Anders im Herbst und Winter. Laut
Projektleiter Ra!ph Maas vom Stadtentwässerungsbetrieb ergibt sich die Überflutungsgefahr dadurch, dass das Gelände hinter dem Deich tiefer als der Bach liegt. Bei Hochwasser dringt das Wasser aus den Gullylöchern auf die Straße und läuft in die Garagen. Anlieger schützen dann mit Sandsäcken ihre Häuser.

Der Bau der neuen Kanäle und ihrer Anschlüsse an den Ratherbroicher Grenzgraben dauert ein Jahr. Schon jetzt ist Baubeginn für den Sammelkanal parallel zum Kittelbach, er entsteht in offener Bauweise in Stahlbeton.

Zusätzlich werden ab August drei Düker (unterirdische Rohre) unter den Kittelbach hindurchgetrieben. Dazu werden auf beiden Seiten des Kittelbachs am Lüneburger Weg, Wilseder Weg und nördlich der Bielefelder Straße Baugruben errichtet. Hier wie beim Bau der Zulaufkanäle (ab November) ist mit Verkehrs-Behinderungen zu rechnen. Der Hildesheimer Weg muss abschnittweise gesperrt werden, so dass die Anwohner ihre Autos vor der Baustelle abstellen müssen. Die Anlieger werden über Handzettel informiert.

Wenn im Juni 2011 die Kanäle fertiggestellt sind, wird der Kittelbach im Abschnitt Worpsweder Weg und Wilseder Weg naturnah ausgebaut. Dann wird die alte Betonsohle entfernt und mit Kies aufgefüllt. Die steilen Uferböschungen werden abgeflacht, der Bach kann Kurven ausbilden und wird mit Wasserpflanzen, Sträuchern und Bäumen begrünt.

Im Herbst 2011 sollen die Gefahren vor Überflutungen gebannt, die Kanäle erneuert und der Kittelbach ausgebaut sein. Ansprechpartner bei der Stadt: Maas 899-40775, Höhne 892-2749, Zech 899-3845, Terhorst 899-2719.

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Dr. Helga Meister


PlatzDaFest 2010
Zum zweiten Mal veranstaltete der Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V. ein PlatzDaFest auf dem Klinkevorplatz. Diesmal war es ein Fest anderer Art. Alle kooperativ angeschlossenen Vereine aus Unterrath und Lichtenbroich stellten sich auf unserem neugestaltenen Klinkeplatz vor und konnten den Gästen von ihrer Arbeit im
Verein berichten.

Die Vorbereitungen für das Fest begannen schon kurz nach unserer 100 Jahrfeier. Alle, die uns geholfen haben bei der großen Feier, packten auch jetzt wieder mit an. An dieser Stelle nochmals ein herzliches „Dankeschön“ an alle Helfer und Helferinnen, die trotz der großen Hitze alles getan haben, um dieses Fest auszurichten. Ein
Danke auch an alle Vereine, die sich präsentierten und auch hoffentlich für sich Werbung machen konnten. Das Fest war sehr gut besucht.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorstellung des Unterrather Wappens. Die Siegerin Sonja Gerhards freute sich über den 1. Preis. Sie hatte sich mit ihrem Entwurf gegen zwölf weitere Bewerber durchgesetzt. Das Wappen zeigt unter anderem einen Königshof, einen Hahn, eine Eule und einen Mönch – allesamt stehen sie für die Unterrather Geschichte. Obwohl die Preisträgerin heute nicht mehr in Unterrath wohnt, fühlt sie sich dem Stadtteil sehr verbunden, da sie dort aufgewachsen ist.

Die Idee und Ausführung kam von Dietmar Schäfer, Mitglied des Bürgervereins und der Bezirksvertretung. Leider konnte er selbst nicht bei der Preisübergabe dabeisein, da er sich in seinem wohlverdienten Urlaub befand. Ihm ein herzliches Dankeschön für sein Engagement.

Damit noch einige Feste auf diesem schönen Platz stattfinden können, eine Bitte an die Stadt Düsseldorf, mit dem zweiten Bauabschnitt bald zu beginnen, damit die Unterrather Bürger und Bürgerinnen stolz sein können, in einem so schönen Stadtteil zu wohnen.

Erika Prill


Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern und Sponsoren, die uns beim PlatzDaFest 2010 unterstützt haben: Bäckerei Hünemeyer, Brauerei Schlösser, Druckerei Ritter, Flughafen Düsseldorf, Graf Recke Stiftung - Altenheim Königshof, Haarmoden Reichelt, HDK GmbH, Luxor  Restaurantbetriebe, Neuhaus Bestattungen, Olschewski Lothar, Opel Slagmann, Schreinerei Robert Vorberg, Sofia Apotheke, St. Bruno Apotheke, St. Georg Apotheke, Stadt Düsseldorf, Stadtwerke Düsseldorf, Vell Josef.

Der Vorstand


Ein Wappen für Unterrath

Die Idee von Dietmar Schäfer ein Wappen für Unterrath zu kreieren, fand in der Bevölkerung großen Anklang. Zusammen mit Heinz Baumgarten, Ehrenmitglied des Bürgervereins, hat er diese Aktion ins Leben gerufen. Herr Baumgarten hat auch die Schirmherrschaft übernommen.

Viele Stadtteile haben nach der Eingemeindung vor 100 Jahren bereits ein Wappen geschaffen. Dreizehn Entwürfe wurden am 17. Mai 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis zum 04. Juni hatten die Unterrather Bürger und Bürgerinnen Gelegenheit, die Entwürfe zu begutachten und ihre Stimme für einen Entwurf abzugeben. In allen
Entwürfen sind Symbole des Brauchtums zu erkennen. Der Karneval beispielsweise ist erkennbar durch die Eule. Ein Hahn symbolisiert die Hahnekirmes. Der Kartäusermönch des ehemaligen Klosters ist ebenfalls erkennbar. Die Äxte stehen für die bronzezeitliche Besiedlung.

Der ausgewählte Entwurf wird jetzt dem Leiter des Düsseldorfer Stadtarchivs vorgelegt. Dann erst wird geklärt, ob dieser den gängigen Wappenregeln entspricht. Eine Änderung dürfte schon jetzt notwendig sein. Die Mönche tragen auf der Skizze braune Gewänder. In Wirklichkeit trugen sie weiße Kutten. Herr Baumgarten erklärte, dass
er gerne eine Schwenkfahne mit dem neuen Wappen den Schützen stiften möchte, um das Symbol einzuführen.

E.P.


Fahrt in den Naturpark Nordeifel

Am 19. Juni fand unsere traditionelle Jahresfahrt statt. Wie immer bei gutem Wetter. Von den gelegentlichen Regengüssen einmal abgesehen, war es wieder eine wunderschöne Tagesfahrt.

Aufgrund der vielen Anmeldungen konnte in diesem Jahr nur eine begrenzte Teilnehmerzahl berücksichtigt werden. Doch eine zweite Fahrt mit dem selben Ziel ist am 19. September geplant. Es sind noch einige Plätze frei. Doch von unserer schönen Fahrt wird schon jetzt einiges berichtet. Es war eine Fahrt in die Vergangenheit.

Die Nordeifel mit ihrem wunderschönen Naturpark ist für jeden Wanderer ein Erlebnis und auch für weniger gute Wanderer ein beliebtes Ausflugziel. Die in engen Tälern aufgestaute Rur behält allerdings an vielen Orten ihren Flusscharakter und ist gerade bei Wassersportlern sehr beliebt. Unsere Fahrt ging nach Vogelsang, das heute, sieht man von der Vergangenheit ab, auch ein beliebtes Touristenziel geworden ist. Hoch über diesem Gelände thront die ehemalige „NS-Ordensburg“. Der Gebäudekomplex hat heute noch den Ruf, eine Hinterlassenschaft
der Nazis zu sein. 1934 wurde auf einer Fläche von 100 Hektar zur Förderung von parteieigenem Führungsnachwuchs das Gelände errichtet. Die Ordensburg erfüllte aber nur kurz ihren Zweck als Partei-Kaderschmiede. Mit Kriegsbeginn übernahm die Wehrmacht das Areal. Nach dem Krieg nutzten Briten und Belgier die Burg als Kaserne. Im Jahre 2006 wurde das Gelände der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Heute werden dort viele Bildungsangebote gemacht, sodass eine neue Epoche in Vogelsang angesagt ist.

Im Gasthaus zur alten Mühle in Heimbach wurde uns ein gutes Essen serviert. Danach war eigentlich eine Fahrt mit der Rurbahn geplant. Doch der Regen vereitelte unseren Plan. Also war eine Programmänderung angezeigt. Jeder konnte nach Belieben das schöne Städtchen Heimbach besichtigen oder aber eine Shoppingtour
unternehmen. Viele nutzten die Gelegenheit eines der vielen netten Cafés zu besuchen und ein leckeres Stück Kuchen oder eines der tollen Eisangebote zu probieren.

Um 17.00 Uhr traten wir die gemeinsame Heimreise an und jeder hat noch einmal gedanklich diesen schönen Tag Revue passieren lassen. Aber was wäre eine solche Fahrt ohne die gute Organisation. Wie so oft hat unser Karlheinz Kürpig in gewohnter Weise wieder hervorragend dafür Sorge getragen, dass der Ablauf des Tages zur Zufriedenheit aller Teinehmer war.

E.P.

2. Jahresfahrt 2010
Am 11. September 2010 findet die Abfahrt um 8.00 Uhr am DRKZentrum Plus, Eckenerstr 1 / Ecke Kalkumer Straße statt. Die Kosten betragen:
42,00 Euro pro Person (für Mitglieder und einen Angehörigen)
45,00 Euro pro Person (für Gäste)
In dem Betrag sind enthalten: Die Fahrtkosten mit dem Bus, die Besichtigung Vogelsang, das Mittagessen, die Fahrt mit der Rursee Bahn.
Den Teilnehmerbetrag wollen Sie bitte ab sofort auf das Konto
Karlheinz Kürpig
Konto Nr.: 0245771600
BLZ 30060992
PSD Bank Rhein-Ruhr
überweisen.
Bitte möglichst in Druckschrift schreiben. Absenderangabe bitte nicht vergessen. Da die Nachfrage sehr groß und die Teilnehmerzahl jedoch begrenzt ist, bitten wir unverzüglich den Teilnehmerbetrag zu überweisen. Als Anmeldung gilt der Eingang des Teilnehmerbetrages auf dem Konto. Die Buchung und Sitzplatzverteilung erfolgt in der Reihenfolge der eingehenden Zahlungen. Bei Verhinderung bitte Ersatzperson stellen, da kein Anspruch auf Erstattung besteht. Gäste sind, wie auch bei unseren anderen Veranstaltungen, herzlich willkommen. Gegen ca. 19.00 Uhr werden wir wieder in Unterrath sein. Eine schöne Fahrt wünscht Ihnen schon jetzt
Der Vorstand
Änderungen vorbehalten.

Vorankündigung
Am 09. Dezember 2010 um 18.00 Uhr findet unser traditionelles Gänseessen im Restaurant Haus Malzkorn, Am Röttchen, statt. Der Preis beträgt - wie im Vorjahr - 16,00 Euro pro Person. Voranmeldung unter Tel. 42 94 43 bis zum 1.12.2010.

Pfarrer Heinz Schmidt feierlich in den Ruhestand verabschiedet

Im Rahmen des Pfarrverbandfestes Unterrath/Lichtenbroich Ende Juni 2010 wurde Pfarrer Heinz Schmidt feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Am folgenden Tag fand in St. Bruno eine Dankmesse zu seinem 70. Geburtstag mit anschließendem Empfang im Pfarrzentrum statt.

Heinz Schmidt wurde 1940 in Düsseldorf geboren und wuchs in der Altstadt auf. Er war der mittlere von drei Brüdern. Sein Vater, der ursprünglich selbst Pfarrer werden wollte, war seit 1953 ehrenamtlich Küster an St. Lambertus.

Während der ganzen Schulzeit verspürte Pfarrer Heinz Schmidt die Neigung Priester zu werden – bis er ins Konvikt kam.

Er wollte schon nach dem zweiten Semester das Studium der Theologie aufgeben. Da aber sein Bruder, der auch diesen Weg eingeschlagen hatte, nach dem zweiten Semester gegangen war, hängte Schmidt noch ein Semester dran.

In diesem Semester machte es dann bei ihm Klick. Er hat viel mit dem damaligen Pastor an St. Lambertus, Heinrich Schmitz, gesprochen. Auch war er von dem jetzigen Papst, Josef Ratzinger, der damals junger Professor für Religionsphilosophie war, sehr beeindruckt, und es war die Zeit des zweiten vatikanischen Konzils, das zu
einer großen Aufbruchstimmung in der katholischen Kirche führte.

Pfarrer Schmidt sagt von sich selbst, hätte es das Konzil nicht gegeben, wäre er nicht Priester geworden.

1967 wurde Schmidt zum Priester geweiht. Er arbeitete zunächst als Kaplan in Herz-Jesu in Ratingen-Ost bis 1972. Zuständig war er dort für die Jugendarbeit und die Liturgie. Darüber hinaus war ihm die praktische Seelsorge vor allem an den Randgruppen und eine intensive Alten- und Krankenpastoral wichtig. So betreute er monatlich über 80 Hauskranke, denen er die Kommunion brachte.

Von Ratingen ging es 1972 auf die Kaplanstelle nach Eller zur Gemeinde St. Gertrud. Mit über 11.000 Katholiken war dies damals die größte Gemeinde in Düsseldorf. In St. Gertrud war Schmidt die Katechese besonders wichtig.

1979 wurde er zum Pfarrer in St. Bruno in Unterrath ernannt. In seiner Amtszeit standen zunächst viele  Baumaßnahmen an der Kirche an. Die erste Baumaßnahme war am Turm, da Nachbarn im Wilseder  Weg sich über die Lautstärke der Glocken beschwert hatten. Mit der schriftlichen Bestätigung, dass mit den Glocken und der (damals noch mechanischen) Uhr etwas geschehen muss, hatte Köln die Kosten für diese Baumaßnahme übernommen.

Dann wurden Risse in der Außenhaut der Kirche entdeckt und festgestellt, dass sich die Außenhaut der Kirche vom Hauptgebäude löste. Der Verantwortliche in Köln war überzeugt, dass diese Kirche unbedingt erhalten bleiben müsse, da St. Bruno eine der wenigen neugotischen Kirchen im Erzbistum Köln ist. Das Ergebnis kann man heute sehen. Die Innenrenovierung mit der kompletten Umgestaltung des Altarraums folgte als nächste Baumaßnahme. Zwei Wochen vor Ostern 2000 nahm die Gemeinde die Kirche wieder in Betrieb. Später musste das Dach des Pfarrzentrums in St. Bruno saniert werden. Dies zog sich aufgrund der unklaren Finanzierung länger hin als geplant. Auch wurde der Kindergarten rechtzeitig großzügig erweitert.

Auch in St. Bruno standen die katechetischen Bemühungen von Schmidt im Vordergrund. Schmidt ist stolz darauf, dass es von der Taufe bis zur Firmung mit der katechetischen Betreuung durchgängig Angebote für Menschen gibt. Wichtig ist Schmidt, dass Menschen ein Gesicht mit der Kirche verbinden. Vor allem in der Taufkatechese
erlebte er eine große Offenheit der Eltern und Paten untereinander und der Kirche gegenüber. Dies soll auch bei der Liturgie zum Ausdruck kommen. Ein Beispiel ist die Tauffeier in der Pfarrkirche St. Bruno, bei der die Täuflinge in einem eigens gebauten tiefen Brunnen hinabsteigen und untertauchen. „Wenn Schulkinder oder Erwachsene in dieser Weise getauft werden, erleben sie das Wasser als Symbol der Reinigung und des Lebendigen sehr viel intensiver“, hat Schmidt einmal erklärt. Eine Spezialform der Katechese waren auch
immer die Pilgerreisen, die Schmidt zusammen mit vielen Gemeinde27 mitgliedern an wichtige Orte des Glaubens geführt haben. Schmidt freut sich, wenn die Reise nach Syrien im Jahr 2011 zustande kommt. Im Rahmen seiner Tätigkeit fur die Gemeinde St. Bruno wurde auch der Verein Arbeit für Alle gegründet, der aus Spenden zwei Stellen für Langzeitarbeitslose finanziert. Ferner beriet Schmidt die SKFM Frauen im Schwangerschaftskonflikt. In der Gemeinde St. Bruno hat auch eine Selbsthilfegruppe für Alkoholkranke (Kreuzbund) ihre Heimat gefunden.

Mitte der 90-Jahre übernahm Schmidt zusätzlich die Leitung der Pfarren St. Maria unter dem Kreuz und St. Maria Königin in Lichtenbroich. Dies erfolgte bekannterweise nicht nur aus Kostengründen. Indes führten die immer größer werdenden Bezirke dazu, dass diese auch immer unpersönlicher werden und es dem örtlichen Pastor bzw.
Pfarrer kaum mehr möglich ist, Menschen persönlich zu begleiten und mit Ihnen Gespräche zu führen, für die Pfarrer Schmidt sich immer Zeit genommen hat, wenn Menschen in Not geraten waren oder sich alleine fühlten.
Grund zur Sorge wegen Langeweile ist bei Pfarrer Heinz Schmidt nach der Verabschiedung jedoch nicht angesagt. Er möchte die Chroniken der drei Gemeinden vollenden. Vertretungen für Gottesdienste möchte er auch weiterhin gern übernehmen. Einige Bücher, die er besitzt und noch nicht gelesen hat, will er lesen. Dies gilt sowohl fur Krimis als auch für theologische Literatur. Die Grundkenntnisse des Computers und des Internets möchte er ebenfalls erlernen, damit er nicht immer jemanden bitten muss. Vor allem wünscht sich Pfarrer Schmidt jedoch auch eine geistige und religiöse Heimat nach seinem Umzug in Ratingen zu finden, wo er regelmaßig Gottesdienste feiern kann.

Die Redaktion dankt Pfarrer Schmidt für sein Engagement in Unterrath und Lichtenbroich und wünscht ihm noch viele Jahre und baldige endgültige Genesung.

Veronika Dalbert-Schneider


Altstadtherbst Kulturfestival Düsseldorf

In der Zeit vom 15.09.2010 bis zum 03.10.2010 findet wieder das Altstadtherbst Kulturfestival in Düsseldorf statt. Unter dem Motto „Blick zurück nach vorn – 20 Jahre Altstadtherbst Kulturfestival“ bietet das Festival neben vollkommen neuen theatralischen und musikalischen Präsentationen aus Düsseldorf und der ganzen Welt auch das ein oder andere Souvenir. So können Christiane Oxenfort und An-dreas Dahmen, die Geschäftsführer der Altstadtherbst Gemeinnützige GmbH u. a. Victoria Chaplin und Jean Baptiste Thierrée mit ihrem Cirque Invisible, Titi Robin und Faiz Ali Faiz mit neuem Programm und das Trommelerensemble Masters Drummers of Burundi
begrüßen.

Außerdem werden drei weitere Deutschland-Premieren gezeigt, u. a. das Tanzstück „Urban Ballet“, Flamingotänzer Andrés Mann mit seiner neuen Produktion und die Jungen Musikkosmopoliten des Yemen Blues. Hinzukommen auch Eigenproduktionen.

Die Idee des Altstadtherbstes wurde 1991 geboren. Bürger der Düsseldorfer Altstadt wollten ihrem Viertel mit einer Palette kultureller Veranstaltungen einen neuen Anstrich geben.

Schnell fanden sich Freunde, Fan‘s, Förderer und Sponsoren, die bis heute dem Festival die finanzielle Grundlage geben.

Zwischenzeitlich ist das Kulturfestival so bekannt, dass ihm überregionale Bedeutung zukommt.

Das vollständige Programm sowie weitere wichtige Informationen zum Fest können u. a. unter www.altstadtherbst.de/2010 abgerufen werden.

Wir wünschen den beiden künstlerischen Leitern- und Geschäftsführern Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen und ihrem Team viel Erfolg für das diesjährige Festival.
VDS

Erinnerungsdaten 2010 für Düsseldorf
01.09.1965 Beginn der Bauarbeiten für die Kniebrücke.
02.09.1740 Johann Georg Jacobi in Düsseldorf geboren.
02.09.1850 Robert Schumann kommt als Musikdirektor nach Düsseldorf.
02.09.1880 Einweihung des Ständehauses am Schwanenspiegel / Kaiserteich.
10.09.1875 Die Synagoge an der Kasernenstraße wird durch Rabbiner Dr. Wedell eingeweiht.
18.09.1910 Das Kolpinghaus an der Blücherstraße wird eingeweiht.
21.09.1910 Einweihung der evangelischen Kreizkirche an der Collenbachstraße.
23.09.1960 Die Berliner Allee wird vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, eingeweiht.
30.09.1855 Weihbischof Dr. Baudry konsekriert die St. Dionysius-Kirche in Volmerswerth.
01.10.1945 Regierungspräsident Walter Kolb wird zum Oberbürgermeister von Düsseldorf ernannt.
01.10.1970 Die Landes- und Stadtbibliothek wird als Universitätsbibliothek vom Land Nordrhein-Westfalen
                     übernommen.
03.10.1965 Bei einer Aktion des „Bundes Entschiedener Christen“ zur Beseitigung von „Schundliteratur“ werden
                     am Rheinwerft in Höhe der Oberkasseler Brücke Bücher verbrannt.
04.10.1990 Der private Radiosender „Antenne Düsseldorf“ geht auf Sendung.
05.10.1925 Eröffnung des Flugdienstes auf dem Flugplatz auf der Golzheimer Heide.
07.10.1945 Die „Freeman-Brücke“ wird als Notbrücke in Höhe der Rheinterrassen eingeweiht.
07.10.1985 Das neue Technische Rathaus an der Brinckmannstraße 5 wird offiziell seiner Bestimmung
                     übergeben.
11.10.1860 Einweihung der neuen Oberrealschule an der Klosterstraße.
19.10.1930 Das Stadtbad an der Kettwiger Straße wird eröffnet.
23.10.1570 Vertrag mit dem Baumeister Heinrich Tußmann, Duisburg, aufgrund dessen dieser das Rathaus am
                     Marktplatz baut (der Entwurf stammt von Pasqualini).
23.10.1910 Einsegnung der St. Maria-Rosenkranz-Kirche in Wersten.
25.10.1945 Oberbürgermeister a.D. Dr. Robert Lehr wird zum Oberpräsidenten der Provinz Nordrhein ernannt.
27.10.1895 Der Abbruch des Berger Tores ist vollendet.
27.10.1975 Die S-Bahn Strecke vom Hauptbahnhof zum Flughafen wird eröffnet.
28.10.1905 Eröffnung des Schauspielhauses an der Karl-Theodor-Straße unter Luise Dumont und Gustav
                     Lindemann.

Brauchtum Erntedank in Euerbach
„Verspätet“ feiern die Einwohner des kleinen Dorfes Euerbach ihr Erntedankfest: Weil am ersten Sonntag Kirchweih gefeiert wird, sagen die Euerbacher erst am zweiten Sonntag im Oktober Gott Dank für die Früchte
ihrer Arbeit. Dann ist das ganze Dorf auf den Beinen: Beim traditionellen Festumzug schieben die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins ihre Früchte auf alten Schubkarren durch die Gas- sen, traditionelles Handwerk wird vorgeführt, Männer in grünen und blauen Schürzen schenken frischen Federweißen an die Zuschauer am Straßenrand aus. Trachtler tragen dem Zug die große Erntekrone voran, die aus zahllosen Weizengrannen besteht: Symbol des Abendmahl-Brotes und damit der Eucharistie. Klar, dass die Krone einen Ehrenplatz beim ökumenischen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche einnimmt!
Quelle: Michaels Kalender 2010

Brauchtum Körnchen für Körnchen
Aus vielfarbigen Früchten, Samen und Kräutern einen Ernte-Teppich zu legen – dieser Brauch stammt ursprünglich aus dem Oberschwäbischen. In Reinsfeld/Hunsrück hat eine Frauengruppe diese Tradition
übernommen. Zum 20. Mal gestalten sie aus Körnern und Blüten biblische Motive, etwa den „Guten Hirten“ oder die Erschaffung der Tiere. Mit Zahnstochern und viel Fingerspitzengefühl schieben die Körner-Künstlerinnen jedes Blättchen und Körnchen an seinen Platz: Graupen für die Fußnägel, roter Pfeffer für Jesu Gewand oder
Lavendelblüten für das Meer. Tapetenkleister hält das Ganze zusammen. So entsteht nach und nach ein runder Teppich von etwa zwei Metern Durchmesser – in Wahrheit fünf Holzplatten, die wie ein Puzzle zusammengesetzt und zusammen mit zwei älteren Teppichen in der Kirche St. Remigius aufgestellt werden. Drei Wochen lang lockt das Kunstwerk Bewunderer aus dem Saarland und aus Koblenz in das Hunsrückdorf. Mit dem Erlös aus dem
Verkauf der Fotos und den Spenden der Besucher unterstützt die Frauengruppe das Medikamentenhilfswerk „action medeor“. Weitere Informationen: www.hermeskeil.de
Quelle: Michaels Kalender 2008

Kastenfallen und Tellereisen
Eine Begebenheit aus den 50er Jahren von Heinz Dieter Dahmen

Von der Angermunder Mühle und Bäckerei der Familie Wolff kam ich mit Brot und Backwaren mit dem Fahrrad zurück. Auf der Höhe Richtweg, wo heute die Flugschneise verläuft, gab es ein sehr dichtes Unterholz, welches ich doch mal erkunden wollte. Also das Fahrrad auf die Seite ins Gebüsche. Ein dicker Stock, womit ich die
Brennnesseln und Dornen zur Seite schob, war schnell gefunden. Außer allerhand schöner bunter Gehäuseschnecken gab es aber nichts Besonderes.

Doch plötzlich stieß ich auf einen Holzkasten, also eine Kastenfalle. Beim näheren Hinhören stellte ich fest, in dem Kasten war ein lebendes Wesen. Vorsichtig hob ich den Deckel hoch, und siehe da; ein zu Tode erschrockener Hase hatte seine Freiheit wieder. Vorsichtig mit dem dicken Stock den Boden abtastend, entdeckte ich noch zwei
weitere Fallen, diese machte ich genau wie die erste zu. Die „Wilddiebe“ mussten sich gewundert haben, geschlossene Kästen und kein Wild! Doch beim Weitergehen entdeckte ich plötzlich ein Tellereisen, ich hatte soetwas noch nie gesehen, aber von der grausamen Wirkung gehört. Ich setzte den Stock auf die Kralle, und „krach!“ schlug das Eisen zu, der Stock war unten glatt durchgeschlagen. Das Eisen löste ich aus der Verankerung und warf es in den Haarbach (Abwasserkanal von der Stadt Ratingen), der damals hier parallel verlief.

Wieder am Richtweg, ich saß schon wieder auf dem Fahrrad, blickte ich nochmal in Richtung Kalkumerlandstraße, von dort näherte sich ein Radfahrer. Jetzt galt es für mich, in die Pedalen zu treten, über die Schwarzbachbrücke (zu der Zeit provisorisch aus Holzbolen angelegt), Richtung Lichtenbroicher Bahndamm. Hier drehte ich mich um,
kein Verfolger mehr, zum Einen hatte ich ihn abgehängt, zum Anderen wollte „Der“ sich nicht in der Nähe unserer Siedlung zeigen, für mich war klar, es war ein Forstgehilfe!

Jetzt wirst Du fragen, wieso die Forstverwaltung solche grausamen Geräte benutzt? Richtig, um Munition zu sparen, diese wurde zu der Zeit von den Besatzungsmächten zugeteilt.

Wochen später - ich kam mal wieder von der Angermunder Mühle - als plötzlich der Förster vor dem Forsthaus Schall stand, und mich ansprach (er hatte mich wohl bei der Hinfahrt gesehen und mich zurück abgepasst): „Hast Du schon gefrühstückt? Nein? Dann komm rüber, wir sind gerade dabei!“

Die ganze Familie des Försters und zwei Forstgehilfen saßen an einem langen Tisch, gedeckt wie bei uns zu Ostern bzw. Weihnachten. Man brauchte mich nicht lange zu bitten, ich griff zu und ließ es mir gut schmecken.
So ganz nebenbei fragte jetzt der Förster: „Kennst Du Kastenfallen?“
Jetzt musste ich lügen, es ist nicht meine Art, die Wahrheit wäre mir
schlecht bekommen.
Meine Antwort: „Nein, aber der Name sagt es ja schon!“
Der Förster: „Kennst Du denn Tellereisen?“
Ich: „Nein, wofür sind die denn gut?“
Der Förster: „Die legen wir aus, um Wilddiebe von der Wilderei abzuhalten, ganz gefährliche Dinger, wenn Du da reintrittst, ist der Fußabl“ Ich schüttelte mit dem Kopf und meinte: „Brr, wie grausam!“

Bei diesen Fragen hatten der Förster und die beiden Forstgehilfen mich nicht aus den Augen gelassen. Hierbei war ich ganz ruhig geblieben und auch nicht verlegen geworden, in der Tat sah ich nur das gute Frühstück.

Nun standen alle auf, der Förster geleitete mich noch bis zur Mauer des Staudamms, welches zu der Zeit noch zur Regulierung des Wasserstandes der Anger diente (heute nicht mehr vorhanden). Ich bedankte mich recht herzlich, und meinte, wenn mal wieder Unterhaltung gebraucht würde, ich käme gerne zum Frühstück. Der Förster
musste herzhaft lachen, wer weiß, was er gedacht hatte.

2010-4

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder
Andrea Mayer, Rotdornstr. 3
Jan Selder, Graf-Recke-Weg 16
Hans und Karin Wambach, Unterrather Str. 127

Wir trauern um unser Mitglied
† Ewald Löcker
* 24.12.1923 † 15.11.2009


Jahresfahrt 2010
Wegen der großen Nachfrage hat der Vorstand des Bürgervereins beschlossen eine 2. Fahrt zum Internationalen Platz Vogelsang im Nationalpark Eifel zu organisieren. Die Fahrt findet statt am Samstag, dem 11. September 2010. In Vogelsang wurden einst junge Menschen dazu ausgebildet, für eine totalitäre Staatspartei kritik- und bedingungslose Gehorsamsdienste zu leisten. Die Relikte dieser Zeit müssen als Mahnung zu Menschlichkeit und Toleranz begriffen werden. In diesem Wissen wird sich Vogelsang zu einem weltoffenen, internationalen Platz
entwickeln, der der Information, der Erholung und dem vielfältigen Lernen dient. Die Rundfahrt über das Gelände mit unserem Bus mit fachkundlicher Führung dauert 90 Min. Die Abfahrt ist um 8.00 Uhr am DRK-Zentrum Plus, Eckenerstr 1/Ecke Kalkumer Str. Unser Mittagessen werden wir im „Restaurant zur alten Mühle“ in Heimbach einnehmen. Nach dem Mittagessen findet eine Rundfahrt mit der Rursee Bahn um den Rursee statt.
Die Kosten betragen:
42,00 Euro pro Person (für Mitglieder und einen Angehörigen)
45,00 Euro pro Person (für Gäste)
In dem Betrag sind enthalten: Die Fahrtkosten mit dem Bus, die Besichtigung Vogelsang, das Mittagessen, die Fahrt mit der Rursee Bahn.
Den Teilnehmerbetrag wollen Sie bitte ab sofort auf das Konto Karlheinz Kürpig Konto Nr.: 0245771600
BLZ 30060992 PSD Bank Rhein-Ruhr überweisen.
Bitte möglichst in Druckschrift schreiben. Absenderangabe bitte nicht vergessen. Da die Nachfrage sehr groß und die Teilnehmerzahl jedoch begrenzt ist, bitten wir unverzüglich den Teilnehmerbetrag zu überweisen. Als Anmeldung gilt der Eingang des Teilnehmerbetrages auf dem Konto. Die Buchung und Sitzplatzverteilung erfolgt in der Reihenfolge der eingehenden Zahlungen. Bei Verhinderung bitte Ersatzperson stellen, da kein Anspruch auf Erstattung besteht. Gäste sind, wie auch bei unseren anderen Veranstaltungen, herzlich willkommen. Gegen ca. 19.00 Uhr werden wir wieder in Unterrath sein. Eine schöne Fahrt wünscht Ihnen schon jetzt
Der Vorstand
Änderungen vorbehalten.

PLATZDAFEST! 2010
Am 11. Juli 2010 von 14.00 bis 20.00 Uhr Rund um die Klinke Präsentation der Unterrather und Lichtenbroicher Vereine und anderer Koorporationen an 20 Ständen.
Auszug aus dem Programm:
14.00 Uhr Eröffnung durch das Marine-Tambour-Korps Düsseldorf-Unterrath 1948
14.15 Uhr Begrüßung durch die 1. Vorsitzende des Bürgervereins Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V.
                  Frau Erika Prill
14.30 Uhr Chorfreunde Düsseldorf-Nord
15.00 Uhr Tanzgruppe „Funkies“ von den Funken Blau - Gelb
15.30 Uhr Marine-Tambour-Korps Düsseldorf-Unterrath 1948
16.00 Uhr Chor „FranzMuk“
16.30 Uhr Seniorentanzgruppe, DRK Zentrum plus Unterrath
17.00 Uhr Marine-Tambour-Korps Düsseldorf-Unterrath 1948
17.30 Uhr Seniorengymnastikgruppe, DRK Zentrum plus Unterrath
18.00 Uhr Vorführung „zur Ersten Hilfe“ DRK Zug Unterrath
18.30 Uhr Marine-Tambour-Korps Düsseldorf-Unterrath 1948
19.00 Uhr Ausklang der Veranstaltung
20.00 Uhr Ende der Veranstaltung
Um unsere Kinder kümmert sich die städtische Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Ammerweg mit einer Hüpfburg und diversen Spielen. Zudem können Sie sich mit Grillspezialitäten, Kuchen und Getränken stärken.
Durch das Programm führt unser Ehrenvorsitzender Karlheinz Kürpig
Änderungen vorbehalten
Diese Veranstaltung wird unterstützt von (Namen der Förderer und Spender in alphabetischer Reihenfolge): Alten- und Pflegeheim Zum Königshof, Druckerei Ritter, Hotel Avidon, Luxor Restaurantbetriebe, St. Bruno Apotheke, Sofia Apotheke, Stadt Düsseldorf, Stadtwerke Düsseldorf

Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich

– Die Straßendecke sowie der Bürgersteig und die Parkplätze auf dem Einbrunger Weg werden auf einer Ausbaustrecke von 300 m saniert. U. a. wird eine neue Asphaltdecke aufgebracht. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf ca. 300.000,00 Euro. Die Sanierungsarbeiten beginnen ab September 2010.
Die Sanierung ist unter verkehrssicherungspflichtigen Aspekten der Stadt notwendig.

– Auf dem Grundstück „Am Walbert 1“ ist die Errichtung von 4 Doppelhäusern vorgesehen.

– Einstimmig bat die Bezirksvertretung die Verwaltung, den Seiteneingang zum Unterrather Friedhof an der Straße „Am Röttchen“ vor dem Tor abzuschraffieren, um das ständige Zuparken des Eingangs zu verhindern.

– Ebenfalls einstimmig wurde die Verwaltung gebeten, nach Beendigung der Baumaßnahme an der Ampelanlage „Am Kittelbach“ die Restmaterialien, wie Pflastersteine, Rohre und Sandaufschüttungen zu beseitigen oder durch den Bauuntemehmer beseitigen zu lassen sowie die Beschädigungen am Pflasterweg, die durch Baumaschinen verursacht wurden, zu beseitigen.

– Die Bezirksvertretung 6 hat die Beschlüsse zur Aufgabe der Obdachlosenunterkünfte „Am Walbert/Beedstraße“ und der Schaffung von neuem Wohnraum für Familien begrüßt und im Rahmen ihrer Zuständigkeit mit  beschlossen. Im Genehmigungsverfahren wurde festgelegt, dass die Zufahrt zu den Kleingärten durch das Neubaugebiet über eine geplante Straße von der Straße „Am Walbert“ aus führen soll. Im Kaufvertrag wurde u. a.
vereinbart, dass die erforderlichen Geh- und Fahrrechte für die Allgemeinheit durch Dienstbarkeit bzw. Baulast zu sichern sind, ebenso wie die Duldung sämtlicher Emissionen durch die unmittelbare Nähe des Schützenplatzes.
Der Kleingartenverein „An der Karthaus“ hat große Bedenken gegen diese Verkehrsführung. In den Monaten April bis Oktober sei bei 70 Kleingartenparzellen mit erheblichem Verkehr über die neue Wohnstraße zu rechnen – bei entsprechenden Festen auch bis spät in die Abendstunden. Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Unterrath macht geltend, dass zu Zeiten des Schützenfestes für die Belieferung des Schützenzeltes, der sanitären  Einrichtungen usw. auch eine rückwärtige Zufahrmöglichkeit über den Fahrweg zum Kleingarten vorhanden sein muss. Auch wenn Geh- und Fahrrechte gesichert sind, befürchten Kleingartenverein und Schützenbruderschaft, dass die Käufer der neuen Häuser erst nach Fertigstellung der Wegeverbindung realisieren, welche Belastungen durch den Verkehr entlang ihrer Grundstücke entstehen. Durch die zu erwartenden lnteressenkonflikte bei der festgelegten Fahrbeziehung sei ein gedeihliches Miteinander gefährdet.
Die Verwaltung teilt hierzu mit, dass sie die Bedenken nicht teilt. Die Hausbauer seien über die verkehrliche Situation vor Kauf informiert worden. Die verkehrliche Anbindung zum Schützenplatz hat im übrigen ausschließlich über die Kartäuser Straße zu erfolgen.

– Von den Gastronomiebetrieben im Stadtbezirk 6 müssen nach wie vor für die Bürgersteignutzung als Terrassenbereich dieselben Tarife an die Stadt Düsseldorf entrichtet werden, wie auch in den 1A-Lagen, wie z. B. in der Altstadt. Die Verwaltung teilte hierzu mit, dass eine Änderung der Gebührenstruktur der  Gastronomie-Terrassenpreise dem Rat vorgelegt worden sei. Der Rat wird hierüber voraussichtlich nach Ende der Sommerpause entscheiden, sodass geänderte Tarife für die neue Saison 2011 aller Voraussicht nach erhoben werden.

– Die Verwaltung wurde ferner befragt, ob ihr der teilweise Wohnungsleerstand im Gebäudekomplex Unterrather Straße 27-41 trotz sanierter Wohnungen bekannt seien. Ebenfalls wurde die Verwaltung befragt, ob es zutreffe, dass der Eigentümer plane, den Gebäudekomplex abzureißen, wenn ja, ob die Verwaltung beabsichtige, diesen den alten Stadtkem prägenden Gebäudekomplex in Unterrath mit preiswertem Wohnraum zu erhalten.
Die Verwaltung teilte hierzu mit, dass sie hierfür nicht zuständig sei u. a. auch deshalb, weil die bisherige Sanierung nicht aus öffentlichen Mitteln gefördert wurde. Es handelt sich um eine Angelegenheit des Vermieters.
Einige Mitglieder der Bezirksvertretung teilten mit, dass ihrer Kenntnis nach bis 2015 alle Wohnungen geräumt sein sollen, da keine wirtschaftlich sinnvolle und energetische Sanierung möglich sei und daher mit einem Abriß zu rechnen sei.

– Die Bezirksvertretung hatte die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob die Querung der „Eckener Straße“ im Bereich „Saargemünder Straße“ / „Kehler Straße“ sicherer gestaltet werden könne, z. B. durch einen Zebrastreifen oder eine Fußgängerinsel. Die Verwaltung teilte hierzu mit, dass eine erste fachliche Einschätzung das grundsätzliche Opitmierungspotential bestätigt. Die Bearbeitung erfolgt im Rahmen der personellen und finanziellen
Möglichkeiten. Aufgrund einer Vielzahl ähnlich gelagerter Fälle aus den 10 Bezirksvertretungen werden die Maßnahmen intern priorisiert und sukzessive abgearbeitet. Die Verwaltung bittet um Verständnis, dass aus den genannten Gründen zu diesem Zeitpunkt noch kein konkretes Datum für die Aufnahme der Planung benannt werden kann. Sobald erste Planungsergebnisse vorliegen, werden diese - wie gewohnt - der Bezirksvertretung zur Beschlussfassung vorgestellt.

– Ferner hat die Bezirksvertretung die Verwaltung um Prüfung gebeten, ob die vorhandene Querungshilfe in dem Bereich Schulweg Falkenweg/Sandweg über die Straße „Am Roten Haus“ durch einen Zebrastreifen oder andere Maßnahmen sicherer gestaltet werden könne. Das Straßenbegleitgrün sollte in diesem Bereich aus Gründen der
Verkehrssicherheit in jedem Fall zurückgeschnitten werden. Weiterhin sollte geprüft werden, ob auf diesem stark frequentierten Schulweg - insbesondere in den Wintermonaten - Verkehrshelfer (Schülerlotsen) eingesetzt werde können. Die Verwaltung teilt hierzu folgendes mit: Zur Sicherung der Fußgänger bei Querung der Straße „Am Roten Haus“ in Höhe Falkenweg/Sandweg ist eine Fußgängerinsel vorhanden. Aus verkehrsplanerischer Sicht wird die zusätzliche Einrichtung eines Fußgängerüberweges (Zebrastreife) oder andere Maßnahmen (z. B. LZA) nicht weiterverfolgt, da in diesem Bereich die Voraussetzung für die Anlage von Fußgängerüberwegen und die Kriterien für die Anlegung einer Lichtzeichenanlage nicht erfüllt werden. Es werden allerdings zusätzliche Fahrbahnpiktogramme „Achtung Kinder“ aufgebracht. Die Prüfung über mögliche Einsetzung von Schülerlotsen wird weitergeleitet. Das Straßenbegleitgrün wird bei Bedarf entsprechend zurückgeschnitten.

– Die Bezirksvertretung hatte die Verwaltung gebeten, bei den vorgesehenen Umleitungs-Hinweisen während der Baumaßnahmen am Nördlichen Zubringer die regionale Umleitung über die Kalkumer und Unterrather Straße nicht auszuschildern. Die Verwaltung teilt hierzu mit, dass während der Sanierungsarbeiten auf dem Nördlichen Zubringer keine Umleitung über die Kalkumer und Unterrather Straße ausgeschildert wird. Es ist aber nicht auszuschließen, dass Ortskundige diese Fahrbeziehung während der Sanierungsarbeiten auf dem Nördlichen
Zubringer nutzen.

– lnformationshalber teilte die Verwaltung mit, dass im aktuellen Schuljahr 2009/2010 in den 94 offenen Ganztagsschulen der Primarstufe insgesamt 410 Gruppen mit 9.886 Plätzen eingerichtet wurden, die im November 2007 zu 97% belegt waren. Dies entspricht einer Versorgungsquote von 53 % bei einer Gesamtzahl
von 19.657 Schülerinnen und Schülern. Auf der Basis der aktuellen Bedarfsmeldungen der Grundschule sollen 453 Gruppen für das Schuljahr 2010/2011 gebildet werden. Zu beachten ist allerdings, dass in den Förderschulen ebenfalls noch Erweiterungsbedarf entstehen könnte. Dieser Bedarf ist derzeit nicht kalkulierbar, da über Aufnahmen in diese Schulform erst nach den Förderschul-Aufnahmeverfahren zu Beginn eines Schuljahres
entschieden wird und erforderliche neue Gruppen in der Regel kurzfristig noch eingerichtet werden. Vorbeugend werden hierfür 7 Gruppen berücksichtigt, sodass am 01.08.2010 - vorbehaltlich abschließender baulicher Prüfungen - in den 94 offenen Ganztagsschulen 460 Gruppen gleich 11.500 Plätze bei einer Gesamtschülerzahl
von 19.657 eingerichtet sein werden. Dies entspricht einem Deckungsgrad von ca. 59% aller Schülerinnen und Schüler der Primarstufe.
Mitgeteilt von Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider

Norbert Burgmüller-Plakette
für Roswitha Baumdick

Im Mai bekam Roswitha Baumdick von der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine die Norbert Burgmüller-Plakette verliehen.
Diese hohe Auszeichnung wird Menschen verliehen, die sich besonders um das Musikleben in Düsseldorf verdient gemacht haben.
Die Laudatio hielt Elisabeth von Leliwa. Sie betonte die unermüdliche ehrenamtliche Arbeit von Frau Baumdick in ihrer Freizeit für das Musikleben, dass Laienmusizieren und die Heimatpflege in Düsseldorf.
Im Jahre 1938 wurde Frau Baumdick in Berlin geboren. Seit 1977 ist sie Mitglied im Chor der Landesregierung.
Seit vielen Jahren ist sie auch im Vorstand der Düsseldorfer Weiter, der Mundartfreunde sowie Schriftführerin der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine.
Seit 1998 ist sie Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande, für das sie der verstorbene Ministerpräsident des Landes Nordrhein Westfalen, Johannes Rau, vorgeschlagen hat.
Mit ihren Chören reist sie ins Ausland und organisiert Festivals.
Der Vorstand des Bürgervereins Unterrah und Lichtenbroich gratuliert zu dieser hohen Auszeichnung herzlich.
E. P.

Allen Mitgliedern,
die im Juli und August
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.

„Ein starkes Team für Ihre Gesundheit!“
Am 01.05.2010 eröffnete Herr Jan Selder eine zweite Praxis für Physiotherapie in Düsseldorf-Unterrath auf der Kalkumer Straße 151. Seit 13 Jahren betreibt er bereits eine Praxis in Düsseldorf-Derendorf. Die neue Praxis ist modern und großzügig ausgestattet. Die Räume sind sehr hell und freundlich, da sie mit großen Fenstern versehen sind.
Sie liegt direkt neben der Straßenbahnhaltestelle Eckener Straße, direkt über der Dresdner Bank. Über einen geräumigen Aufzug ist die Praxis leicht zugänglich und stufenlos für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte zu erreichen.
Die fachliche Leitung obliegt Andrea Meyer, die bereits 7 Jahre in der Praxis in Derendorf erfolgreich gearbeitet hat. Unterstützt wird sie von Rezeptionistin Michaela Wimmer-Bartz, die als Quereinsteigerin über eine berufliche und medizinische Rehabilitation ebenfalls zuvor in der Praxis in Düsseldorf-Derendorf tätig war.
Mit einer großen Feier wurden die neuen Räume am 30.04.2010 eingeweiht. Anwesend waren viele Patienten aus Düsseldorf-Derendorf, aber auch viele Unterrather und Lichtenbroicher Bürgerinnen und Bürger.
Alle Gäste konnten sich von dem großzügigen Ambiente überzeugen. Die Praxis bietet ein breites Angebotsspektrum, das alle fachspezifischen Bereiche der modernen Physiotherapie und Prevention umfasst.
Die Individualität der Patienten steht dabei im Vordergrund.
Angeboten werden Krankengymnastik u. a. nach Cyriax, Mc Kenzie, unfallchirurgische Nachbehandlungen; aber auch medizinische Trainingstherapie (Physiocheck und Kurse, Betriebsphysiotherapie - Arbeitsplatzanalyse und Arbeitsplatzberatung), Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage nach Bobath für Erwachsene,
Massagen wie z. B. Klassisch, Bindegewebsmassage, man. Lymphdrainage, Entstauungstherapie. Auch die Physikalische Therapie kommt nicht zu kurz, wie z. B. Fangopackung, Heißluft, Elektro- und Ultraschalltherapie.
Demnächst werden auch Kurse für Gruppenrückenschule angeboten, die von den Krankenkassen anerkannt werden, sodass die Kostenübernahme sichergestellt ist. Weiter werden Autogenes Training und progressive Muskelentspannungskurse angeboten. Im Juli startet ein Kurs mit 6 Terminen für autogenes Training, Anfänger, der jeweils sonntags um 10.30 Uhr beginnt und ca. 60 bis 90 Minuten dauert. Ebenfalls im Juli 2010 beginnt ein Kurs für autogenes Training mit Vorkenntnissen. Der Kurs beginnt dienstags um 19.00 Uhr. Schließlich wird im Juli 2010 eine progressive Muskelentspannung angeboten.
Umfangreiche Öffnungszeiten garantieren eine patientenorientierte Arbeit. Die Praxis ist in der Regel montags und donnerstags von
8.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet sowie dienstags und mittwochs von
8.00 Uhr bis 19.00 Uhr; am Freitag von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr.
Selbstverständlich können darüber hinaus weitere Termine nach Absprache vereinbart werden. Ebenso selbstverständlich sind Hausbesuche nach Vereinbarung. Ausführliche Informationen zu der Praxis und zu den Therapieangeboten erhalten sie im Internet unter www.physiotherapie-selder.de.
Veronika Dalbert-Schneider

Singen mit Senioren

Singen mit Senioren für Senioren – seit nunmehr weit über einem Jahr findet dies im Seniorenzentrum „Zum Königshof“ in Düsseldorf-Unterrath statt. Dieses Seniorenzentrum ist eine Einrichtung der „Graf Recke Stiftung“ und wurde mit dem Leitgedanken gebaut: „Graf Recke - Wohnen und Pflege“.

Die Leitung des sozialpädagogischen Dienstes dieses Hauses hatte Kontakt mit dem Sänger Peter Müller von den Chorfreunden Düsseldorf-Nord aufgenommen. Absicht war und bleibt, den Bewohnern durch gemeinsames Singen etwas Abwechslung in ihren Alltag zu bringen. Peter Müller konnte für dieses Singen auf Anhieb mehrere
Sänger der Chorfreunde und Sängerinnen des Frauenchores Concordia 1920 gewinnen. Friedhelm Oberschewen von den Chorfreunden hat von Anfang an die Begleitung der Lieder am Klavier übernommen. In seiner Urlaubszeit wird er von der Sängerin des Frauenchores Concordia 1920, Marlene Paschlies, mit ihrem Akkordeon vertreten.

Zum Singen verteilen sich Sängerinnen und Sänger unter die Bewohner und nehmen mit ihnen an verschiedenen Tischen des Speisesaales Platz. Gesungen werden, jeden Freitag von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr, Volkslieder und Evergreens, in der Adventszeit Weihnachtslieder und in der fünften Jahreszeit Karnevalslieder. Es ist erstaunlich und erfreulich, wie textsicher ältere Leute sind, speziell bei mehrstrophigen Volksliedern.

Die Sängerinnen und Sänger haben ein gutes Gefühl, wenn sie erleben, dass immer mehr der etwa 50 bis 60 Seniorinnen und Senioren fleißig mitsingen und ihre Freude daran haben. Dieses gute Gefühl wird bestärkt durch die Dankbarkeit, die sie jedes Mal spüren, wenn sie sich nach der Singstunde verabschieden. Es ist zu wünschen,
dass sich weitere Damen und Herren aus Unterrath und Umgebung zum Singen mit Senioren bereit finden. Dabei ist es gar nicht nötig, Mitglied in einem Chor zu sein - Hauptsache: Sie singen gerne! Rufen Sie uns doch einfach an: 0211-4380242.

Niemand kann ausschließen, nicht selbst einmal solch eine Einrichtung in Anspruch nehmen zu müssen, in der man mit älteren Menschen zusammen lebt. Wäre es dann nicht schön, zum Mitsingen eingeladen zu werden?!, Es ist sicherlich nicht der schlechteste Gedanke im Bereich des Sozialverhaltens, wenn man sich sagt: „Erwarte nicht Hilfe von anderen, wenn du zuvor selbst nicht bereit bist, anderen zu helfen“.
Hans Lethen

Rückblick und Vorschau

Was haben wir erreicht:
Brunnen am Opferhaus,
Neugestaltung der Allee Unterrather Straße zwischen Sylt Straße und  Wangeroogestraße,
Der große Bogen A 44,
Parkanlage Kartäuser Park,
Schaffung der Gedenkstätte Kartäuserdenkmal,
Spazierweg von der Piwipp bis zum Kieshecker Weg,
Parkanlage mit Spazierweg von der Deikerstraße bis zum Kittelbach,
Unterstützung der Schulen in Unterrath und Lichtenbroich durch Ausstattung mit Computern,
Unterstützung der Kindergärten in Unterrath und Lichtenbroich,
Errichtung einer Ampelanlage an der Unterrather Straße am Kittelbach
Woran arbeiten wir noch:
Verbesserung der Verkehrsführung Kreuzung Eckenerstraße-, Kalkumer und Unterrather Straße
Verbesserung der Verkehrsanbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln der Wohngebiete zwischen der A 52 und dem Kittelbach, Am Röttchen, Lemgoer Weg mit allen Nebenstraßen,
Fertigstellung des alten Ortskerns von Unterrath von der Bahnunterführung bis zur Hamborner Straße, die Pläne dafür liegen bereits vor,
Bessere Anbindung des ISS Doms mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

„Denn nur gemeinsam sind wir stark“
Unterstützen Sie unsere Bemühungen
Werden Sie Mitglied im Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Was soll ein Bürgerverein bewirken?

Stimmt es, dass hier nur den unverbesserlichen Vereinsmeiern eine weitere Möglichkeit der Bestätigung gegeben wird oder steckt mehr hinter einem solchen Verein? Zumindest scheint das Gründungsjahr schon als ein beredtes
Zeugnis für die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung hier in Unterrath/Lichtenbroich zu geben.

Anlass der Gründung war seiner Zeit die Eingemeindung nach Düsseldorf.

Mit nun 100 Jahren ist der Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V. einer der ältesten und größten Bürgervereine im Großraum Düsseldorf.

Die Mitgliederzahl steigt ständig. Wie ist dieses Engagement, das über alle politischen und konfessionellen Schranken hinweggeht, zu erklären? Die Antwort liegt wohl in der Erkenntnis des Bürgers, dass ein Zusammenschluss Gleichgesinnter der Wahrnehmung seiner Interessen am besten dient.

Im Gegensatz zu den politischen Parteien kann sich der Bürgerverein den Problemen völlig ideologiefrei widmen. Gerade die Freiheit, auf politische Zwänge keine Rücksicht nehmen zu müssen, verleiht den Bürgervereinen ihr
Gewicht. Sie können ohne Bindung durch parteipolitische Konstellationen ihre Anliegen vertreten, wodurch sie oftmals erfolgreicher wirken können als andere Interessengruppen.

Die nach dem letzten Krieg eingetretene rege Bautätigkeit in Unterrath/Lichtenbroich  brachte eine grundlegende Veränderung der Probleme mit sich, die der Lösung bedurften. In dieser Situation erkannten immer mehr Bürger, dass eine Lösung all dieser Probleme den Einsatz vieler Kräfte erforderte und man sich nicht darauf beschränken kann zu warten, bis die Lösung der Schwierigkeiten durch die Verwaltung geregelt wird.

Der Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V. kann auf eine Vielzahlvon errungenen Verbesserungen und erfolgreicher Arbeit in Unterrath/Lichtenbroich mit Stolz zurückblicken.

Immer mehr verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger Unterraths und Lichtenbroichs haben die Problematik klar erkannt und treten dem Bürgerverein Unterrath / Lichtenbroich bei, um die Interessen gegenüber der Verwaltung und den gewählten Mandatsträgem nachdrücklich wahrzunehmen.

Es ist festzustellen, dass es bisher keine geeignete Vertretung gibt, die hinsichtlich aller Fragen die Interessen der Bürgerschaft gegenüber amtlichen Stellen und politischen Gremien vertritt. Es hat sich herausgestellt, dass viele wichtige Fragen zu lösen sind, die eben nur durch einen Bürgerverein geklärt werden können, der politisch neutral ist.

Werden auch Sie für 11,00 Euro und jedes weitere Familienmitglied 3,00 Euro Jahres-beitrag Mitglied im Bürgerverein Unterrath/Lichtenbroich und unterstützen Sie uns, die Unterrather und Lichtenbroicher Interessen zu vertreten.

Senden Sie die Beitrittserklänung vollständig ausgefüllt an den Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich eV., Postfach 30 0123, 40401 Düsseldorf.

„Denn nur gemeinsam sind wir stark“
Karlheinz Kürpig (Ehrenvorsitzender)

Straßenbahnlinie 715
Der OVA hat in seiner Sitzung am 24.02.2010 beschlossen, dass die Verwaltung die weitere Anbindung der Altstadt während der Baumaßnahmen zum Kö-Bogen untersuchen soll.
In Abstimmung mit der Rheinbahn AG kann nachfolgendes Untersuchungsergebnis mitgeteilt werden:
Die Änderung der Linienwege der Linien 706 und 715 ist erforderlich, da die Gleisverbindung vom  Jan-Wellem-Platz in Fahrtrichtung Norden wegen notwendiger Baumaßnahmen im Rahmen der Realisierung
des Kö-Bogens seit dem 08.03.2010 über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten nicht aufrecht erhalten werden kann (siehe Vorlage 66/21/2010 der OVA-Sitzung vom 24.02.2010). Auch die Nord-Süd-Verbindung kann während dieses Zeitraums nur durch eine Schleifenfahrt abgewickelt werden. In der Gegenrichtung sind starke Verschwenkungen der Gleislage erforderlich, um Bautätigkeit und Fahrbetrieb in Übereinstimmung zu bringen.
Die tatsächliche Betriebsführung seit dem 08.03.2010 hat die vorab berechneten Prognosen zur gewählten Vorgehensweise bestätigt.
Eine weitere Belastung des Knotenpunktes Schadowstraße / Jacobistraße durch linksabbiegende Straßenbahnen der Linie 715 würde die zusätzliche Schaltung einer jeweils sehr stark leistungsmindernden Sonderphase erfordern. Die Kapazität der Kreuzung würde hierdurch um weitere 10 % abgemindert. Diese Schaltung würde so zu zeitweise merklichen Überlastungserscheinungen in der Achse Tonhallen - Jacobistraße führen.
Auch die getaktete Abwicklung der Straßenbahnfahrten ist aufgrund der Zugfolgen dann an dieser Kreuzung nicht mehr sichergestellt.
Die Führung der Linie 715 über die Schadowstraße würde darüber hinaus einen Halt am Bahnsteig 3 (vor H&M) am Jan-Wellem-Platz erfordern.
Bei einem Haltestellenaufenthalt der Züge an diesem Bahnsteig werden bei derzeitigem Gleisbild sowohl die West-Ost-Fahrt wie auch die Nord-Süd-Fahrt der hier verkehrenden Linien blockiert. Insbesondere die Linie 701 verkehrt weitgehend auf gesondertem Gleiskörper und kann daher als zuverlässiges Rückgrat der 0VErschließung
betrachtet werden. Betriebliche Behinderungen der Bahnen untereinander sind insbesondere gegenüber dieser Linie auszuschließen.
Die beiden o.g. Aspekte sind so schwerwiegend, dass sowohl die Rheinbahn AG als auch die Verwaltung ein Beibehalten der geänderten Linienführung zur Aufrechterhaltung der Netzfunktionstüchtigkeiten im 0V wie im IV für erforderlich erachten.
Mit Wiederherstellung der Gleisverbindung im Oktober können die ursprünglichen Linienwege der Linien 706 und 715 wieder aufgenommen werden, sofern keine anderen, nicht vorhersehbaren Einflüsse dem entgegenstehen.
Mitgeteilt von Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider

Der Bürgerverein sagt Danke!
Wie in jedem Jahr sorgt unser Mitglied Georg Lippitsch dafür, dass das Plätzchen am Mecklenburger Weg / Unterrather Straße zum Verweilen einlädt.
Mit viel Liebe hat er dieses Jahr dort Begonien eingepflanzt und hält auch ansonsten dort alles in Ordnung.
Die Redaktion

Erinnerungsdaten 2010 für Düsseldorf

14.07.1960 Der Rat beschließt die Stiftung von Ehrenringen (Jan-Wellem-Ring, Großer Ehrenring der Stadt
                     Düsseldorf,  Ehrenring des Rates).
16.07.1955 Zum letzten Mal fährt eine Straßenbahn über die Königsallee.
01.08.1825 Das städtische Leihhaus wird eröffnet. Die städtische Sparkasse wird eingerichtet.
05.08.1910 Eröffnung der Internationalen Städtebauausstellung im Kunstpalast (bis 25.9.1910).
15.08.1870 Das Marienhospital wird als Kriegslazarett eingeweiht.
16.08.1820 Stadt- und Landkreis Düsseldorf werden zusammengelegt.
25.08.1925 Abzug der Franzosen aus dem rechtsrheinischen Gebiet. Die französische Trikolore wird von Schloß
                     Jägerhof niedergeholt; um Mitternacht hrt die französische Kontrolle auf. Einen Tag später findet aus
                     Anlass der Räumung eine feierliche Stadtverordneten-Versammlung statt. Die „grüne Polizei“ rückt
                     wieder in Düsseldorf ein. Am 30.8. findet vor dem Rathaus eine Befreiungsfeier statt.
28.08.1930 Konsekration der Christus-König-Kirche in Oberkassel.
 
Die Fußball-Jugendabteilung der SG Unterrath stellt sich vor

In unserer Fußball-Jugendabteilung spielen zur Zeit ca. 400 Kinder im Alter von 4 - 18 Jahren.
Diese Kinder und Jugendlichen werden von mehr als 60 Trainern und Co-Traineren nebst Betreuern gefördert.
Die Abteilung besteht zur Zeit aus 24 Mannschaften, die auf unseren beiden Fußballplätzen täglich mit viel Engagement und Ehrgeiz ihren Sport ausüben.
Viele Mannschaften stehen an der Tabellenspitze oder treten schon in hohen Spielklassen an, wodurch sie weit über den Kreis Düsseldorf hinaus ihre Gegner fordern und auch über diesen Kreis hinaus bekannt sind.
Unser Ziel ist es, im Einklang mit dem sportlichen Erfolg auch die Gemeinschaft und den Spaß der Kinder zu fördern.
Wir möchten, dass unsere Kinder und Jugendlichen in einem geregelten sozialen Umfeld aufwachsen und ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Eigenständigkeit einhergehend fördern.
Denn aus einem gesicherten sozialen Umfeld und einem stabilen, vertrauensvollen Miteinander heraus können auch im sportlichen Bereich große Erfolge hervorgehen.
Nicht nur in den Leistungsklassen, sondern auch in der Niederrheinliga treten unserer Mannschaften an, mit Option sogar auf den sportlichen Aufstieg in eine noch höhere Spielklasse.
Dies verdeutlicht auch das große Interesse an unserer Abteilung, respektive unserem Verein.
Wir haben in allen Altersklassen einen regen Zulauf und werden auch so wieder in allen Jahrgängen mannschaftsmässig sehr stark besetzt sein!
Auch in dieser nun jetzt ausklingenden Saison haben unsere Mannschaften wieder sehr große Erfolge vorzuweisen.
Während sich unsere C-Jugend in der Niederrheinliga mit Fortuna fast auf Augenhöhe präsentiert und nur knapp hinter den Flingeranern klar auf dem Weg zur Vize-Meisterschaft ist, zum wiederholten Male, stehen auch zahlreiche andere Mannschaften aus allen Altersklassen an der Tabellenspitze.
Unsere B1-Jugend hat beste Aussichten, als Tabellenführer nun auch um den Einzug in die Niederrheinliga zu kämpfen. Weitere Mannschaften, wie jeweils die 2. Mannschaft der B und C-Jugend, schießen schon fleißig in der Leistungsklasse ihre Tore oder stehen kurz vor dem Einzug in diese.
Auch im Bereich der Nachwuchskicker gilt große Anerkennung. Die Jahrgänge der Bambinis bis zu den D-Junioren sind oder werden zur kommenden Saison alle mit bis zu mindestens vier Mannschaften besetzt werden.
Schon zum jetzigen Zeitpunkt stehen viele Mannschaften an der Tabellenspitze. Dies resultiert aus der sehr guten Arbeit unserer engagierten Trainer und Betreuer, die unseren Kindern nicht nur das Fußballspielen vermitteln, sondern sie auch mit großem Spaß begeistern können.
Wir möchten Sie alle schon heute herzlichst zu unserem großen Sommerturnier der SG Unterrath 1912//24 am 3. und 4. 7.2010 auf unserer Bezirkssportanlage am Franz-Rennefeld-Weg einladen.
Dieses Turnier soll die Krönung unserer bisher hervorragenden Saison sein, wir erwarten über 80 Mannschaften, die aus allen Regionen Nordrhein-Westfalens anreisen. Wir rechnen wieder mit bis zu 2500 Besuchern, die sich auf unserer Anlage einfinden werden.
Weitere und stets aktuelle Informationen über unsere Jugendabteilung erfahren Sie stets auf unserer aktuellen Homepage im Internet: www.sgu-jugend.de.
Unsere Kinder und Jugendlichen freuen sich immer über Unterstützung und Interesse an unserem Sport. Wenn auch Sie einmal Lust haben, unseren kleinen „Stars“ beim Spiel zuzugucken, dann sind Sie herzlich eingeladen, einmal am Wochenende zum Spielbetrieb bei uns vorbeizuschauen.
Tommy Fränzl
Geschäftsführer, Fußball-Jugendabteilung SG Unterrath 1912/24

Neuer Gehweg zum Seniorenzentrum
Eckener Straße / Kalkumer Straße

Die Platzfläche um die städtische Bücherei und das Zentrum Plus wurde seinerzeit aufwändig mit Kopfsteinpflaster gestaltet. Die Architekten haben sich sicher etwas dabei gedacht. Leider mussten
wir feststellen: Die künstlerische Gestaltung der Natursteinfläche war gut gemeint, das Pflaster hat sich aber als gefahrvoll und unfallträchtig erwiesen.Dies galt vor allem für den Zugang zum Seniorenzentrum. Mehrfach
waren in der Vergangenheit ältere Menschen gestolpert und sogar gestürzt. Auch die Benutzung von Rollatoren erwies sich auf der unebenen Fläche als äußerst schwierig.

Obwohl die Bezirksvertretung 6 schon 2008 einen entsprechenden Beschluss gefasst hatte, haben sich Vertreter mehrerer beteiligter Stellen schwer getan, die aus ihrer Sicht hochwertige Natursteinfläche zu verändern.

Aber: Sicherheit gehr vor Gestaltung. Gemeinsam mit dem Amt für Verkehrsmanagement haben wir den Knoten durchgeschlagen und unbürokratisch eine Lösung durchgesetzt. Für das Zentrum Plus wurde ein türfluchtbreiter, ebener Pflasterweg als direkte Verbindung vom Bürgersteig zum Eingang angelegt. Mehrere Gefahrenstellen im
Pflasterbereich wurden repariert, Gehwegplatter ersetzt und eine nicht mehr benötigte Baumscheibe beseitigt. Jetzt habe ich nur noch den Wunsch an die Besucherinnen und Besucher: Bitte auch den neuen Weg benutzen.

Jürgen Buschhüter
Ratsherr und Bezirksvorsteher des Stadtbezirks 6

Etiketten: Kleingedrucktes kaum zu entziffern
Verbraucherzentralen und Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen starten Kundenaktion

Wer sich gesund oder kalorienarm ernähren möchte, muss wissen, was in Lebensmitteln enthalten ist. Doch insbesondere Senioren beschweren sich immer häufiger über das Kleingedruckte auf der Verpackung: Sie können es nicht lesen. Zutatenlisten oder Mindesthaltbarkeitsdaten werden zu klein gedruckt; manchmal hilft nur eine Lupe, um sie zu entziffern. Zudem fehlt häufig der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund, Aufschriften sind verschwommen oder die Abstände zwischen den Buchstaben sind zu eng. Ein Wirrwarr von Zutatenlisten in 10 oder mehr Sprachen macht das Lesen noch mühsamer.

Jetzt starten die Verbraucherzentralen und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) die Aktion „Lesbare Etiketten“. Auf der Website www.fitimalter.de können sich Konsumenten über Produkte beschweren, deren lnhaltsstoffe nicht deutlich sichtbar oder schlecht lesbar auf der Verpackung stehen.
Entsprechende Produktbeispiele werden veröffentlicht. „Die Lösung für das Etikettenproblem kann nicht sein, nur noch mit der Lupe einkaufen zu gehen“, sagt Ute Hantelmann von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Wir fordern eine Mindestschriftgröße. Die wichtigen Informationen müssen konsumentenfreundlicher aufgelistet werden.“

Dass es geht, zeigen Positiv-Beispiele, die im Rahmen der Aktion ebenfalls an die Verbraucherzentrale Hamburg gesendet und im Internet aufgelistet werden. Die Mitmachaktion endet am 30. September 2010. Die kostenlosen Kurse „Fit im Alter“, die bundesweit angeboten werden, motivieren die Seniorinnen und Senioren, sich ihren Alltag gesundheitsbewusst, aktiv und schmackhaft zu gestalten. „Voraussetzung dafür ist, dass sie wissen, was sie kaufen und ihnen keine versteckten Dickmacher untergeschoben werden, weil sie den Zucker- oder Fettgehalt nicht erkennen können“,
so Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale. von der Verbraucherzentrale.



2010-3

Wir trauern um unsere Mitglieder
Gerald Löcker †
* 24.12.1923 † 15.11.2009
Elfriede Kehne
* 17.07.1918 † 14.02.2010

Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V. Geschäftsbericht 2009
Der Bürgerverein erfreut sich auch im 101. Jahr seines Bestehens großer Zustimmung in der Bevölkerung. Zum Jahresende 2009 betrug die Mitgliederzahl 927.

Das Geschäftsjahr 2009 stand naturgemäß ganz im Zeichen des 100jährigen Jubiläums. Die intensiven dreijährigen Vorbereitungen, die während der ersten Monate noch ganz intensiv die Vorstandsarbeit prägten, fanden ihren Abschluss schließlich in den drei Festivitäten im Mai: Festakt, Bürgerfest und Tanzabend.

Positiv muss neben der guten Resonanz auch die Tatsache erwähnt werden, dass die Kosten im Rahmen der veranschlagten Summe geblieben sind. Näheres hierzu im Kassenbericht.

Während des ganzen Jahres traf sich der Vorstand mindestens zweimonatlich, um über aktuelle Anliegen zu beraten und zu beschließen.

Über seine Arbeit informierte der Vorstand regelmäßig im „Heimatblatt“, welches weiterhin zweimonatlich erscheint sowie in den monatlichen Mitgliederversammlungen, in denen darüber hinaus unterschiedlichste Referenten über ihre Themen berichten, aber auch einfach nur der Kontakt untereinander gepflegt wird, z. B. beim Gänseessen oder der Weihnachtsfeier – im Berichtsjahr wieder mit der Mundartdichterin Monika Voss.

Auf der August-Versammlung – wie immer im Kleingartenverein „An der Karthaus“ – wurde mit einer Diashow Rückblick auf das Jubiläum  gehalten.

Eine weitere wichtige Aufgabe des Vorstands besteht in der Pflege guter Kontakte zu benachbarten Vereinen, der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine sowie politischen und kommunalen Gremien.

Hier vertraten Vorstandsmitglieder den Bürgerverein übers ganze Jahr auf den unterschiedlichsten  Veranstaltungen.

So ist zum Beispiel auch ein fester Bestandteil im Terminkalender des Vorstands Ende März die Reinigung des Folklorebrunnens durch das Marine-Tambour-Korps Unterrath.

Die Jahresfahrt, die im Berichtsjahr ins Münsterland führte, erfreute sich wieder großer Resonanz, so dass der Vorstand auch hier für seine Arbeit belohnt wurde.

Von Erfolg gekrönt wurden auch endlich die jahrelangen Bemühungen des Bürgervereins um eine sichere Querungsmöglichkeit der Unterrather Straße in Höhe des Kartäuserparks, als Ende des Jahres die Ampelanlage in Betrieb genommen wurde.

Bedauerlicherweise bedurfte es erst eines tödlichen Unfalls, um die Bauarbeiten in Gang zu setzen.
Ein außergewöhnlich arbeitsreiches Jahr liegt hinter dem Vorstand, der an dieser Stelle allen Helfern und Unterstützern ein herzliches Dankeschön sagt.

Den Blick in die Zukunft gerichtet, ist das PlatzDa!-Fest 2010 in Sicht, zu welchem die Vorbereitungen schon in vollem Gange sind, um den schönen neuen Klinkevorplatz seiner Bestimmung als zentralen Treffpunkt für die Unterrather Bevölkerung zuzuführen.

Sabine Vollmar, 1. Geschäftsführerin

Protokoll der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins am 11. März 2010

Nach der Eröffnung und Begrüßung der Mitglieder, Ehrenmitglieder und Ratsherren durch die 1. Vorsitzende Erika Prill verlas Frau Vollmar das Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 12. März 2010 und berichtete über die Arbeit des vergangenen Jahres.

Herr Philippen berichtete über die mit Frau Sültenfuß und Herrn Rindlaub am 26. Februar 2010 durchgeführte Kassenprüfung und bestätigte die ordnungsgemäße Kassenprüfung.

Die Revisoren beantragten die Entlastung des Vorstandes - diese erfolgte einstimmig durch die anwesenden Mitglieder.

Herr Buschhüter dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit.

Zum Zwecke der Durchführung der turnusgemäß stattfindenden Vorstandswahlen wurde Herr Karlheinz Kürpig zum Wahlleiter gewählt. Zur Wiederwahl standen die 1. Vorsitzende, der 2. Geschäftsführer, und der 2. Kassierer. Alle wurden einstimmig wiedergewählt. Georg Lippitsch wurde zum neuen Revisor ebenfalls einstimmig gewählt.
Zum neuen Ehrenausschussmitglied wurde Rechtsanwalt Theodor P. Schneider ernannt. Zum 2. Ehrenvorsitzenden wurde Karlheinz Kürpig gewählt. Alle Kandidaten nahmen die Wahl an.

Unser Mitglied Hans-Jürgen Vollmar präsentierte zum Abschluss des  Wahlmarathons neue Fotos vom 100jährigen Vereinsjubiläum des Bürgervereins.

Rudolf Schneider, 2. Geschäftsführer

In eigener Sache
Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag entweder per Dauerauftrag oder Bareinzahlung bisher auf das Konto
des Bürgervereins bei der Postbank überwiesen haben, werden gebeten, künftig ihre Beiträge entweder auf das Konto des Bürgervereins bei der Stadtsparkasse Düsseldorf, Kto.-Nr. 100 480 9305, BLZ 300 50110 oder bei der Dresdner Bank AG, Kto.-Nr. 483 083 000, BLZ 300 800 00 anzuweisen.

Allen Mitgliedern,
die im Mai und Juni
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.


Arbeit der Bezirksvertretung 6 erfolgreich

Liebe Mitbürgerinnen , liebe Mitbürger,

schon mehrfach konnte ich Ihnen über die großen, positiven Veränderungen in unserem Stadtbezirk berichten.

Die Airport-City in Unterrath, das ehemalige Kaufringgelände in Lichtenbroich, die Entwicklung an der Theodorstraße in Rath und die neue Gartenstadt Reitzenstein nahe dem Aaper Wald sind Beispiele dafür.

Es sind aber auch die nicht so spektakulären und dennoch wichtigen Erfolge, die die Bezirksvertretung 6 bei ihrer laufenden Arbeit erreicht.

– Die Ampelanlage Hamborner Straße / Parsevalstraße wurde erneuert und damit endlich die gesicherte Linksabbiegemöglichkeit gewährleistet.

– Bereits im Dezember 2009 wurde eine neue Fußgängerbedarfsampel über die Unterrather Straße in Höhe des Grünzuges Kittelbach installiert.

– Der Spielplatz Ziegelstraße wird generalüberholt, einschließlich einer neuen Boule-Anlage.

– Die Bezirkssportanlage Ammerweg wird um mehrere Kleinspielfelder ergänzt.

– Zahlreiche „verkehrsverbessernde Maßnahmen“, wie das absolute Halteverbot auf der Fallingbosteler Straße.

Über einen Erfolg freue ich mich ganz besonders: die Planungen für den Neubau der Jugendfreizeitstätte am Lichtenbroicher Weg laufen auf vollen Touren. Der verbindliche Bedarfsbeschluss durch den Rat der Stadt erfolgte am 17.12.2009. Kostenvolumen: 3.374.080 Euro.

Oft werden in den regelmäßigen öffentlichen Sitzungen der Bezirksvertretung 6 über 30 Beschlüsse gefasst. Ich bin sicher, dass die verantwortungsbewussten Kräfte in unserem „Stadtteilparlament“ die erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

Ratsherr Jürgen Buschhüter, Bezirksvorsteher im Stadtbezirk 6


Goldschmiedewerkstatt in Unterrath

Aus unserem schönen Stadtteil können wir wieder von einer Künstlerin berichten, die bisher noch nicht sehr bekannt ist. Frau Alwine Quirl-Westhoff ist Goldschmiedin und hat eine Werkstatt an der Eckenerstraße.

In privater Atmosphäre kann man zuschauen, wie sie edles Gold und Silber verarbeitet. Die gelernte Goldschmiedin fertigt natürlich auch Modeschmuck an oder knüpft Perlenketten neu oder einige Stücke
werden neu verarbeitet. Ihre Ausbildung machte sie im Geschäft von Ludwig Kempen in Unterrath. Seit 15 Jahren betreibt sie ihre eigene Werkstatt.

Viele ihrer kreativen Ideen kommen ihr bei Spaziergängen in der Umgebung. Wenn sie einen interessanten Stein findet, stellt sie sich schon gedanklich vor, wie sie ihn verarbeiten kann. Man kann sich, falls man ihre Arbeit einmal bewundern möchte, telefonisch anmelden unter der Tel.-Nr. 411995.

Wir wünschen Frau Quirl-Westhoff für ihre weitere Schaffenskraft alles Gute.

E. Prill

DB Netz AG
Regionalbereich West
Hansastraße 15
47058 Duisburg 18.3.2010

Bauliche Mängel an der Gleisunterführung Unterrather Straße / Am Klosterhof in Düsseldorf-Unterrath

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

in den vergangenen Wochen sind wir verschiedentlich auf den Zustand der im Betreff genannten Fußgänger- und Radfahrerunterführung angesprochen worden, wobei es in erster Linie nicht um die optischen Mängel wie Graffiti ging, sondern vielmehr darum, dass es - auch bei trockener Witterung - an mehreren Stellen von der Decke
tropft, was für sich genommen schon sehr unangenehm ist.
Hinzu kommt allerdings, dass sich unter den „Tropfstellen“ auf dem Boden - teils schon große - Ablagerungen gebildet haben, die bei Regen und Frost sehr glatt sind und eine Unfallgefahr bergen.
Wir sehen uns daher gezwungen, Sie zu bitten, Ihrer Verkehrssicherungspfiicht nachzukommen und Abhilfe zu schaffen. Rechtliche Schritte behalten wir uns vor.

Mit freundlichen Grüßen
Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V.


Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich
– Der Stadtbezirk 6 verfügt über interessante Biotopflächen, u.a. Schwarzbachgraben, Grünzug Kittelbach, Grünzug Unterrath. Auf Nachfrage, ob ein aktueller Biotop-Verbundplan einschließlich Ausgleichs- und Friedhofsflächen bestehe, teilte die Verwaltung mit, dass es seit 1993 einen Verbundplan gebe. Dieser werde derzeit überarbeitet. Voraussichtlich wird der neue Biotop-Verbundplan für den Stadtbezirk 6 der Bezirksvertretung im Jahr 2012 vorgestellt werden.

– Mehrheitlich wurde der Antrag, die Verwaltung zu bitten, Alternativen zur ursprünglich geplanten Straßenbahnanbindung des ISSDome in Rath über den Linienweg der Linie 701 zu entwickeln und dabei insbesondere eine Verlängerung der 707 ggf. zu berücksichtigen, abgelehnt. Zur Erinnerung: Es ist die Verlängerung der Linie 701 geplant. Die Vertragsverhandlungen der Stadt mit den betroffenen  Grundstückseigentümern sind bedauerlicherweise noch nicht abgeschlossen. Die Planung für eine Verlängerung der Linie 707 könnte Jahre dauern. Es wäre auch die Errichtung von zwei Brücken notwendig. Das Investitionsvolumen würde sich auf mehrere Millionen Euro belaufen. Aus diesem Grunde steht eine Verlängerung der Linienführung der 707 nicht zur Disposition.

– Einstimmig beschloss die Bezirksvertretung 6 sich im Jahr 2010 an der Aktion „Blühendes Düsseldorf“ - Ausstellung von Blumenkübeln- der Initiative „Pro Düsseldorf e.V.“ zu beteiligen. Im Stadtbezirk sollen bis zu 100 Blumenkübel aufgestellt werden. Die Bezirksvertretung 6 stellt hierzu einen Betrag bis maximal 5.000,00 Euro aus Bauunterhaltungsmitteln bereit. Die Standorte werden interfraktionell mit Hilfe des Bezirkverwaltungsstellenleiters
ausgesucht.

– Die von der Bezirksvertretung 6 in ihrer Sitzung am 27.01.2010 beschlossene Absenkung der nördlichen Bordsteinkante an der Fußgängerquerungshilfe in Höhe der Bushaltestelle Meisenweg wird im 2. Quartal 2010 hergestellt.

– Die ebenfalls in der Sitzung am 27.01.2010 von der Bezirksvertretung beschlossene Einrichtung eines Halteverbots im Bereich „Auf der Reide“ 102-104 wurde zwischenzeitlich von der Verwaltung in Auftrag gegeben.

– Die Bezirksvertretung hatte an der Einmündung Höxterweg/An der Piwipp die Aufstellung eines Verkehrsspiegels gefordert. Die Verwaltung teilte mit, dass an die ausführende Baufirma bereits ein entsprechender Auftrag erteilt wurde.

– Ferner hatte die Bezirksvertretung die Verwaltung gebeten, die Bank am Grünstreifen Unterrather Straße in Höhe Hausnummer 163 um ca. 100 m entweder in Richtung Wangeroogestraße oder Syltstraße zu versetzen.
Die Verwaltung teilt hierzu mit, dass die Bank, die sich neben einem Abfallbehälter auf dem Grünzug befindet, aus Sicht der Verwaltung entbehrlich ist. Alternative Sitzgelegenheiten befinden sich im weiteren Verlauf des Grünzuges. Das Mobiliar wird im Laufe des Monats März abgebaut und an einem anderen sinnvollen Standort im Stadtbezirk 6 wieder aufgestellt.

Mitgeteilt von Frau Rechtsanwältin Veronika Dalbert- Schneider


DIE WEIBER VON WINSPERG

Der erste Hohenstaufen, der König Konrad, lag
mit Heeresmacht vor Winsperg seit manchem langen Tag;
der Welfe war geschlagen, noch wehrte sich das Nest,
die unverzagten Städter, die hielten es noch fest.

Der Hunger kam, der Hunger! das ist ein scharfer Dorn;
nun suchten sie die Gnade, nun fanden sie den Zorn.
„Ihr habt mir hier erschlagen gar manchen Degen wert,
und öffnet ihr die Tore, so trifft euch doch das Schwert.“

Da sind die Weiber kommen: „Und muß es also sein,
gewährt uns freien Abzug, wir sind vom Blute rein.“
Da hat sich vor den Armen des Helden Zorn gekühlt,
da hat ein sanft Erbarmen im Herzen er gefühlt.

„Die Weiber mögen abziehn, und jede habe frei,
was sie vermag zu tragen und ihr das Liebste sei!
Laßt ziehn mit ihrer Bürde sie ungehindert fort!
Das ist des Königs Meinung, das ist des Königs Wort.“

Und als der frühe Morgen im Osten kaum gegraut,
da hat ein seltnes Schauspiel vom Lager man geschaut;
es öffnet leise, leise sich das bedrängte Tor,
es schwankt ein Zug von Weibern mit schwerem Schritt hervor.

Tief beugt die Last sie nieder, die auf dem Nacken ruht,
sie tragen ihre Ehherrn, das ist ihr liebstes Gut.
„Halt an die argen Weiber !“ ruft drohend mancher Wicht;
der Kanzler spricht bedeutsam: „Das war die Meinung nicht.“

Da hat, wie er’s vernommen, der fromme Herr gelacht:
„Und war es nicht die Meinung, sie haben’s gut gemacht;
gesprochen ist gesprochen, das Königswort besteht,
und zwar von keinem Kanzler zerdeutelt und zerdreht.“

So war das Gold der Krone wohl rein und unentweiht.
Die Sage schallt herüber aus halbvergeßner Zeit.
Im Jahr elfhundertvierzig’ wie ich’s verzeichnet fand,
galt Königswort noch heilig im deutschen Vaterland.

Adelbert von Chamisso
Quelle: Ludwig Reiners, Der ewige Brunnen

DIE BRUNO-SHOW

Stand-up-Kabarett und Comedy zum aktuellen Zeitgeschehen - Frank Küster und Gäste

Frank Küster kehrt zurück zu den Wurzeln seines Bühnenschaffens. Er war Messdiener in St. Bruno, später Lektor. Danach wechselte er ins Kabarettfach und war bundesweit auf Tour. Nun tritt er zunächst drei Mal sonntags um 18.00 Uhr im Pfarrzentrum von St. Bruno an, einen bunten Abend im besten Sinne zu gestalten; mit Live-Musik und aktuellen Texten.

Aufgewachsen ist Frank Küster an der Kalkumer Straße, wo seine Eltern auch heute noch leben. Einen großen Teil seiner Kindheit verbrachte er auch im elterlichen Garten in Lichtenbroich.

Nach Grundschulabschluss an der städtischen katholischen Grundschule an der Golzheimer Heide und dem Abitur am Leibniz-Gymnasium, zog es ihn in den tiefen Süden, genauer gesagt nach Unterbilk.

Inzwischen lebt er wieder an der Südgrenze Unterraths, sein Sohn besucht die selben Klassenräume wie er selbst 40 Jahre zuvor und geht an St. Bruno zur ersten Heiligen Kommunion.

Das brachte den Kirchenvorstand von St. Bruno auf die Idee, ihn anzusprechen, ob es nicht möglich wäre, eine Show, ähnlich der, die er Monat für Monat im Uerige durchführt, auch im Pfarrzentrum von St. Bruno ins Leben zu rufen.

Der erste Schritt war getan, es wurde organisiert und geplant und am 2. Mai geht um 18 Uhr die erste Veranstaltung über die Bühne (weitere Termine 19.9. und 5.12.)

Karten zu 15,- EUR gibt es bei Bücher Müchler, Lotto-Toto Suhrbeer und Raumgestaltung Hibel, sowie in allen Pfarrbüros des Erscheinungsgebietes.

Online-Bestellung ist unter www.frankkuester.de möglich.


Die blauen Jungs waren wieder aktiv

Es ist schon Tradition, dass der Marine-Tambour-Korps alljährlich den Folklorebrunnen am Kelsweg reinigt. So auch wieder in diesem Jahr. Am Samstag, dem 27. März, traten die Jungs wieder an. Der Spaß gehört natürlich auch dazu. So kamen wieder Zuschauer, die sich ein Stelldichein gaben und die staunten, wie viel Eifer und Fleiß
die Jungs an den Tag legten. Natürlich war auch für den kulinarischen Genuss gesorgt. Es gab, wie schon im vergangenen Jahr, vom Wirt des Brunnengrills sehr leckere Brötchen. Die Getränke flossen natürlich auch.

So war wieder ein erfolgreicher Vormittag zu verzeichnen und alle freuten sich, dass der Brunnen wieder sauber ist und auch bald wieder sprudeln kann.

Der Bürgerverein, dessen Vorstand bei der Aktion anwesend war, dankt dem Marine-Tambour-Korps ganz herzlich für die erfolgreiche Arbeit an unserem schönen Folklorebrunnen., an dem sich viele Unterrather und Lichtenbroicher Bürger und Bürgerinnen erfreuen können.

E. Prill







Die ersten Straßenlaternen

Wenn wir heute von stockdunklen nächtlichen Straßen lesen, können wir uns derartiges schwerlich vorstellen. Nur wenig Licht fiel „früher“ durch die Fenster, Haustüren und Gaststätten abendlich auf die Straßen. Sonst war es „zappeduuster„. Fußgänger fanden ihren Weg nur mit Handlaternen.

Wir drucken zu diesem Thema den folgenden Beitrag von Anton Lücke aus „Jan WeIlem“ Nummer 10, Oktober 1954‘ ungekürzt ab. Es war Kurfürst Jan Wellem, dem dieser Zustand für seine Residenzstadt nicht mehr gefiel, und der für Abhilfe sorgte. Im Jahre 1699 wurden 383 Öllaternen angeschafft, die ein Johann Sebus mit seinen
Leuten regelmäßig zu füllen und bei Dunkelwerden anzuzünden hatte. Als Entschädigung erhielt er aus  Landessteuern 3000 Reichstaler jährlich. Die Freude der Bürger über die Straßenbeleuchtung erhielt aber bald darauf einen bedenklichen Stoß, da der Kurfürst die Zahlungen einstellte, weil die Stadt die übernommene Gegenleistung - eine neue Straßenpflasterung - nicht erfüllte.

Es blieb der Stadtverwaltung nun nichts anderes übrig, als die Kosten für die Straßenbeleuchtung selbst zu bestreiten, was eine schwere Belastung für sie bedeutete. Dazu kam noch die Anordnung des Kurfürsten, die Laternen das ganze Jahr brennen zu lassen. Andere Städte beschränkten ihre Straßenbeleuchtung nur auf die
Monate September bis April.

Der Stadtsäckel war auf die Dauer dieser Belastung nicht gewachsen, weshalb sich der Magistrat 1720 gezwungen sah, die Beleuchtung einzustellen, wozu sogar der kurfürstliche Rat seine Genehmigung gab (Jan Wellem war bereits 1717 gestorben). Man sagt, daß die Bevölkerung mit der neuen Verdunkelung sehr einverstanden war, sicherlich aber nur deshalb, weil sie nun die Kosten nicht mehr zu tragen hatte.

Aber der Fortschritt war doch nicht aufzuhalten. 1738 fing man mit der Straßenbeleuchtung bescheiden wieder an, deren Kosten sich zunächst auf 360 Taler beschränkten. Allmählich kamen mehr Laternen hinzu, bis man 1784 auf 263 Stück gekommen war. Mit der Ausdehnung der Stadt mußten aber auch die Straßenlaternen vermehrt
werden, und die Kosten stiegen 1809 für, Öl und Anzünder auf 2400 Reichstaler, immerhin aber noch 600 Taler weniger als zur Zeit Jan Wellems.

Die Lampen wurden im Sommer mit Rüböl und im Winter mit Leinöl gefüllt. Schließlich wurde man der Ölbeleuchtung, die doch nur schwaches Licht verbreitete, überdrüssig und sann auf Verbesserung,
die ein Aachener 1818 erfunden zu haben glaubte.

Es war aber nichts damit, und ebensowenig mit dem Angebot einer englischen Firma 1825, die Ölgas anbot, das doppelt so hell leuchtete. Dann tauchte 1826 ein Unternehmer auf, der auch die Straßenbeleuchtung von Aachen und Köln einrichtete und eine bessere Ölbeleuchtung versprach. Mit diesem wurde ein Vertrag auf vorläufig 119 Öllaternen abgeschlossen.

1848 schloß die Stadt einen Vertrag mit einer Firma Sinzig & Co, der auch das Recht zur Anlage von Rohrleitungen zuerkannt wurde. Diese Firma sollte nicht nur die Straßen, sondern auch die Haushaltungen
mit Ölgas versehen. Der Gaspreis war nicht billig, denn der Kubikmeter kostete 1,20 Mark, während die Straßenbeleuchtung (im Jahre 1855) 4840 Taler erforderte. Es waren jedoch nur wenige Bürger, die sich den Luxus der Gasbeleuchtung für 1,20 Mark leisteten. Auf 81 Pfennig wurde der Preis erst nach etlichen Jahren gesenkt.

Mit der Gasgesellschaft, mit der die Stadt 20 Jahre verbunden war, hat sie keine glückliche Hand gehabt. Es wurde daher 1865 beschlossen, die Kohlengasherstellung durch eine ganz neue Anlage in eigener Regie zu übernehmen, die auch die vorhandenen 758 Straßenlaternen ab 20. September 1866 zu versorgen hatte.

Ich erinnere mich noch aus meiner Jugendzeit des kleinen Mannes, der als Laternenanzünder für die Friedrichstadt angestellt war. Tagsüber verkaufte er weißen Sand. Mit Einbruch der Dunkelheit spazierte
der kleine Mann, mit einer langen Stange bewaffnet, an deren Spitze in einem Gitter ein Licht angebracht war, durch die Straßen, um die Laternen anzuzünden. Ebenso löschte er sie bei Hellwerden. Wir Jungens hatten natürlich abends nichts Besseres zu tun, als hinter ihm herzulaufen und ihn mit dem Spitznamen „Laternepitscher“ zu ärgern. Da er uns mit seinen kurzen Beinen doch nicht einholen konnte, drohte er uns nur mit seiner langen Stange.

Dann kam das Zeitalter der Elektrizität. Am 1. September 1891 wurde probeweise das Stadttheater beleuchtet, und ein Jahr später, am 28. September 1892, brannten zum ersten Male vier Kandelaber auf der Straße.

Um 1900 waren es schon 50 Bogenlampen, 4463 Gaslaternen und 28 Petroleumlampen, die die Stadt erleuchteten.

Und heute? Welch ein Lichtermeer in den Geschäften und auf den Straßen der City! Von einer Verdunkelung wird wohl keiner mehr etwas wissen wollen!

Quelle: Jan Wellem II-IV/10 mit freundlicher Genehmigung v. Heinrich Spohr

Brauchtum - Maibäume in Bayern

Rund um den Maibaum gibt es in jeder Region andere Traditionen. In Bayern ist es Ehrensache, einen besonders großen, schön gewachsenen Stamm aufzustellen – schließlich gilt der Maibaum als Fruchtbarkeitssymbol
und als Zeichen bayrischen Bürgerstolzes.

In Oberbayern wird der Stamm (oft bis zu 30 Meter lang) zuerst entrindet und dann bemalt. Der grüne Wipfel bleibt stehen, eine Fichtenzweig-Girlande, ein oder zwei weiß-blaue Kränze und hölzerne Figuren kommen als Schmuck dazu.

Mit viel Kraft und Geschicklichkeit muss der Baum dann aufgerichtet werden. Steht er erst mal auf dem Dorfplatz, können alle aufatmen: Denn nichts fürchten die Männer mehr, als dass ihr Malbaum von Konkurrenten aus anderen Dörfern gestohlen werden könnte. Entwendet werden darf das Schmuckstück traditionell zwar nur innerhalb
des Ortes, wo er aufgestellt wurde (also nicht aus dem Wald) und auch nur mit List und ohne Gewalt, aber eine Schande ist es doch, wenn der Baum verschwindet.

Dann helfen nur Rückgabeverhandlungen mit reichlich Bier und Brotzeit. Mehr über (ober-)bayrische Malbaumtraditionen unter www.maibaum-verein.de

Quelle: Michaels Kalender 2009

Erinnerungsdaten 2010 für Düsseldorf

01.05.1870 Das Wasserwerk Flehe wird eröffnet.
01.05.1910 Eröffnung der Verwaltungsbeamtenschule an der Luisenstraße.
02.05.1945 Das „Mitteilungsblatt der Stadt Düsseldorf“ erscheint erstmalig.
05.05.1960 Das Dreischeiben-Hochhaus wird fertiggestellt.
07.05.1880 Der Düsseldorfer Ruderverein wird gegründet.
08.05.1945 Ende des Zweiten Weltkriegs.
09.05.1880 Eröffnung der Kunst- und Gewerbeausstellung, die auch vom Kronprinzen Friedrich von Preußen
                     sowie Kaiser Wilhelm I. und Gemahlin besucht wird (bis 1.10.1880).
09.05.1910 Der Verein zur Förderung des Zoologischen Gartens wird gegründet.
09.05.1985 Das umgebaute und sanierte Kunstmuseum im Ehrenhof wird wieder eröffnet.
13.05.1880 Der Verein für Geschichts- und Alterthumskunde von Düsseldorf und Umgebung wird gegründet. Er
                     nennt sich ab 1882 Düsseldorfer Geschichtsverein.
15.05.1940 Gegen 2 Uhr nachts erfolgt der erste Luftangriff auf die offene Stadt Düsseldorf. Es erfolgen
                     Bombeneinschläge im Oberbilker Phönix-Werk, am Hermannsplatz und Dorotheenstraße / Ecke
                     Lindenstraße.
18.05.1360 Graf Gerhard I. von Berg gestorben.
23.05.1925 Inbetriebnahme des Autobusverkehrs der Rheinischen Kraftwagengesellschaft auf der ersten Linie
                     Düsseldorf - Remscheid. Eine Woche später wird auf der Linie Düsseldorf - Mönchengladbach der 
                     Autobusverkehr aufgenommen.
24.05.1380 König Wenzel erhebt die Grafschaft Berg zum Herzogtum und den Grafen Wilhelm II. zum Herzog.
24.05.1835 Der Gewerbeverein für den Regierungsbezirk Düsseldorf wird gegründet.
24.05.1975 Der Japanische Garten im Nordpark wird eröffnet.
26.05.1865 Die Ärztekammer Nordrhein wird gegründet.
31.05.1680 Joachim Neander, protestantischer Liederdichter, in Barmen gestorben.
31.05.1860 Der Künstlerunterstützungsverein (Künstlerverein Malkasten) kauft das Jacobi’sche Gut.
01.06.1825 Gründung der evangelischen Gemeinde in Düsseldorf.
01.06.1970 Der Neubau des Marienhospitals wird eingeweiht.
07.06.1975 Das Florence-Nightingale-Krankenhaus in Kaiserswerth wird eröffnet.
13.06.1875 Gründung der evangelischen Pfarre in Gerresheim.
13.06.1925 Die erste Veranstaltung im Rheinstadion findet durch den Düsseldorfer Schwimmclub 1909 statt.
16.06.1585 Hochzeit Herzog Johann Wilhelms I. mit Jacobe von Baden.
19.06.1805 Die Franziskaner-Klosterkirche an der Citadellstraße wird nach dem Landesherrn Maximilian
                     benannt.
20.06.1730 Gabriel de Grupello, Jan Wellems Hofbildhauer, gestorben.
21.06.1900 Letzte Fahrt einer Pferdebahn. Auf allen Strecken sind nun elektrische Straßenbahnen eingesetzt.
22.06.1930 Das von Graf Zeppelin geführte Luftschiff LZ VII „Deutschland“ trifft in Düsseldorf ein. Die
                     Luftschiffhalle wird fertiggestellt und in Betrieb genommen.
25.06.1945 Der allgemeine Verkehr nach und von Düsseldorf-Oberkassel wird wieder freigegeben.
26.06.1935 Zu Naturschutzgebieten in Düsseldorf werden erklärt: Neandertal, Vogelfreistätten Eller Forst,
                     Urdenbacher Kämpe.
26.06.1935 Bei der Stadtverwaltung wird ein Vertrauensausschuss gebildet.

Brauchtum - Weihnachten im Sommer

Die Johannisnacht am 24. Juni gilt als die kürzeste Nacht des Jahres: An keinem Tag des Jahres leuchtet die Sommersonne länger. Aber ab diesem Termin werden die Tage kürzer und die Nächte immer länger.

Der Scheitelpunkt dieser „Negativ-Entwicklung“ wird am 25. Dezember erreicht. Und genau in dieser Nacht Wintersonnwende) wird der Messias geboren; die Tage werden länger und die Nächte kürzer.

So wurde der Johannistag zur „Sommerweihnacht“.

Am Abend des 24. Juni brennen die Johannisfeuer – mit dieser „Lichtverstärkung“ wird im Brauchtum die Sommersonnwende gefeiert.

Für diesen Tag galten strikte Vorschriften: unziemliche Trinksitten, Streit oder Ähnliches waren verpönt. Die Unverheirateten tanzten, oft bis zur Erschöpfung, um das Feuer. Zum Johannisfeuer gehört der segenbringende Sprung über das Feuer. Er überwindet Unheil, reinigt von Krankheit und wirkt umso besser, je mehr Leute über das Feuer springen. Wenn ein Paar sich bei diesem Sprung nicht losließ, so deuteten dies die Menschen früher als ein gutes Zeichen für eine bald bevorstehende Hochzeit.

Manfred Becker-Huberti   -  Quelle: Michaels Kalender 2008

2010-2


EINLADUNG zur Jahreshauptversammlung 2010
Donnerstag,  11. März 2010 um 19:30 Uhr im Antoniusheim Kürtenstraße 160

Tagesordnung
01. Eröffnung und Begrüßung
02. Verlesen der Niederschrift der letzten Jahreshauptversammlung
03. Bericht des Vorstandes
04. Kassenbericht
05. Bericht der Revisoren
06. Aussprache über die TOP 3 bis 5
07. Entlastung des Vorstandes und Kassierers
08. Wahl der/des 1. Vorsitzenden
09. Wahl der/des 2. Geschäftsführers/Geschäftsführerin
10. Wahl des 2. Kassierers
11. Wahl eines Revisors
12. Verschiedenes
13. Unser Mitglied Hans-Jürgen Vollmar präsentiert Fotos vom 100jährigen Vereinsjubiläum des Bürgervereins.

Diese Einladung gilt nach § 7 Zif. 4 unserer Satzung als rechtsverbindlich. Sie gilt ebenfalls für  Familienangehörige, die Mitglieder des Bürgervereins sind. Bitte zeigen Sie als Mitglied oder als Vertreter der uns kooporativ verbundenen Vereine Ihr Interesse am Bürgerverein und nehmen Sie an der Jahreshauptversammlung teil.
Vor und nach der Versammlung haben Sie als Mitglied die Möglichkeit, Ihren Beitrag (11,– Euro für Mitglieder, 3,– Euro für Familienangehörige) bei unseren Kassierern zu entrichten.
Sollten Sie jedoch den bargeldlosen Weg wählen, stehen Ihnen unsere Konten Stadtsparkasse Düsseldorf, Kto.-Nr. 1004809305 (BLZ 30050010) und Dresdner Bank AG, Kto.-Nr. 483 083 000 (BLZ 300 800 00) zur Verfügung.
Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V.

Wir begrüßen unser neues Mitglied
Brigitte Cremer, Bochumer Str. 40

Wir trauern um unsere Mitglieder
Adolf Benten
* 13.02.1932 † 27.12.2009
Peter Sonntag
* 31.01.1954 † 31.01.2010 †
Helmut Nolte
* 27.05.1933 † 10.12.2009


In eigener Sache
Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag entweder per Dauerauftrag oder Bareinzahlung bisher auf das Konto
des Bürgervereins bei der Postbank überwiesen haben, werden gebeten, künftig ihre Beiträge entweder auf das Konto des Bürgervereins bei der Stadtsparkasse Düsseldorf, Kto.-Nr. 1 004 809 305, BLZ 300 50110 oder bei der Dresdner Bank AG, Kto.-Nr. 483 083 000, BLZ 300 800 00 anzuweisen.



Allen Mitgliedern,
die im März und April
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.

PLATZDA! Fest 2010
Rund um die „Klinke“
Unter diesem Motto planen wir für Sonntag, den 11. Juli 2010 ab 14.00 Uhr eine Präsentationsveranstaltung mit allen Unterrather und Lichtenbroicher Vereinen. Hier hat dann jeder Gelegenheit, seinen Verein und die Ziele einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Wir hoffen, mit Ihrer Hilfe dem bisher wenig genutzten Platz etwas Leben einhauchen zu können, damit er auch für weitere Veranstaltungen reizvoll wird.
Durch ein entsprechendes Rahmenprogramm wollen wir die Bürger motivieren.
Auf eine rege Beteiligung freut sich der Vorstand.


In eigener Sache
Seit einiger Zeit sammelt ein Unbekannter im Namen des Bürgervereins Unterrath-Lichtenbroich Spenden für Bedürftige in beiden Stadtteilen. Der Vorstand des Bürgervereins weist ausdrücklich daraufhin, dass der Bürgerverein niemanden mit einer solchen Aktion beauftragt hat.
In der letzten Mitgliederversammlung sowie beim Jahresempfang der Begegnungsstätte hat die 1. Vorsitzende alle Bürger und Bürgerinnen aufgefordert, keine diesbezüglichen Spenden zu geben.
Inzwischen hat der Vorstand Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Sachdienliche Hinweise nehmen die Polizei und der Vorstand des Bürgervereins entgegen. Vielleicht kommt dem Bürgerverein Kommissar Zufall zur Hilfe und stellt den unbekannten Betrüger.
Der Vorstand

Düsseldorf auch in Krisenzeiten stark
- mit Optimismus ins Jahr 2010 -
Die finanziell schwierigen Zeiten sind auch an der Stadt Düsseldorf nicht spurlos vorüber gegangen. Trotz der Wirtschaftskrise ist es aber gelungen, auch für 2010 erneut einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Jetzt macht sich bezahlt, dass unsere Stadt seit über zwei Jahren schuldenfrei ist und dass in den zurückliegenden Jahren Geld auf die hohe Kante gelegt wurde. Diese Reserve kann heute genutzt werden für die derzeitigen Einnahmerückgänge.
Ich bin optimistisch, dass Düsseldorf sein hohes Niveau wird halten können. Konkret heißt das, keine Jugendfreizeitstätte, kein Schwimmbad, kein Altenzentrum wird geschlossen.
Im Gegenteil: Als die Bezirksvertretung am 28. Oktober 2009 zum erstenmal in neuer Zusammensetzung tagte und über den Haushalt 2010 beriet, wurden in einem vernünftigen Rahmen auch Beschlüsse für unseren Stadtbezirk gefasst.
Dazu gehörten u.a der II. Bauabschnitt , „Klinke“, der Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung Lichtenbroich, die Ortsumgehung Rath, die Ampel Unterrather Straße - Kartäuserpark, die Turnhalle in Rath. Aber wir müssen zur Kenntnis nehmen: Nicht alles was wünschenswert ist, kann in den kommenden Jahren sofort umgesetzt werden.
Trotzdem bleibt es dabei: Wir können zu Recht mit Optimismus in die Zukunft schauen.
Jürgen Buschhüter
Bezirksvorsteher im Stadtbezirk 6

Pfarrerin Gabriele Palm von der Petruskirche feierlich verabschiedet
Neun Jahre lang war Frau Palm Pfarrerin an der Petruskirche in Unterrath. Ende 2009 wurde sie sowohl von ihrer Gemeinde als auch von vielen Unterrather und Lichtenbroicher Bürgern und Bürgerinnen verabschiedet.

Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst, der sehr gut besucht war. Im Anschluss hieran fand ein Empfang im Gemeindesaal statt. Viele geladene Gäste waren gekommen und verabschiedeten sich persönlich von ihrer Pfarrerin und wünschten ihr nicht nur für ihren zukünftigen beruflichen Weg alles Gute und Gottes Segen. Der Familienkreis sang zum Abschied frei nach dem Lied von DJ Ötzi und Nik P. „Einen Stern, der Gaby‘s Namen trägt“. Alle Gäste sangen mit.

Anschließend hielt Frau Palm, die am ersten Advent 2000 ihre Dienstzeit als Pfarrerin in Unterrath begonnen hatte, ihre Abschiedsrede. Sie bedankte sich herzlich für die gemeinsame Zeit. Frau Palm verlässt die Gemeinde auf eigenen Wunsch, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

Ab dem 1. Januar 2010 arbeitet sie offiziell als Gemeindepfarrerin in der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubündens in der Schweiz. Nach bestandenen Prüfungen im Herbst ist sie mit einem Beschäftigungsumfang von 90 % in der Pastorationsgemeinschaft Churwalden/Parpan tätig. Dort ist sie zuständig für 700 Gemeindeglieder. Ihr hauptsächliches Aufgabengebiet umfasst Gottesdienste, Seelsorge, evangelischer Religionsunterricht und weitere Aufgaben im Kolloqium (= Kirchenkreis).

Frau PaIm wurde 1964 in Neumünster/Schleswig-Holstein geboren. Ihre Grundschulzeit verbrachte sie in Ostfriesland und in St. Augustin. Von 1974 bis 1981 lebte sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder in Falls Church, Va. USA. Dort hat sie die 5.-11. Klasse der Deutschen Schule in Washington D.C. besucht.

Ihr Abitur hat sie in Troisdorf an einem Gymnasium bestanden. 1984 nahm sie das Studium der evangelischen Theologie in Bonn auf. Sie absolvierte drei Semester an der Universität Heidelberg, bevor sie 1991 ihr Studium in Bonn beendete.

Danach arbeitete sie als Vikarin in Lohmar und in Concord, North Carolina USA. Nach ihrer Hilfsdienstzeit in Neuwied war sie fünf Jahre lang als Gehörlosenseelsorgerin in den Kirchenkreisen Altenkirchen, Koblenz und Wied tätig, bevor sie nach Unterrath kam.

Für Frau PaIm sind auch die ökumenischen Kontakte, die sie im Laufe ihres Berufslebens knüpfen konnte, sehr wichtig wie z. B. mit der Reformierten Kirche in Frankreich, der Lutherischen Kirche in der Slowakei, der Anglikanischen Kirche in Ruanda (Afrika) und in London GB sowie mit der United Church of Christ (USA).

Die Redaktion wünscht Frau Pfarrerin Gabriele Palm für ihren weiteren Lebensweg und ihre neue Aufgabe alles Gute und Erfolg sowie persönliche Zufriedenheit.

Veronika Dalbert-Schneider


Ein Herz nicht nur für Kinder
Im vergangenen Jahr unterstützte der Bürgerverein alle Kindergärten in Unterrath und Lichtenbroich mit einer Spende von jeweils 250,-- Euro. Auch der Mittagstisch von MUK erhielt eine Spende in derselben Höhe.
Der Vorstand

Blumenhaus Matthiessen unter neuer Leitung

1990 gründete Frau Inge Matthiessen das Blumenhaus am Unterrather Friedhof.

Eine reichhaltige bunte Auswahl an tagesfrischen Schnittblumen, Topfpflanzen, Balkon- bzw. Friedholfspfanzen wurden nach individuellen Wünschen der Kunden von Frau Matthiessen und den Mitarbeitern liebevoll arrangiert und für alle Anlässe zusammengestellt.

Einen hohen Stellenwert hatte in dem Unternehmen auch die Trauerfloristik und Grabpflege. Die Dekoration eines Grabes gehörte zu den wichtigsten Anliegen im Blumenhaus.

Für viele Menschen ist der Friedhof ein Ort der Besinnung, der Trauer, ein Ort, an dem man seinen Lieben am nächsten ist. Deshalb bepflanzten die Mitarbeiter des Blumenhauses die Grabstätten mit größter Sorgfalt und legten ganz besonderen Wert auf individuelle, persönliche Beratung.

Dieser hohe Qualitätsstandard wird auch in Zukunft aufrechterhalten und durch die Nachfolgeregelung gewährleistet.

Herr Christian Matthiessen, der bereits seit über 16 Jahren im mütterlichen Betrieb gearbeitet hat, übernahm zu Beginn des Jahres 2010 die Firma und wird sie eigenverantwortlich fortführen. Wie seine Mutter legt er und sein Team auch weiterhin großen Wert darauf, dass die Kundenwünsche individuell mit einem hohen Qualitätsstandard
erfüllt werden. Dies gilt sowohl für den Schnittblumen, Topfpflanzen-, Balkon- und Friedhofspflanzenbereich. Auch die Trauerfloristik und Grabpflege werden in der bereits bekannten Qualität angeboten.

Auch für Herrn Christian Matthiessen und sein Team steht die individuelle, persönliche Beratung im Vordergrund.

Um der Kundschaft ein noch schöneres Ambiente zu präsentieren wurde das Blumengeschäft in der Zeit vom 31.12.2009 bis zum 08.01.2010 renoviert und umgestaltet.

Das Ergebnis ist mehr als gelungen. Das Blumenhaus erstrahlt im wahrsten Sinne des Wortes in neuem Glanz. Die Wände wurden hell gestrichen und neue Leuchtmittel angebracht. Auch gibt es eine neue Theke zu bewundern. Die übrige Innenausstattung ist ebenfalls sehr geschmackvoll.

Am 09.01.2010 wurde das Blumenhaus mit einer Feier neueröffnet. Viele Kunden waren der Einladung trotz der Kälte und des starken Schneefalls gefolgt und feierten gemeinsam mit der Familie Matthiessen und dem Team bis in den frühen Morgen den Generationswechsel. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Viele Kunden bestaunten das neu gestaltete Geschäftslokal.

Die Redaktion wünscht Frau Inge Matthiessen für Ihre Zukunft alles Gute und vor allem Gesundheit und hofft, dass sie ihren Ruhestand genießen kann. Trotz jahrelanger schwerer Arbeit hatte Frau Matthiessen für jeden Kunden immer ein nettes Wort.

Herrn Christian Matthiessen und seinem Team wünschen wir viel Erfolg. Die Redaktion ist sich sicher, dass der bisherige Qualitätsstandard aufrechterhalten bleibt, wenn nicht sogar noch getoppt werden wird.

Veronika Dalbert-Schneider

D-Zug-Siedlungssfest
Das 12. D-Zug-Siedlungssfest war - so die einhellige Meinung aller Beteiligten und Besucher - wieder ein gelungenes und sehr harmonisches Fest.

So sieht es auch die Interessengemeinschaft, die sich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei den vielen fleißigen Helfer(inne)n bedanken darf, die sich beim Herrichten und später beim Aufräumen des „Festplatzes“, eingebracht haben. Auch bei allen, die bei der Durchführung des Festes eine Aufgabe übernommen haben,  beispielsweise in einer der Essensbuden, beim Wertmarkenverkauf oder auf der Kinderspielstraße, sei herzlich gedankt.

Leider nimmt die Zahl derer, die auch in den Abendstunden stundenweise bereit sind eine Aufgabe zu übernehmen, beispielsweise im Pils- oder Altpavillon, stetig ab, sodass wir bereits dieses Jahr erstmalig
nicht unerhebliche Kosten für Fremdpersonal ausgeben mussten. Dennoch haben wir nach den vorläufigen Zahlen wieder einen kleinen Überschuss erzielt, den wir wieder für wohltätige Zwecke spenden möchten.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle einmal bei allen Sponsoren, die schon seit vielen Jahren die Idee des D-Zug-Siedlungsfestes unterstützen. Hier nennen wir stellvertretend für alle Sponsoren: die Firma Möbel Kienen, den Bürgerverein Unterrath und die Firma Fred Hausen.

D-Zug Siedlungsfest - Festausschuss 12. D-Zug Siedlungsfest

Ergänzung der LZA an der Kreuzung Hamborner Straße / Parsevalstraße um ein Lichtzeichen für Linksabbieger

Die Bezirksvertretung 6 hatte in ihrer Sitzung am 06.12.2001 die Verwaltung gebeten, die LZA an der Ecke Hamborner Straße/Parsevalstraße um einen grünen Richtungspfeil für Linksabbieger zu ergänzen.

Die Verwaltung teilte im Jahre 2002 mit, dass es zutreffe, dass der Linksabbiegeverkehr von der Hamborner Straße in die Parsevalstraße in letzter Zeit stärker geworden ist. Eine Ursache dafür sei sicherlich auch die baustellenbedingte Totalsperrung der Straße „Am Hülserhof“, wodurch eine Verbindung nach Ratingen vorübergehend gekappt ist. Dennoch halten sich die damit verbundenen Verzögerungen in zumutbaren Grenzen.

Das Nachrüsten der 1971 gebauten LZA um eine Linksabbiegesignalisierung wäre mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden, da diese Signalanlage veralteter Bauart nicht mehr erweiterungsfähig ist und komplett mit Tiefbau erneuert und ergänzt werden müsste. Die vom Knoten etwas abgerückte signalisierte  Fußgängerüberquerung der Hamborner Straße liegt nach heutigem Bedarf falsch. Sie ist Bestandteil der LZA und müsste bei einem Umbau mehr zur S-Bahn-Haltestelle hin verschoben werden. Insgesamt wäre deshalb mit
einem geschätzten Kostenaufwand von 175.000,00 EUR zu rechnen.

Dieser Umstand gewinnt an Bedeutung, wenn man berücksichtigt, dass der Umbau des Knotens in einen Kreisverkehr nach wie vor beabsichtigt ist, wodurch die LZA insgesamt entfällt.

Bei einer Kreisverkehrslösung stellen Abbiegevorgänge keinerlei Schwierigkeiten dar, so dass auch das angesprochene Problem gelöst wird.

Gleichwohl hat die Bezirksvertretung sich immer wieder für die Ergänzung der LZA eingesetzt. Die Verwaltung hatte nunmehr ein Einsehen und baute die Anlage um. Die geänderte LZA wurde bereits in Betrieb genommen. Was lange währt, wird endlich gut.

Die Redaktion

Einkaufen leicht gemacht

Wer ist krank? Wer behindert? Wer kann aus diesen Gründen nicht selbst einkaufen oder Behördengänge erledigen?

Dem kann geholfen werden.

Frau Petra Korbmacher übernimmt diese Aufgabe gern gegen einen geringen Aufpreis.

Frau Korbmacher ist gebürtige Unterratherin. Sie arbeitete viele Jahre im elterlichen Malergeschäft, bevor sie sich vor zehn Jahren selbstständig machte. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten betreibt sie einen KFZ- Zulassungsservice, der mehrere Autohäuser betreut.

Nachdem die Kaiserfiliale in Unterrath ihren Lieferservice eingestellt hatte, entschloss sich Frau Korbmacher spontan diese Aufgabe zu übernehmen und sich damit ein zweites Standbein zu schaffen. Frau Korbmacher erklärte in einem Telefonat mit der Redaktion, dass sie die bisherigen Liefertermine von Kaisers erheblich verkürzen kann.

Darüberhinaus bietet Frau Korbmacher nicht nur einen Einkaufs- und Lieferservice an, sondern erledigt auch gerne Behördengänge.

Aufgrund einer erlittenen Fußverletzung, die Frau Korbmacher lange Zeit an das Haus fesselte, weiss Frau Korbmacher wovon sie redet.

Wer diesen wirklich guten Service in Anspruch nehmen möchte, der rufe bitte unter der Telefonnr. 02 11 - 42 99 97 58 an. Wir wünschen Frau Korbmacher für ihr Vorhaben viel Erfolg.

Erika Prill

Chorfreunde Düsseldorf - Nord

Wir Chorfreunde Düsseldorf - Nord, in deren Chorgemeinschaft der Männerchor Eintracht 1883 Unterrath seit nunmehr 3 Jahren probt und singt, haben ein für uns erfolgreiches Jahr 2009 mit vielen musikalischen
Höhepunkten hinter uns und wir danken Ihnen, dass Sie uns bei vielen Auftritten als unser Publikum begleitet haben.

Zu den Höhepunkten zählten natürlich die Konzertauftritte beim Frühjahrskonzert im Mai im Pfarrsaal von St. MuK Unterrath, beim Herbstkonzert im Oktober im Pfarrsaal von St. Josef in Rath und bei der Weihnachtsmatinee am 2. Advent wieder in St. MuK.

Aber auch die Mitgestaltung bei Messen, so der Schützenmesse in St. Dreifaltigkeit Derendorf, einer Hochzeitsmesse in St. Josef Rath und im Juni die Aufführung der großen Widormesse in Herz-Jesu auf
der Roßstraße waren uns wichtig. Wir freuen uns, dass unsere Mitwirkung auch bei weltlichen Feiern, wie beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen des Bürgervereins Unterrath-Lichtenbroich und bei der offiziellen Eröffnung des Düsseldorfer Weihnachtsmarktes mit dem Oberbürgermeister Dirk Elbers vor dem Rathaus gefragt war. Die Mitgestaltung der Andacht zu Allerheiligen auf dem Unterrather Friedhof und der Feierstunde am Ehrenmal im Oberrather Wald am Volkstrauertag ist seit Jahren für uns selbstverständlich.

Sie sehen, es gibt viele Anlässe, unsere Stimmen erschallen zu lassen und wir hoffen, dass das noch viele Jahre so bleibt und Sie uns dabei unterstützen.

Ihr Düsseldorfer Mänerchor Eintracht 1883 Unterrath
in der Gemeinschaft Chorfreunde Düsseldorf - Nord

Zur Vormerkung:
Frühjahrskonzert am 9. Mai 2010 im Pfarrheim St. Maria unter dem
Kreuze in Unterrath, Kürtenstr. 160.

Brauchtum            
Das Kreuz verehren

Goldene Kelche tragen die weiß gekleideten Mädchen in Lohr am Main in Ihren Händen. Sie sind mit roten Bändern verbunden und tragen die fünf Wundmale des Gekreuzigten.

Symbolisch fangen sie so das Blut des Gekreuzigten auf, wie es auf den mittelalterlichen Bildern die Engel tun: Kein Tropfen des kostbaren Bluts, das zum Heil der Menschen geflossen ist, soll verloren gehen. So werden die Zuschauer der traditionellen Prozession am Karfreitag symbolisch erinnert: Sein Blut ist auch für dich geflossen!

Tausende säumen jedes Jahr die Straßen, wenn die 13 Figuren-Bilder der Leidensgeschichte (Das Letzte Abendmahl, Jesus am Ölberg, der Gekreuzigte und zum Schluss Jona im Bauch des Wals als Sinnbild der Auferstehung) von Angehörigen der Handwerkerinnungen schweigend durch die Straßen getragen werden.
Solche barocken Bilderprozessionen waren früher im gesamten süddeutschen Raum üblich, viele wurden jedoch im Zuge der Aufklärung abgeschafft.

Durch die Hartnäckigkeit des damaligen Stadtpfarrers, der 1818 die Behörden vor Unruhen warnte, falls man den Gläubigen die Prozession verbiete, blieb der Karfreitagsgang von Lohr erhalten.

Quelle: Michaels Kalender 2010
mit freundlicher Genehmigung der Steyler Mission

Erinnerungsdaten 2010 für Düsseldorf

01.03.1910 Gründung des Rheinischen Jugendherbergswerks.
02.03.1985 Das Wehrhahn-Center an der Ecke Am Wehrhahn und Oststraße wird eröffnet
02.01.1905 Ein Gesetz zur Errichtung des Oberlandesgerichts in Düsseldorf wird erlassen.
12.03.1940 Das Karl-Immermann-Denkmal von Prof. Clemens Buscher wird im Botanischen Garten an der
                     Goltsteinstraße aufgestellt.
29.03.1675 Der Düsseldorfer Johann Maurenbrecher erhält vom Kurfürsten ein Privileg für die Post nach
                     Norwegen.
30.03.1770 Die Landesbibliothek wird gegründet.
01.04.1905 Die Knabenmittelschule an der Luisenstraße wird eröffnet.
01.04.1910 Prof. Andreas Achenbach, Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf, gestorben.
05.04.1880 Die Prinzen von Hohenzollern, Wilhelm, Ferdinand und Anton, nehmen Wohnung im Schloss Jägerhof.
13.04.1880 Die Marienschule, Marienstraße 2, wird mit 196 Schülern eröffnet.
15.04.1940 Die große Bronzeplastik Felix Mendelssohn Bartholdys von Prof. Clemens Buscher, die früher in der
                     großen Außennische am Stadttheater am Hindenburgwall aufgestellt war und sich seit 1936 im Lager                      der Ausstellungshallen befand, wird auseinanderge43 schweißt und mit zwei anderen Plastiken            
                    (weiblichen Akten) des Bildhauers Bernhard Sopher der „Metallspende für den Führer“ zu dessen
                    Geburtstag überwiesen. Gleichzeitig werden die Bronzene Heinrich-Heine-Plakette vom Geburtshaus
                    Heines in der Bolkerstraße und die beiden großen Bronzereliefs von den ehemaligen großen
                    Siegessäulen der Ausstellung Düsseldorf 1902, darstellend Kaiser und Kronprinz Wilhelm, der
                    Metallspende zur Verfügung gestellt.
17.04.1910 Das katholische Mädchenheim an der Klosterstraße wird eingeweiht.
17.04.1945 Besetzung des rechten Rheinufers durch die alliierte Truppen. Übergabe der Stadt Düsseldorf an die
                     einrückenden Amerikaner Die Stadt wird durch amerikanische Truppen besetzt. Stadtkämmerer
                     Dr. Füllenbach wird von den Besatzungsmächten szum Oberbürgermeister ernannt.
18.04.1930 Einweihung der neuen evangelischen Notkirche in Mörsenbroich.
20.-24.4.1985 Auf der Königsallee findet der erste Bücherbummerl statt.
26.04.1990 Die Düsseldorfer Handwerkskammer wird gegründet.
29.04.1870 Eröffnung der Stadtbüchereien.


2010-1

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder
Günter und Gertrud Dörendahl, Unterrather Str. 111


Wir trauern um unser Mitglied
Siegrid Lippitsch
geb. Heiniz
* 06.05.1940 † 18.10.2009 †


Grußwort der 1. Vorsitzenden des Bürgervereins Unterrath-Lichtenbroich 1909 e. V. zum Jahreswechsel 2009/2010
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vereinsmitglieder!
Auch das Jahr 2009 wiederum war geprägt von diversen negativen Ereignissen, die Schlagzeilen machten.
Insbesondere zum Jahresende hin bedrückte uns alle das Schicksal der Mitarbeiter der Firmen Opel und Quelle.
Auf der anderen Seite glaube ich, dass die Talfahrt der Weltwirtschaftskrise so langsam ihr Ende finden wird und es wieder – wenn auch ein wenig mühsam – aufwärts geht.
Ich habe insgesamt ein gutes Gefühl für die Zukunft, verbunden mit Hoffnung und Zuversicht zu wiedergewonnenen bzw. wiederauflebenden Stärken und Werten unserer Gesellschaft. Wir alle werden das schon schaffen!
Aus sportlicher Sicht freut mich insbesondere der Aufstieg von Fortuna95 in die zweite Bundesliga. Vielleicht darf ich – so Gott will – in einem zukünftigen Grusswort noch einmal auf einen Aufstieg verweisen.
Das Jahr 2009 war für den Bürgerverein ein ganz besonderes Jahr. Wir haben mit einer entsprechenden Festschrift, Ausstellungen und tollen Veranstaltungen unser 100-jähriges Vereinsjubiläum begangen. Erinnern möchte ich beispielhaft an das Bürgerfest und den Tanzabend im Mai 2009.
Alle Veranstaltungen waren außerordentlich gut besucht und wurden bestens angenommen. Insbesondere hat mich gefreut, dass ich in vielen Einzelgesprächen erfahren durfte, welche Resonanz und Akzeptanz der Bürgerverein in der Unterrather und Lichtenbroicher Bevölkerung zuteil wird. Bei einem solchem Interesse und Zuspruch für unseren Verein, welchen wir ebenfalls von der Bezirksvertretung und Bezirksverwaltung aber auch von unserem Oberbürgermeister Dirk Elbers selbst erfahren, freue ich mich auf eine zukünftige erfolgreiche Vereinsarbeit.
Selbstverständlich werden wir uns auf unseren „Lorbeeren“ nicht ausruhen, sondern weiterhin tatkräftig die Entwicklung von Unterrath und Lichtenbroich fördern und mitgestalten. Im Namen des Vorstandes und natürlich auch persönlich möchte ich mich ganz herzlich bei allen Personen und Institutionen, die an der Gestaltung und Umsetzung der Vereinsaktivitäten im Jahr 2009 beteiligt oder in sonstiger Weise unterstützend tätig waren, bedanken.
Ein besonderer Dank gilt dem Ratsherrn und Bezirksvorsteher Jürgen Buschhüter sowie dem Leiter der Bezirksverwaltungsstelle 6, Hans-Günter Strerath.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes und frohes neues Jahr 2010.
Erika PriII  1. Vorsitzende

Jahresfahrt am 19. Juni 2010
Unsere diesjährigen Jahresfahrt führt uns zuerst zum „Internationalen Platz Vogelsang im Nationalpark Eifel“
In Vogelsang wurden einst junge Menschen dazu ausgebildet, für eine totalitäre Staatspartei kritik- und bedingungslose Gehorsamsdienste zu leisten. Die Relikte dieser Zeit müssen als Mahnung zu Menschlichkeit und Toleranz begriffen werden. In diesem Wissen wird sich Vogelsang zu einem weltoffenen, internationalen Platz entwickeln, der der Information, der Erholung und dem vielfältigen Lernen dient. Die Rundfahrt über das Gelände mit unserem Bus mit fachkundlicher Führung dauert 90 Min.
Die Abfahrt ist um 8.00 Uhr am DRK-Zentrum Plus, Eckenerstr 1/Ecke Kalkumer Str. Unser Mittagessen werden wir im „Restaurant zur alten Mühle“ in Heimbach einnehmen. Nach dem Mittagessen findet eine Rundfahrt mit der Rursee Bahn um den Rursee statt.
Die Kosten betragen:
42,00 Euro pro Person (für Mitglieder und einen Angehörigen)
45,00 Euro pro Person (für Gäste)
In dem Betrag sind enthalten: Die Fahrtkosten mit dem Bus, die Besichtigung Vogelsang, das Mittagessen, die Fahrt mit der Rursee Bahn.
Den Teilnehmerbetrag wollen Sie bitte ab sofort auf das Konto Karlheinz Kürpig Konto Nr.: 0245771600
BLZ 30060992 PSD Bank Rhein-Ruhr überweisen.
Bitte möglichst in Druckschrift schreiben. Absenderangabe bitte nicht vergessen. Da die Nachfrage sehr groß und die Teilnehmerzahl jedoch begrenzt ist, bitten wir unverzüglich den Teilnehmerbetrag zu überweisen. Als Anmeldung gilt der Eingang des Teilnehmerbetrages auf dem Konto. Die Buchung und Sitzplatzverteilung erfolgt in der Reihenfolge der eingehenden Zahlungen. Bei Verhinderung bitte Ersatzperson stellen, da kein Anspruch auf Erstattung besteht. Gäste sind, wie auch bei unseren anderen Veranstaltungen, herzlich willkommen. Gegen ca. 19.00 Uhr werden wir wieder in Unterrath sein.
Eine schöne Fahrt wünscht Ihnen schon jetzt
Der Vorstand
Änderungen vorbehalten.

Verdienstorden für Dr. Edmund Spohr
Der Vorsitzende der AGD, Dr. Edmund Spohr, erhielt am 05.10.2009 von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.
Dr. Spohr wurde am 14. März 1943 in Trier geboren und wuchs in Düsseldorf auf. Von 1962 bis 1967 studierte er Kulturwissenschaften und Architektur an der RWTH Aachen und beendete es als Dipl.Ing.
Seitdem ist er als freischaffender Architekt in Düsseldorf tätig mit den Schwerpunkten Wohnanlagen, Altenheime sowie Erstellung von Baugutachten und Denkmalpflege.
Mit dem Historiker Hatto Küfner gab er den Buchband „Düsseldorfeine Stadt zwischen Tradition und Vision“ heraus. An dem Erhalt des Ständehauses und dem Neubau des nordrhein-westfälischen Landtages hatte er wesentlichen Anteil.
Für diese Verdienste nahm er im Laufe seines Schaffens viele Ehrungen entgegen. Im Jahre 2003 bekam er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Für seine Aktivitäten der Stadtentwicklung und Denkmalpflege wurde er mit dem Jan-Wellem-Ring der Stadt Düsseldorf  ausgezeichnet.
Seit 1983 ist er Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine und trat damit die Nachfolge von Kurt Monschau an.
Der Bürgerverein Unterrath/Lichtenbroich wünscht Herrn Dr. Edmund Spohr noch viele gesunde Jahre seines Schaffens für das Wohl seiner Heimatstadt Düsseldorf.
E.P.

Wahl des neuen Bezirksvorstehers
In der letzten Ausgabe unseres Heimatblattes stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest, wer der neue Bezirksvorsteher der Bezirksvertretung 6 sein würde.
Mit 15 Ja Stimmen erhielt Jürgen Buschhüter die absolute Mehrheit und wurde in seinem Amt bestätigt.
Neben seiner vielseitigen Arbeit in der Bezirksvertretung ist er noch ehrenamtlich in vielen Gremien tätig.
Eine sehr wichtige Aufgabe ist seine Tätigkeit in der Behindertenhilfe. Er ist Vorsitzender der K.A.B. In der katholischen Jugend tritt er mit seinem Sohn Peter gerne in den Karnevalveranstaltungen des Vereins auf. Nicht zu vergessen ist sein Ratsmandat.
Der Vorstand des Bürgervereins sowie die Redaktion des Heimatblattes gratulieren Herrn Jürgen Buschhüter ganz herzlich zur Wiederwahl und wünschen ihm eine glückliche Hand für seine Aktivitäten.
E.P.

Allen Mitgliedern,
die im Januar und Februar
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.



Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich
– Die Bezirksregierung 6 nimmt zur Kenntnis, dass eine Sanierung des nördlichen Zubringers von der Verwaltung geplant ist. Der Rat der Stadt muss dieses Vorhaben noch förmlich beschließen.

Auf der ganzen Länge vom Ausbauende der BAB A52 bis zur Grashofstraße in beiden Fahrtrichtungen ist der nördliche Zubringer
sanierungsbedürftig.

Aufgrund des mit 3,0 m breiten Fahrspuren zu geringen Querschnitts ist eine starke Spurrillenbildung vorhanden. Zwischenzeitlich wurden die aufgetretenen Spurrillen mehrfach zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit beseitigt. Hierdurch hat der gebundene Oberbau zusätzlich an Tragfähigkeit verloren.

Der Oberbau soll nunmehr entsprechend der aktuellen Verkehrsbelastungen dimensioniert und vollständig erneuert werden. Im Rahmen dieser Sanierung werden die Fahrstreifen auf bis zu 3,50 m verbreitert.

Im Zuge der Gesamtmaßnahme wird gleichzeitig der Unfallschwerpunkt an der Kreuzung „Vogelsanger Weg“ in Fahrtrichtung Essen beseitigt. Zur Erhöhung der Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Knotens, Fahrtrichtung stadtauswärts, ist eine dritte Aufstellspur der Hauptfahrbahn vorgesehen sowie eine Verbreiterung der Linksabbiegespur des Vogelsanger Wegs auf 3,75 m.

Der Straßenbau soll während der Sommerferien 2010 erfolgen. Aufgrund der in diesem Zeitraum geringeren Verkehrsbelastung kann die Behinderung für den fließenden Verkehr minimiert werden.

Im Zuge der Bauarbeiten werden die stadtauswärts führenden Fahrspuren komplett gesperrt. Der Verkehr wird durch frühzeifig angekündigte, großräumige Umleitungen über die BAB A 44 Anschlussstelle Düsseldorf-Stockum, die BAB A 52 Anschlussstelle Düsseldorf-Rath und die BAB A 44 Anschlussstelle Ratingen-Ost geleitet.

Die stadteinwärtige Fahrtrichtung bleibt über die gesamte Bauzeit von 6 Wochen zweistreifig befahrbar. Die im Ausbaubereich befindliche Tankstelle bleibt anfahrbar.

Nach Erörterung mehrerer Alternativen wurde diese Verkehrsabwicklung im Einvernehmen mit der Bezirksregierung, der Polizei und Straßen.NRW als die am wenigsten beeinträchtigende Maßnahme festgelegt.

Die Gesamtbaukosten betragen ca. 3.000.000,00 Euro.

– Auf Nachfrage teilte die Verwaltung mit, dass die Querwindbahn des Flughafens für den Flugverkehr zurzeit nicht wiedereröffnet wird.

– Mehrheitlich beschloss die Bezirksvertretung die Verwaltung zu bitten, auf der gesamten Fallingbosteler Straße beidseitig ein absolutes Halteverbot einzurichten.

Zur Begründung wurde ausgeführt, dass die Fallingbosteler Straße mit der Unterführung eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen dem Lemgoer Weg und der Straße Auf der Reide ist.

Trotz der unübersichtlichen und engen Straßenführung werde dort zurzeit vermehrt geparkt, sodass aus diesem Grunde die Einrichtung des Halteverbots im Interesse der notwendigen Verkehrssicherheit geboten ist.

– Des Weiteren bat die Bezirksvertretung 6 mehrheitlich die Verwaltung um Prüfung, ob die Bushaltestelle Neu-Lichtenbroich um ca. 50 bis 100 m Richtung Ratingen verlegt werden und ob an dem gewünschten neuen Standort ein Wartehäuschen aufgestellt werden könne.

Zur Begründung wurde ausgeführt, dass sich die derzeitige Bushaltestelle nur wenige Meter von der Wohnbebauung befinde, deren Fenster und Balkone zur Straße bzw. Haltestelle ausgerichtet sind.

Die Anwohner würden sich über Geruchsbelästigungen sowie Lärm in den Abendstunden, der das Schlafen bei offenem Fenster unmöglich mache, beschweren.

Durch eine Verlegung wäre die Wohnbebauung weniger beeinträchtigt, da sich dort die Stirnwände der Häuser ohne Fenster und Balkone befinden.

– Ebenso beschloss die Bezirksvertretung einstimmig die Verwaltung zu bitten, die Schulwege zur Schule An der Golzheimer Heide durch zusätzliche Piktogramme Tempo 30 sowie Schilder „Achtung Kinder“ sicherer zu gestalten.

Die vorhandenen Piktogramme Tempo 30 sollten - soweit erforderlich - erneuert werden.

Für zusätzliche Piktogramme bzw. Schilder kommen insbesondere folgende Standorte in Betracht:
 Einmündung Rheinlandstraße / Lothringer Straße
 Einmündung Rheinlandstraße / An der Golzheimer Heide
 Einmündung Breisacher Straße / An der Golzheimer Heide
 Einmündung Breisacher Straße / Lothringer Straße

– Schließlich wurde die Verwaltung einstimmig gebeten zu prüfen, ob die vorhandene Querungshilfe in dem Bereich Falkenweg / Sandweg über die Straße Am Roten Haus durch einen Zebrastreifen oder andere Maßnahmen sicherer gestalten werden könne. In jenem Fall soll das Straßenbegleitgrün in diesem Bereich aus Gründen der Verkehrssicherheit zurück geschnitten werden.

Weiterhin soll geprüft werden, ob auf diesem stark frequentierten Schulweg insbesondere in den Wintermonaten Verkehrshelfer eingesetzt
werden können.

– Des Weiteren wurde die Verwaltung einstimmig gebeten zu prüfen, ob im vorderen Bereich des Spielplatzes Ziegelstraße - vor der Natursteinmauer in Blickrichtung Kittelbach - der Untergrund so hergerichtet werden könne, dass dort Boule / Boccia gespielt werden kann.

Weiterhin sollen die bis zur völligen Unkenntlichkeit verschmierten Hinweisschilder Kinderspielplatz erneuert und der Grünbereich auf dem genannten Spielplatz grundlegenden Pflegemaßnahmen unterzogen werden.

– In einem weiteren Prüfauftrag bat die Bezirksvertretung 6 einstimmig die Verwaltung, ob die Querung der Eckener Straße im Bereich Saargemünder Straße / Kehler Straße sicherer gestaltet werden könne z. B. durch einen Zebrastreifen oder eine Fußgängerinsel.

Mitgeteilt von Frau Rechtsanwältin Veronika Dalbert- Schneider

Blau Gelb will hoch hinaus ! !!!
... genauer gesagt aufs Matterhorn. Und da wollen die Unterrather Funken Blau Gelb eine Funkstation aufbauen und mal so richtig guteLaune über den Äther verbreiten. Funken eben – wie der Name schon sagt.

Hintergrund dazu: Es hat was mit dem Präsidenten Hermann zu tun. Nach 39 Jahren als Präsident der Gesellschaft soll ihm auf diese Art und Weise besonders gedankt werden. Es ist seine letzte Session und dazu haben die Blau Gelben natürlich etwas ganz Besonderes vor: eine Prasidentenverabschiedung mit allem „Tschingdarrassa“ der nur möglich ist.

Hermann Schmitz ist neben seinen vielen Hobbys und Talenten ein begeisterter Bergsteiger. Hat dabei viele Alpengipfel bezwungen und sich auch am Mt. Mc Kinley in Kanada versucht (und vernünftigerweise knapp unter dem Gipfel abgebrochen). Auf dem Matterhorn war er noch nicht. Deshalb errichten die Blau Gelben kurz entschlossen eine Funkbude auf dem Matterhorn, locken ihn auf 4.478 m Höhe und verbreiten Jucks und Dollerei a la Unterrath über den Äther.

Dazu wird die Bühne im Festzelt an der Kartäuser Straße zu einer Hochalm mit Bergführern und Turnschuhbergsteigern, mit Heidi und Ötzi, mit Hermann als Luis Trenker? und Uschi Pannenbecker als Geierwally?

Die Anreise zu den Veranstaltung ist kein Problem. Es stehen jede Menge kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Oder doch besser mit der Straßenbahn kommen? Dann mit der Linie 707 bis zur Haltestelle „Am Röttchen“. (... is vielleicht besser so!!! weil es Schumacher Alt im Zelt gibt.)

Und wie kommt man an Karten?:
Ab dem 11.11.2009 beginnt der freie Verkauf der nicht vorbestellten Karten bei der Bäckerei Schmitz, Kalkumer Str. 2 oder per Internet
www.Unterrather-Funken.de


Die Geschichte des Karnevals

Die Herkunft des Begriffs Karneval ist nicht abschließend geklärt. Oft wird er vom lateinischen Begriff carne vale abgeleitet und soll übersetzt
heißen „Fleisch, lebe wohl!“.

Teilweise wird auch vertreten, dass der Begriff auf das römische, vorchristliche Wort carrus navalis zurückzuführen ist, einem Schiffskarren
oder einem Schiff auf Rädern, das bei jährlichen Umzügen zum Wiederbeginn der Schifffahrt durch die Straßen getragen wurde. Hieraus soll sich die Tradifion des Narrenschiffs gebildet haben.

Der Begriff Karneval findet sich auch im internationalen Sprachraum, wie z. B. der Karneval in Rio, Karneval in Venedig, der Karneval von
Quebec oder Karneval in Cádiz. Bekannt ist auch der Karneval in Stavelot und anderen ostbelgischen Kantonen.

Der Karneval findet fast ausschließlich in katholischen, in abgewandelter Form auch in orthodoxen Gebieten statt.

Dies hängt sicherlich nicht nur mit der Fastenzeit zusammen, sondern auch mit dem früher stärker vorherrschenden Katholizismus als Lebensform.

Mit der Reformation im 16. Jahrhundert verschwand in den überwiegend evangelischen Gebieten mit dem Aschermittwoch auch die Fastnacht.

Eine Ausnahme war Basel, wo die Fastnacht nie dauerhaft abgeschafft wurde.

Letztlich bezeichnet man als Karneval verschiedene Bräuche um die Zeit vor dem Aschermittwoch. Man feiert aus Ausgelassenheit, Fröhlichkeit
und überschäumender Lebensfreude.

Diese Bräuche haben sich in den zahlreichen Karnevalshochburgen mit spezifischen Eigenarten entwickelt.

Ihren Ursprung haben die Bräuche in einer christianisierten Form der heidnischen Winteraustreibung, wobei ein Bezug zur chrisflichen
Fastenzeit entstand.
 
Weitere wichtige Einflüsse sind die Narretei, Lokalpatriotismus und die Verhöhnung der französischen Besatzung am Anfang des 19. Jahrhunderts.

Vorläufer des Karnevals wurden bereits vor 5000 Jahren im Zweistromland gefeiert. Eine altbabylonische Inschrift aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. gibt Kunde davon, dass unter dem Priesterkönig Gudea ein siebentägiges Fest gefeiert wurde und zwar nach Neujahr als symbolische Hochzeit eines Gottes. Die Inschrift besagt: „Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herrn Seite. Die Mächtige und der Niedere sind gleichgeachtet.“

Hier wird zum ersten Mal das Gleichheitsprinzip bei ausgelassenen Festen praktiziert. Dies ist bis heute ein charakteristisches Merkmal des Karnevals.

Die Römer feierten ihre Saturnalien zu Ehren ihres Gottes Saturn. Das Fest war verbunden mit einem öffentlichen Gelage, zu dem jedermann aus jeder Gesellschaftsschicht eingeladen war.

Hinrichtungen wurden während der Saturnalien hinten angestellt.

Sklaven und Herren tauschten zeitweise die Rollen, feierten und saßen gemeinsam myrtenbekränzt bei Tische, tranken und aßen nach Herzenslust, konnten jedes freie Wort wagen und überschütteten sich mit kleinen Rosen.

Aus den Rosen entstand möglicherweise das in unseren Tagen verwendete Konfetti.

Zudem veranstalteten die Römer farbenprächfige Umzüge, bei denen ein geschmückter Schiffswagen umhergezogen wurde.

Im mittelalterlichen Europa feierte man - zwar in Kirchen, jedoch nicht kirchlich - „Narrenfeste“ vom 12.Jahrhundert bis zum Ende des 16.
Jahrhunderts um den Epiphaniastag (6. Januar). Dabei übernahmen die unteren Kleriker vorübergehend Rang und Privilegien der höheren
Geistlichkeit. Kirchliche Rituale wurden parodiert; selbst ein „Pseudopapst“ wurde gekürt.

Im Barock und Rokoko wurden vor allem auf Schlössern und an den Fürstenhöfen rauschende Karnevalsfeste gefeiert, deren Masken
sich stark an die italienische Commedia dell‘ Arte anlehnten.

Während in den Städten vermehrt Handwerkszünfte - und dort insbesondere die jungen Gesellen - den Karneval ausrichteten, übernahm im frühen 19. Jahrhundert insbesondere im rheinischen Raum das Bürgertum die Festveranstaltung, da Zünfte in den Spätfolgen der Französischen Revolution und dem Einmarsch von französischen Truppen unter Napoleon an Bedeutung verloren bzw. aufgelöst wurden. Das Bürgertum feierte zwar nach wie vor närrische Maskenbälle. Die Straßenfastnacht war aber nahezu ausgestorben. So wurde zur Wiederbelebung 1823 in Köln eine neue Art der Straßenfastnacht begründet: der heutige Karneval.

In anderen Ländern konnte sich der Karneval kaum etablieren. So gerieten in England viele Bräuche aufgrund der Reformation Heinrichs VIII. in Vergessenheit, die sich daher auch nicht in den USA festigen konnten.

Als einzige Ausnahme gilt hier historisch bedingt New Orleans. Dies hat aber damit zu tun, dass New Orleans damals zunächst von der französischen Tradition geprägt war. Bekanntlich war damals in Frankreich der Katholizismus vorherrschend, sodass die Einwanderer die Traditionen begründeten.
VDS

Neujahrssingen der Chorfreunde Düsseldorf-Nord

Am Sonntag, dem 17. Januar 2010 veranstalten die Chorfreunde Düsseldorf-Nord unter Federführung des Männerchores Mannesmann-Eintracht 1882 ein Neujahrssingen im Vereinshaus der katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Oberrath, Rather Kirchplatz 14.
Die Chorfreunde Düsseldorf-Nord, zu denen auch die Unterrather Männerchöre Eintracht 1883 und Concordia 1920 gehören, würden
sich sehr freuen, Sie verehrte Leser, zu diesem unterhaltsamen Liedermorgen begrüssen zu dürfen.
Beginn: 11.00 Uhr, Einlaß ab 10.00 Uhr, Eintritt: 8,00 Euro. Kartenverkauf bei den Chormitgliedern und an der Tageskasse.
Der Vorstand

Erinnerungsdaten 2010 für Düsseldorf

01.01.1850 Die Oberpostdirektion wird eröffnet.
01.01.1975 Die Stadtteile Wittlaer, Angermund, Hubbelrath, der südliche Teil der Gemeinde
                     Hasselbeck-Schwarzbach aus der Stadt Erkrath und der Stadtteil Unterbach werden eingemeindet.
02.01.1905 Ein Gesetz zur Errichtung des Oberlandesgerichts in Düsseldorf wird erlassen.
06.01.1655 Errichtung der Sakramentsbruderschaft in St. Lambertus.
11.01.1815 Ein Blitz setzt den Turm von St. Lambertus in Brand. Der Schlossermeister Josef Wimmer rettet den
                    Turm.
16.01.1970 Das neue Schauspielhaus an der Bleichstraße wird eröffnet.
27.01.1930 In Oberkassel wird das neue Sparkassengebäude eröffnet.
03.02.1910 Mit dem Abbruch der von Adolph von Vagedes angebauten Seitenflügel des Schlosses Jägerhof und
                     des Marstalles wird begonnen..
03.02.1925 Kunstmaler Eduard von Gebhardt, Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf, gestorben.
07.02.1925 Eröffnung des „Kleinen Hauses“ der Städtischen Bühnen.
08.02.1810 Norbert Burgmüller, Komponist, in Düsseldorf geboren.
14.02.1825 In Düsseldorf findet der erste Rosenmontagszug statt.
15.02.1905 Der Rheinische Frauenclub wird gegründet.

Neue Leitung im Seniorenheim „Zum Königshof“

Birgit Kleekamp ist neue Leiterin in Unterrath. Sie leitet auch das Walter Kobold Haus in Wittlaer. Frau Kleekamp betonte bei ihrem Antritt, dass ihr kompetente Mitarbeiter zur Seite stehen, ansonsten könnte sie nicht zwei Altenheime gleichzeitig betreuen.

Im Jahre 2003 wurde das Seniorenzentrum an der Unterrather Straße eröffnet und gehört seit dieser Zeit zu den hervorragenden Einrichtungen für die Betreuung alter und kranker Menschen.

Das Haus bietet den Bewohnern verschiedene Veranstaltungen, sodass sie einen abwechlungsreichen Alltag haben. Für die Bewohner ist die gute Anbindung an den Stadtteil von großer Wichtigkeit.

Der Bürgerverein Unterrath/Lichtenbroich wünscht Frau Kleekamp eine erfolgreiche Arbeit in den kommenden Jahren und hofft auf einen konstruktive Zusammenarbeit.
E.P.

HOFFNUNG
Und dräut der Winter noch so sehr
mit trotzigen Gebärden,
und streut er Eis und Schnee umher,
es muß doch Frühling werden.
Blast nur, ihr Stürme, blast mit Macht,
mir soll darob nicht bangen,
auf leisen Sohlen über Nacht
kommt doch der Lenz gegangen.
Drum still! Und wie es frieren mag,
o.Herz, gib dich zufrieden,
es ist ein großer Maientag
der ganzen Welt beschieden.
Und wenn dir oft auch bangt und graut,
als sei die Höll‘ auf Erden,
nur unverzagt auf Gott vertraut!
Es muß doch Frühling werden.

Emanuel Geibel  
Quelle: Ludwig Reiners, Der ewige Brunnen


2009-6

Wir trauern um unser Mitglied
Hubert Kukalla
* 7.12.1913 † 3.10.2009 †



Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder

Sylke Hartmann, Im Schlank 39
Dieter und Rita Veuskens, Auf der Reide 27



Martinszüge in Unterrath und Lichtenbroich

Kartause-Hain-Schule, Unterrather Straße, Dienstag, den 3. November 2009 Um 17.15 Uhr geht es los vom Schulhof Unterrather Str. 76 über die
Ahornallee, Beedstr., Im Huferfeld, Am Walbert, Kartäuserstr. zum Schützenplatz. Dort bilden ein Martinsfeuer und die Mantelteilung den
traditionellen Abschluss.

Lichtenbroich Mittwoch, den 4. November 2009 Aufstellung ab 16.30 Uhr am Einbrunger Weg. Beginn des Zuges um 16.45 Uhr. Zugweg: Einbrunger Weg, Krahnenburgstr., Lichtenbroicher Weg, Volkardeyer Weg, Buchholzer Weg, Niederbeckstr. zur Wiese am Einbrunger Weg. Dort findet die Mantelteilung statt.

Elsa-Brandström-Schule Donnerstag, den 5. November 2009 Start ca. 16.45 Uhr auf dem Schulhof der Elsa Brandström Schule. Zugweg: An der Golzheimer Heide, Mühligweg, Buchfinkenweg, Birkhahnweg, Wildentenweg, Mühligweg, Diezelweg, Krönerweg, Golzheimer Heide zum Schulhof der St. Bruno-Schule. Dort findet die Mantelteilung statt.

Oberbürgermeister veranlasste unverzügliche Beseitigung der Missstände in der Grünanlage Unterrather Straße zwischen Wangerooge- und Syltstraße

Im Heft 5 des Heimatblattes veröffentlichte die Redaktion eine Eingabe des Vorstandes des Bürgervereins vom 27.07.2009 an den Oberbürgermeister. Der Eingang dieses Schreibens wurde unverzüglich bestätigt und an das Dezernat für öffentliche Einrichtungen mit der
Bitte um Prüfung des Sachverhaltes weitergeleitet.

Mit Schreiben vom 19.08.2009 wurde mitgeteilt, dass die ersten Arbeiten (Aufstellen von Bänken) begonnen haben und die folgenden
Arbeiten an den Wege- und Gehölzflächen innerhalb der nächsten zwei Wochen durchgeführt würden.

Zwischenzeitlich präsentiert sich die Grünanlage wieder in einem optisch einwandfreien Zustand.

Da das Heimatblatt für den Monat September/Oktober 2009 bereits Mitte August 2009 in Druck war, war es der Redaktion leider nicht
mehr möglich, die vom Oberbürgermeister veranlassten Aktivitäten im Hinblick auf das Begehren des Bürgervereins in das Heimatblatt
aufzunehmen. An dieser Stelle sei nochmals daran erinnert, dass das Heimatblatt mangels Vorhandensein eines hauptamtlichen Redakteurs
von Mitgliedern des Bürgervereins ehrenamtlich verfasst wird.

Namens und im Auftrag des Vorstandes des Bürgervereins bedankt sich die Redaktion ausdrücklich beim Oberbürgermeister persönlich
für sein unverzügliches Engagement in dieser Angelegenheit und hofft, dass er sich auch künftig, wie auch in der Vergangenheit, der Belange der Unterrather und Lichtenbroicher Bürger und Bürgerinnen prompt und engagiert annimmt.

Die Redaktion

Schützenfest in Unterrath

Das letzte Schützenfest des Jahres stand unter einem besonders guten Stern. Dass die Schützen feiern können ist bekannt. Dass sie aber auch Menschen in Not helfen, wissen die wenigsten. Ein Kamerad der Gesellschaft Rheinische Jäger ist an Leukämie erkrankt, ebenso der kleine Arthur aus Oberkassel. Der Schützenchef Heinz Schulten und seine Kameraden riefen zu Blutspenden auf.

Es meldeten sich 5000 Bürger und Bürgerinnen, die zu einer Typisierung bereit waren. Dadurch wurden geeignete Spender gefunden.
Beiden Patienten geht es inzwischen gut, und es kann mit einer baldigen Genesung gerechnet werden.

Das Schützenfest begann mit einem Feldgottesdienst auf dem Gelände der Behindertenhilfeeinrichtung Haus St. Josef. Beim Empfang am Sonntag im Gemeindesaal der Petruskirche bedankte sich Herr Schulten bei allen Anwesenden für die große Hilfsbereitschaft.

Das herrliche Spätsommerwetter machte das Schützenfest zu einem großen Ereignis. Festlich geschmückte Straßen und fröhliche Menschen sahen wieder einen bunten Festzug, an dem 800 Schützenkameraden, viele aus anderen Orten, teilnahmen. Viel Freude bereiteten wieder die kleinen Pagen die unter ihrer neuen Pagenmutter Alexandra Kobitzki im Zug mitmarschierten. Viele Musikkapellen gaben dem bunten Zug eine besondere Note.

Am Montag wurden wie immer, die neuen Majestäten ausgeschossen. Das mit großer Spannung erwartete Ereignis dauerte in diesem
Jahr nur kurz, dann stand der neue König des Regimentes fest. Ralph Koenen von der Gesellschaft „Hubertus Jäger“ schoss den begehrten
Vogel ab. Zu seiner Königin machte er seine Ehefrau Irmi. Herr Koenen ist auch Mitglied des Bürgervereins. Kronprinz wurde Stefan
Schmitz von der Gesellschaft „Rheinische Jäger“. Seine Kronprinzessin ist Daniela Bender von der Gesellschaft „Graf Waldersee“. Der
Pagenkönig wurde bereits am Sonntag ermittelt. Es ist Kevin Grün von der Gesellschat „Marine-Tambour-Korps“. Pagenkönigin wurde
Hannah Kessing von der Gesellschaft „Hubertus Jäger“.

Der Bürgerverein Unterrath/Lichtenbroich wünscht allen Majestäten ein erfolgreiches Schützenjahr. Der Dienstagabend war der Höhepünkt des Schützenfestes. Mit einem wunderschönen Krönungsball mit anschließendem Zapfenstreich ging das Schützenfest des Jahres 2009 zu Ende.

E.P.

Aus der Bezirksvertretung 6

Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich

– Die Bezirksvertretung wurde im September 2009 darüber informiert, dass um den ISS Dome zwei zusätzliche Parkplätze eingerichtet
werden.
An der Kikkomanstraße sollen 300 Parkplätze entstehen; an Gut Heiligendonk 680 Parkplätze.
Auch soll die lange geplante Verlängerung der Linie 701 entlang der S-Bahnlinie mit Durchstich im Gewerbegebiet alsbald realisiert
werden. Der Hinzuerwerb von Grundstücken ist nahezu abgeschlossen. Die Planung für die Realisierung der Verlängerung der Linie 701 ebenfalls. Es bedarf noch der Zustimmung der Bezirksregierung. Die Baggerarbeiten sollen Anfang 2010 beginnen.

– An der Hoferhofstraße 76-78 ist geplant, das bestehende Doppelhaus abzubrechen und stattdessen ein Il-geschossiges Wohnhaus
mit 8 Wohnungen und 8 Garagen zu errichten. Das Grundstück liegt im Geltungsbereich eines rechtsverbindlichen Bebauungsplanes, der das Gebiet als reines Wohngebiet ausweist und u. a. eine Baulinie, eine Grundflächenzahl von 0,4, eine Geschossflächenzahl von 0,7 und Zweigeschossigkeit festsetzt.
Durch das geplante Bauvorhaben wird die Baulinie straßenseitig geringfügig überschritten. Die Verwaltung hat keine Bedenken gegen die Erteilung der Befreiungen, da sie die Abweichungen städtebaulich für vertretbar hält. Die Baulinie werde nämlich nur  geringfügig überschritten. Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl werden deutlich unterschritten.
Demgemäß beschloss die Bezirksvertretung einstimmig die Erteilung des Vorbescheides einschließlich der erforderlichen Befreiungen
hinsichtlich des Abweichens von der Baulinie.

– Im Rahmen des Entwurfs des Lichtmasterplanes 2 der Stadt Düsseldorf wurde die Verwaltung beauftragt, neben allen Bezirksvertretungen
auch den Ausschuss für Umweltschutz, den Kulturausschuss, den Landschaftsbeirat und die Öffentlichkeit zu beteiligen.
Von der Bezirksvertretung 6 wurde vorgeschlagen, die Skulptur des Kartäusermönches am Kittelbach zu beleuchten. Die Verwaltung folgte dieser Anregung.
Aus der Bürgerschaft wurde vorgeschlagen, die kleine Grundschule an der Kalkumer Straße 85 mit in den Lichtmasterplan 2 aufzunehmen. Auch dieser Stellungnahme wurde gefolgt.

– Vor langer Zeit hatte die Bezirksvertretung 6 die Verwaltung gebeten, eine Wegweisung für Radfahrer im Bereich Kürten-/Dorstener
Straße vorzunehmen.
Inzwischen wurden an vier Punkten die gewünschten Fahrradwegweiser montiert, sodass die Radverkehrsführung in Richtung Unterrath durch die Dorstener Straße jetzt eindeutig zu erkennen ist. In Gegenrichtung wurden ebenfalls Wegweiser installiert, sodass die Führung zum signalisierten Übergang in Höhe Hasper Straße gut zu erkennen ist.

– Die Bezirksvertretung 6 hatte in ihrer Sitzung am 19.09.2007 die Verwaltung um Modernisierung und Verbesserung der Innenausstattung der Jugendfreizeiteinrichtung Ammerweg gebeten. Die Verwaltung teilte hierzu mit, dass die Bodenbelagsarbeiten in der Diskothek im Untergeschoss durchgeführt werden, da noch Restmittel des ersten Bauabschnitts zur Verfügung stehen. Des Weiteren werden im Zusammenhang mit dem ersten Bauabschnitt die restlichen Installationsarbeiten / Montage der Rauchmelder und Rauchabzüge fertig gestellt. Abschließend sollen noch diverse Elektroarbeiten in der Diskothek durchgeführt werden, damit diese wieder in vollem Umfang genutzt werden kann.

– Am 24.10.2007 hat die Bezirksvertretung 6 die Verwaltung gebeten, in dem Kreuzungsbereich der Unterrather Straße / Kalkumer Straße eine zweispurige Linksabbiegemöglichkeit in Richtung 23 Innenstadt einzurichten und die Ampelschaltung entsprechend anzupassen.
Hierzu teilte die Verwaltung mit, dass die Einrichtung einer zweispurigen Linksabbiegemöglichkeit von der Unterrather Straße in die Kalkumer Straße in Richtung Innenstadt eine komplizierte Signalregeländerung mit Nachteilen für die derzeit optimierte Straßenbahnabwicklung zur Folge hätte.
Die baulichen, markierungs- und elektrotechnischen Änderungen (einschließlich erforderlicher Maßnahmen zur ÖPNV-Förderung) würden zudem einen erheblichen finanziellen Aufwand erfordern. Darüber hinaus bedinge eine reibungslose Verkehrsabwicklung des zweispurigen Linksabbiegens die Freihaltung des rechten Fahrstreifens der Kalkumer Straße vor dem Haus Nr. 159 von parkenden Fahrzeugen.
Selbst das Rangieren bei der Einfahrt in die in unmittelbarer Kreuzungsnähe gelegenen Längsparkstände stellt bereits eine Gefährdung für die räumenden Linksabbieger dar. Aus Sicherheitsgründen müssten diese Längsparkstände zurückgebaut,  der Gehweg mit Kettenpfosten gegen Auffahren gesichert und für die Fahrbahn ein absolutes Halteverbot eingerichtet werden. Eine dauerhafte Verkehrsüberwachung zur Verhinderung des Parkens in zweiter Reihe wäre wegen des hohen Parkbedarfs aufgrund der dort vorhandenen Geschäfte, die unvermeidliche Konsequenz.
Aufgrund von Sicherheitsbedenken, dem erheblichen finanziellen Aufwand und der Nachteile für die Geschäfte durch die entfallenen Stellplätze wird die Einrichtung einer zweispurigen Linksabbiegemöglichkeit in Richtung Innenstadt seitens der Verwaltung nicht befürwortet.
Gleichsam wurde die Verwaltung gebeten, gemeinsam mit der Rheinbahn zu prüfen, welche Maßnahmen zur Minderung der die Anwohner der Unterrather- / KaIkumer- / Eckener Straße, insbesondere im Kreuzungsumfeld, in ihrer Lebensqualität und Gesundheit beeinträchtigen Lärm-, aber auch Schadstoftbelastungen, geeignet sind, sowie ein Umsetzungsrahmen zu erstellen und das Ergebnis mitzuteilen.
Aus der Sicht der Rheinbahn ist ein konkreter Handlungsbedarf nicht vorgesehen. Es sei wohl unstrittig, dass die Straßenbahn das umweltfreundllichste Verkehrsmittel sei. Die alten gelben Straßenbahnzüge vom Typ GT8 mit Beiwagen, die zur Zeit noch auf der Linie 707 eingesetzt werden, werden zudem voraussichtlich bis 2011 / 2012 ausgemustert und durch moderne Niederflurfahrzeuge ersetzt.
Zudem verfüge die Rheinbahn in den letzten Jahren durch vorgezogene Neubeschaffungen über eine sehr moderne Busflotte, die die Euronorm 5 für Partikelimmissionen erfüllen. Seit 2006 werden bei der Rheinbahn nur noch Neufahrzeuge mit EEV-Standard beschafft. Bei diesem Standard werden die Grenzwerte, die durch die Euro 5 Schadstoffldasse vorgegeben sind, noch weiter unterschritten.
Die Verwaltung teilte mit, dass die Begrünung der Gleisanlagen im Kreuzungsbereich zwar grundsätzlich zu einer Minderung des Schienenverkehrslärmes führe. Der Lärmminderungseffekt für die gesamte Straße im Mittel sei jedoch im Hinblick auf den Straßenverkehr
kaum wahrnehmbar.
Zudem würde die Einrichtung eines Rasengleises mit einem eigenen Gleiskörper einen größeren Abstand zwischen den Gleisen erfordern. Dies hätte eine Verbreiterung des stadteinwärtsführenden Gleiskörpers und somit eine Änderung der Straßen-Geometrie zur Folge. Die dem Gleis benachbarte Fahrbahn würde in Richtung Bebauung parallel zur Gleiszone zu Lasten der Gehwegbreite verschoben werden.
Aufgrund der zudem hohen Umbaukosten und der nur eingeschränkten Verbesserung des Mikroklimas bei Einbau von Rasengleisen wird von einer Begrünung der Gleisstraße vor dem Haltestellenbereich abgesehen.

Mitgeteilt von Frau Rechtsanwälfin Veronika Dalbert-Schneider

Bezirksvertretung 6 verabschiedete langjährige Mitglieder.
Karl Heinz Kleinridders gehörte seit 21 Jahren der Bezirksvertretung an. Franz Josef Claes scheidet nach 5 Jahren aus. Ruth Rings, als Nachfolgerin von Petra Geyer war seit 2008 Mitglied der Bezirksvertretung. Walter Beeker kandidierte nicht mehr und schied nach 15 Jahren aus. Er hat sich besonders für die Belange der Lichtenbroicher Bürger und Bürgerinnen eingesetzt, z.B. für eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Er will sich künftig mit anderen Dingen beschäftigen, schließt allerdings nicht aus, sich später wieder einmal zur Wahl zu stellen.
E.P.

Allen Mitgliedern,
die im November und Dezember
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr. 

Weihnachtsmarkt 2009
Am Samstag, 21.11. und Sonntag. 22.11.2009, veranstaltet die KABGemeinschaft im Antoniusheim von St. Maria unter dem Kreuze wieder
ihren traditionellen Weihnachtsmarkt, zu dessen Besuch alle Bürgerinnen und Bürger aus Unterrath, Lichtenbroich und Umgebung herzlich eingeladen sind. Der Markt ist geöffnet am Samstag von 15 - 18 Uhr und am Sonntag von 10 - 17 Uhr. Angeboten werden neben Adventsgestecken, Weihnachtsgeschenken, Bastelarbeiten, Weihnachtskarten, Plätzchen, Marmeladen, Südfrüchten und einer großen Tombola auch Speisen und Getränke sowie Kaffee und Kuchen. Mit dem Erlös soll notleidenden und sozial benachteiligten Mitmenschen geholfen werden.
Über einen regen Besuch unserer Veranstaltung würden wir uns sehr freuen.
Der Vorstand

Tolle Entwicklung für den Düsseldorfer Norden

Die Erfolgsgeschichte der Airport-City setzt sich fort:
Am 1. September wurde in Anwesenheit von Oberbürgermeister Dirk Elbers der Grundstein für die Siemens Hauptverwaltung gelegt. 600
bisher auf verschiedene Standorte verteilte Mitarbeiter erhalten damit schon bald eine neue Firmenadresse.
Siemens und Düsseldorf verbindet eine 130 Jahre alte Geschichte. Mit dem neuen, zukunftsweisenden Büroprojekt wird das Gelände der ehemaligen Kasernen am Flughafen weiter komplettiert.Dass sich auch in schwierigen Zeiten die Baukräne in Düsseldorf weiter
drehen, zeigt die Qualität unserer Stadt und des Standortes „Airport-City“.

Ein ganz wichtiger Meilenstein für den Düsseldorfer Norden - und insbesondere für Unterrath und Lichtenbroich ist der Bau der neuen
Feuerwache Nord. Damit geht ein lange gehegter Wunsch der Bürgerinnen und Bürger der nördlichen Stadtteile endlich in Erfüllung. Seit
10 Jahren wird die neue Feuerwache gefordert. Immer wieder hat sich die BV 6 energisch dafür eingesetzt, dass der Norden in Sachen
Brandschutz und Rettungsdienst besser versorgt wird. Für 11,3 Millionen Euro baut die Stadt jetzt eine neue Wache - auch nach modernen
Standards zur Energieeinsparung. Damit wird zum einen der Entwicklung in der Airport-City, auf dem ehemaligen Kaufringgelände und an der Theodorstraße Rechnung getragen. Vor allem aber soll das Schutzziel für die Bevölkerung gewährleistet werden, dass Feuerwehr und Rettungsdienst im Notfall in höchstens acht Minuten vor Ort sein sollen.

Am Beispiel dieser beiden Projekte kann man nachvollziehen, dass es in Düsseldorf auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter vorangeht.
Ich bin sicher, dass die Bezirksvertretung 6 - auch in ihrer neuen Zusammensetzung - ihre Möglichkeiten für diese positive Entwicklung intensiv nutzen wird.

Jürgen Buschhüter, Bezirksvorsteher und Ratsherr

100 Jahre Eingemeindung

Wersten, Himmelgeist, Eller, Gerresheim, Ludenberg, Rath, Stockum und Heerdt – acht Gemeinden wurden vor 100 Jahren zur Stadt Düsseldorf
eingemeindet. Am 1. April 1909, nach der ersten und größten Eingemeindungswelle, lebten 350.000 Menschen in der Stadt – 55.000 mehr als zuvor. Jede Eingemeindung war ein Ergebnis harter Verhandlungen. denen ein Vertragsschluss folgte. Jede Gemeinde versuchte von der Stadt, im Tausch gegen ihre Unabhängigkeit, beste Konditionen zu erhalten.

Wersten
Als Wersten am 1. April 1908 offiziell Teil von Düsseldorf wurde, war das die erste Gebietsvergrößerung durch einen Vorort seit mehreren
Jahrhunderten. Die Ortschaft hatte 5.555 Einwohner und 357,3 Hektar Fläche. Sie gehörte zur Landgemeinde Himmelgeist-Wersten, die
Teil des Landkreises Düsseldorf war. Vom dortigen Landrat gab es Widerstand gegen die Abtrennung von Teilen des Kreises. In Wersten fürchtete man mangelnde Bürgernähe. Erst nach Vermittlung des Regierungspräsidenten stimmten die Werstener im Gemeinderat der Eingemeindung zu. Himmelgeist blieb zunächst selbstständig.

Himmelgeist
Der ländlich geprägte Ort hatte damals 700 Einwohner und 761 Hektar Fläche. Die Himmelgeister Gemeinderatsmitglieder hatten 1908,
anders als die Werstener, den Verbleib im Landkreis bevorzugt. Doch die Restgemeinde war so nicht lebensfähig. Somit währte die
Selbstständigkeit Himmelgeists nur 365 Tage. Der Gemeinderat stand vor zwei Möglichkeiten für eine Eingemeindung: nach Benrath
oder Düsseldorf. Letztlich gab die engere Verflechtung mit Düsseldorf, wohin die meisten landwirtschaftlichen Güter abgesetzt wurden,
den Ausschlag. Der Gemeinderat votierte schließlich für die Eingemeindung nach Düsseldorf, die am 1. April 1909 in Kraft trat.

Eller
Unproblematisch verlief hingegen die Eingemeindung von Eller. Die 1.110 Hektar große Landgemeinde verzeichnete einen großen Zuzug von Arbeitern und zählte 1908 schon 10.000 Einwohner. Aus Eller selbst kamen Signale „pro“ Düsseldorf, ohnehin wurde der Ort mit Strom und Wasser aus der Stadt versorgt. Die Steuereinnahmen waren gering und die Infrastruktur schlecht. Verhandelt werden musste über Forderungen wie Errichtung einer höheren Schule, Anbindung mit der Straßenbahn oder Höhe der Grundsteuer. Obwohl Düsseldorf nicht alle Forderungen erfüllte, wurde Eller Teil der Stadt.

Gerresheim
Einen rapiden Aufstieg zum Industriegebiet erlebte Gerresheim. 1863 errichtete Ferdinand Heye die später in ganz Deutschland bekannte
Glashütte. 3.000 der 15.000 Einwohner arbeiteten 1909 in der Glashütte. Die rund 555 Hektar große Gemeinde wurde von Düsseldorf mit Strom, Gas und Wasser versorgt. Eine Straßenhahnverbindung war vorhanden. Die Initiative zur Eingemeindung ging von einer Gerresheimer Bürgervereinigung aus. Aber Bürgermeister und Stadtverordnete waren zunächst dagegen. Ende 1908 gab es doch noch Gespräche zur Eingemeindung, die 1909 zum Abschluss führten.

Ludenberg
Die Landgemeinde Ludenberg hatte zunächst alle Eingemeindungspläne kategorisch abgelehnt. Ludenberg war rein ländlich geprägt. Aus Düsseldorfer Sicht war der Ort zum Bau neuer Wohngebiete gut  geeignet. Wegen der Verschuldung Ludenbergs kam es Anfang 1909 zwischen Vertretern der 1.504 Hektar großen, rund 4.000 Einwohner zählenden Gemeinde und den Düsseldorfern doch zu Gesprächen. Im Februar 1909 stimmte der Gemeinderat der Eingemeindung zu.

Rath
Die Initiative zur Eingemeindung von Rath ging von seinen Bürgern selbst aus. Rath war zu Beginn des 20. Jahrhunderts schon sehr industriell. 1907 war die Einwohnerzahl auf 12.715 gestiegen. Obwohl sehr wohlhabend – Rath war geprägt von zahlreichen Industriebetrieben –, verfolgten die Rather mit der Eingemeindung zwei Hauptziele: die Errichtung einer Kanalisation und günstigere Gas und Wasserpreise wie in Düsseldorf üblich. Auch Düsseldorf war sehr an Rath und seinem Gewerbeangebot interessiert – so kam es zum Verbund.

Stockum
Ein Bürgerverein machte sich für die Eingemeindung Stockums stark, die der Gemeinderat am 3. Februar 1909 beschloss. „Die Interessen
von Stockum sind heute schon ganz nach Düsseldorf gerichtet“, hieß es in der Begründung zum Eingemeindungsvertrag. Als ländlich geprägter Ort mit über 320 Hektar Fläche und 806 Einwohnern konnte er nur von einer Eingemeindung durch Düsseldorf profitieren.

Heerdt
Die geografisch bedeutsamste Eingemeindung war die der linksrheinischen Gemeinde Heerdt. Düsseldorf griff damit zum ersten Mal auf
das andere Rheinufer über. Noch 1895 war Heerdt recht isoliert, zählte nur 4.400 Einwohner. Der Bau der Oberkasseler Rheinbrücke durch die Rheinische Bahngesellschaft brachte 1898 den Durchbruch. Trotz der guten Anbindung nach Düsseldorf prüften die Heerdter auch ein Eingemeindungsangebot der Stadt Neuss. Doch am Ende entschied man sich klar für Düsseldorf.

Quelle: Rathaus Magazin Nr. 2 2009



Concordia 1920 Mitglied im Sängerbund NRW
Weihnachtsmatinee am 2. Adventssonntag Der Männer- und Frauenchor Concordia 1920 Düsseldorf-Unterrath veranstaltet am 06. Dezember 2009 seine beliebte Weihnachtsmatinee mit Liedern zurAdvents- und Weihnachtszeit. Mitwirkende sind der Männerchor „Chorfreunde Düsseldorf-Nord“, die Sopranistin Astrid Daun und der Tenor Leszek Woziwoda. Die Solisten sind beide Mitglieder der Deutschen Oper am Rhein. Die Pianistin Barbara Uhling-Stollwerck begleitet am Flügel und die musikaliche Gesamtleitung hat Peter Zinnen. Das Konzert beginnt um 11.00 Uhr und Einlass ist ab 10.00 Uhr. Eintrittskarten gibt es nur im Vorverkauf unter der Tel.-Nr. 0211/425094 zum Preis von 10 Euro.

Erinnerungsdaten 2009 für Düsseldorf

04.11.1979 Die Fleher Rheinbrücke wird dem Verkehr übergeben.
16.11.1684 Die Neanderkirche an der Bolkerstraße wird eingeweiht.
18.11.1699 Die Kirche der Cellitinnen an der Hunsrückenstraße wird eingeweiht.
26.11.1979 Einweihung der neuen Universitäts- und Landesbibliothek.
27.11. bis 3.12.1969 Erstmals findet die „Boot“-Messe statt
29.11.1629 In der St. Andreas-Hofkirche findet der erste Gottesdienst statt.
10.12.1724 Kurfürst Carl Theodor wird geboren.
11.12.1924 Das Eisstadion Düsseldorf an der Brehmstraße wird eröffnet.
13.12.1974 Das Heinrich-Heine-Institut wird eröffnet.
14.12.1874 Die Aktiengesellschaft „Zoologischer Garten“ wird gegründet.
31.12.1969 Das Schauspielhaus an der Jahnstraße wird geschlossen.

Gartenbauverein Düsseldorf-Unterrath
Ein frohes Weihnachtsfest
sowie ein erfolgreiches Jahr 2010
wünscht allen Mitgliedern
Der Vorstand


Weihnachtsmarkt in Lichtenbroich
Am 28.11.2009 veranstaltet der Fest- und Förderverein „Leetebrok“ seinen alljährlichen Weihnachtsmarkt auf dem Matthiaskirchweg.
Beginn 10.00 Uhr – Ende 17.00 Uhr.
Am 1. Advent wird wie alljährlich nach der festlichen Eröffnung um 12.00 Uhr mit Gesang der Kindergarten Kids vor dem vom Fest- und
Förderverein „Leetebrok“ gestifteten Weihnachtsbaum die Spendenübergabe an die Schule und die Kindergärten erfolgen.
Diese Spenden wurden durch den ständigen Einsatz der treuen Helfer beim Tanz in den Mai und dem Mondfest sowie den damit verbundenen
Trödelmärkten erwirtschaftet. Wir bedanken uns bei all den fleißigen Helfern, die diese Spenden erst ermöglicht haben.

Bethlehem im Schaufenster
„Krippchen gucken“ hat im Rheinland eine lange Tradition. In jeder Kirche werden die Ereignisse von Bethlehem anders dargestellt und sind so nicht nur für Kinder immer wieder einen Ausflug wert. Seit über zehn Jahren gibt es in Köln einen Krippenweg der besonderen Art: Nicht nur in Kirchen und Klöstern, sondern auch an höchst weltlichen Orten hat die Heilige Familie einen Unterschlupf gefunden: in Sparkassen, Apotheken, Brauhäusern und Hotels, zwischen den Brillen eines Optikers oder bei den Nagelschen eines Messergeschäftes. An über 100 Orten stehen Krippen aus vieIen Ländern, moderne und traditionelle. Die Geschäftsleute Kölns stellen ihre Schaufenster gern zur Verfügung, für sie ist der Krippenweg kein Werbegag im Vorweihnachtsgeschäft: „Die Krippen verändern die Stadt irgendwie“, findet Johann Maria Farina, Hersteller des berühmten Eau de Cologne. Am 6. Januar sind Maria und Josef aus den meisten Schaufenstern wieder verschwunden, nur in den Kirchen Kölns
stehen die Figuren meist bis zum 2. Februar. Weitere Informationen: www.rheinstil.de
Quelle: Michaels Kalender 2009

Einebesinnliche Adventszeit,
ein friedvolles Weihnachtsfest
und ein frohes neues Jahr
wünscht
allen Mitgliedern und Inserenten
sowie allen
Bürgerinnen und Bürgern
Der Vorstand und die Heimatblattredaktion
des Bürgervereins Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V.


Weihnachtsbräuche: Spanien

Die Adventszeit verläuft in Spanien sehr ruhig, dafür gibt es in der Zeit zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar verschiedene
Feste, die sehr unterschiedlich begangen werden.
Weihnachten ist in Spanien ein Familienfest. Am Heiligen Abend versammeln sich alle um den Truthahnbraten. So stößt man am Abend
des 24. Dezember im engsten Kreis der Familie meistens mit Cava, einer berühmten Variation des französischen Champagners, an und
isst danach ausgiebig.
Danach feiern die Spanier Misa del Gallo, die Mitternachtsmesse. Man singt alte spanische Weihnachtslieder, bewundert die kunstvoll
hergerichtete Weihnachtskrippe und küsst das Jesuskind. Nach der Messe versammelt man sich auf dem Dorfplatz bei einem großen
Feuer, man singt lustige Weihnachtslieder und tanzt um das Feuer.
Am nächsten Tag, dem 25. Dezember, trifft man sich wieder mit der Familie zum Mittagessen. Das gemeinsame Essen und Plaudern dauert
dann mehrere Stunden. In einigen Regionen wie Katalonien und Navarra ist der 26. Dezember auch ein Feiertag.
Zu den traditionellen Weihnachtsbräuchen gehört das Erscheinen des Olentzero (des Köhlers), der aus den Bergen ins Dorf kommt. Er wird von den Einwohnern des Dorfes auf den Schultern getragen. Weit verbreitet sind auch die Weihnachtsaufführungen, wie z.B. der von Herodes angeordnete Kindermord und das Fest der Meßdiener (Fiesta de Loco), bei dem ein Junge ausgewählt wird, der sich als Bischof verkleidet.
In der Zeit vom 30. Dezember bis zum 1. Januar findet die Fiesta de la Coretta statt. Bei diesem Fest wird Brennholz gesammelt und eine
Kiefer gefällt. Diese wird dann geschmückt in den Ort getragen und gesegnet. Ein weiterer Höhepunkt ist das Dreikönigsfest (Dia de los
Reyes). Es wird ein biblisches Spiel aufgeführt, und es gibt einen Umzug (Cabalgata de Reyes). Die HI. Drei Könige kommen in der
Nacht zum 6. Januar und bringen Geschenke mit. Diejenigen, die nicht brav waren, bekommen nur ein Stück Kohle.

Quelle: www.theology.de/printable/kirche/kirchenjahr/weihnachtsbraeuchespanien.php

2009-5

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder
Wolfgang und Ursula Günster, Spiekeroogstr. 2
Roland Neumann, Am Forst Kalkum 10
Bernd und Renate Parlow, Ganghoferstr. 16
Friedhelm Rohe, Wangeroogestr. 33
Ellen Zapf, Im Huferfeld 27



Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Düsseldorf
Herrn Dirk Elbers
Marktplatz 1
40200 Düsseldorf

27.7.2009

Grünanlage Unterrather Straße zwischen Wangerooge- und Syltstraße

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

vor vielen Jahren kamen die Unterrather Bürgerinnen und Bürger in den Genuss einer kleinen grünen Oase entlang der öst-westlichen Hauptverkehrsader durch unseren Stadtteil. Nach der Fertigstellung wurde der Grünzug auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt in deren Verantwortung übergeben.

Leider mussten wir immer wieder feststellen, dass die Stadt ihrer Verantwortung nicht gerecht wird und die Pflege nicht im erforderlichen Maße vornimmt.

Da unser Verein die Erstellung der Grünanlage seinerzeit massiv vorangetrieben hat, können wir nicht hinnehmen, dass dieses Stück Unterrath regelrecht verkommt. In den letzten Wochen sind wieder zahlreiche Beschwerden an den Vorstand herangetragen worden, die wir, da der Bürgerverein sich in den hundert Jahren seines Bestehens
für seine Errungenschaften immer verantwortlich gezeigt und eingesetzt hat, an Sie weitergeben möchten:

- starke Verschmutzung
- ungepflegtes Grün
- zerstörte Bänke.

Ferner wurden Ratten gesichtet.

Im Übrigen bewegt uns auch die Frage, wann die Skulptur „Sich wiegendes Kind“, welche bereits vor Monaten von der Stadtverwaltung zu Reparaturzwecken demontiert und abgeholt wurde, an ihren Standort zurückkehrt.

Wir bitten Sie, baldmöglichst für die Beseitigung dieses Schandflecks Sorge zu tragen und die Aufenthaltsqualität wiederherzustellen, und verbleiben in Erwartung einer kurzen Antwort

mit freundlichen Grüßen

Erika Prill           Sabine Vollmar

1. Vorsitzende 1. Geschaftsführerin

Dankeschön
Am 13. August 2009 fand im Gartengelände An der Karthaus unsere Mitgliederversammlung statt.
Unser neues Mitglied Hans-Jürgen Vollmar zeigte Bilder von den 3 Jubiläumsveranstaltungen anläßlich des 100jährigen Bestehens des Bürgervereins. Das Bildmaterial stellten Herr Vollmar und unser Beisitzer Michael
Bringmann zusammen. An dieser Stelle bedanken wir uns bei beiden.
Die Redaktion

Unterrather Straße - Klinke - II. Bauabschnitt
Resolution der Bezirksvertretung 6 hatte Erfolg
Mit großer Freude und Genugtuung hat Bezirksvorsteher Jürgen Buschhüter jetzt die Nachricht der Verwaltung erhalten, dass auch der II. Bauabschnitt Klinke zügig in Angriff genommen wird.
Damit wird nach dem Vorplatz Klinke endlich die komplette Neugestaltung der Unterrather Straße in diesem Bereich vollendet.
Die ursprünglichen Bedenken der Verwaltung wegen - frühestens nach 2018 - vorgesehener Kanalbauarbeiten bestehen nicht mehr.
Im Einzelnen ist für den Planbereich ( von den Straßenbahnschienen Grenze 1. Bauabschnitt bis zur Lärmschutzwand der Bundesbahn ) vorgesehen:
– Nicht mehr benutzte Straßenbahngleise und Weichen werden entfernt.
– Neue, geordnete Parkbuchten.
– Reduzierung der Fahrbahn, breitere Bürgersteige.
– Zusätzliche Bäume.
– Abfallcontainer sollen als Unterfluranlage errichtet werden.
Zurzeit sind die Pläne für den II. Bauabschnitt im verwaltungsinternen Umlaufverfahren. Im Herbst 2009 werden sie der Bezirksvertretung 6 vorgestellt. Anschließend soll zeitnah der Baubeschluss im Ordnungs- und Verkehrsausschuss gefasst werden.


Tagestour des Bürgervereins ins Münsterland am 27.06.09
Gute Laune und schönes Wetter waren die Voraussetzungen für einen gelungenen Tag. Um Punkt 8.00 Uhr ging es los. Pünktlich waren alle da‚ die an diesem Tag mit uns nach Gescher ins Münsterland gefahren sind.
Erste Zwischenstation machten wir in Lüdinghausen, wo wir das Biologische Zentrum besuchten. Für alle ein besonderes Erlebnis. Im Jahre 1990 wurde das Zentrum von engagierten Privatpersonen gegründet und wird heute in Form von gemeinnütziger Arbeit betrieben. Seit dem Jahre 2000 wird an der Weiterentwicklung gearbeitet. Die Besichtigung erstreckte sich auf ein ca. 2 ha großes, naturnah gestaltetes Gelände. Eine Vielzahl von Kräutern und Gemüsebeeten wurden hier angepflanzt. Der biologische Froschteich fand besonders große Beachtung, da sich hier noch Frösche tummelten, die man noch selten in der freien Natur zu sehen bekommt.
Die Fahrt ging dann weiter nach Gescher, unserem eigentlichen Ziel. In einem Münsterraner Landgasthof wurden wir zum Essen erwartet. Anschließend ging es mit Pferdekutschen eine Stunde durch das herrliche Münsterland.
Wieder in Gescher angekommen, wurde eine Kaffeerunde eingeleitet. Wer allerdings keinen selbstgebackenen Kuchen essen wollte, der konnte Köstlichkeiten von selbst geschlachtetem Wurstaufschnitt probieren. Bei der guten Stimmung dachten einige auch schon an die Heimfahrt. Jeder Gast konnte dann noch Spezialitäten aus dem Münsterland erwerben. Um 20.00 Uhr sind wir wieder in heimatlichen Gefilde gelandet.
An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an Karlheinz Kürpig, der wieder ein hervorragendes Programm organisiert hat. Ich denke, das sich alle auf das Jahr 2010 freuen, wenn es da wieder heißt „Der Bürgerverein
lädt zur traditionellen Jahresfahrt ein“
E. Prill


Treffen der Bewohner der ehemaligen Mannesmannsiedlung in Lichtenbroich
Am 18. Juli 2009 hatte Karlheinz Kürpig zu einem Treffen eingeladen Mit Hilfe einiger ehemaliger Nachbarn konnten 68 Personen ermittelt werden.

Es war sehr schwierig, nach so langer Zeit alle ausfindig zu machen.

Der weit Entfernteste war aus der Schweiz angereist.

Für die 26 erschienenen Teilnehmer war es ein wunderschönes Wiedersehen. Einige haben sich im Laufe der Jahre so verändert, dass man sie kaum wiedererkannte. Es wurden viele Erinnerungen ausgetauscht. Über so manches Ereignis wurde geplaudert.

Viele E-Mails und Anrufe von Teilnehmern haben mich danach erreicht und sich positic über den Abend geäussert. Alle waren der Meinung, dass ein solches Treffen wiederholt wiederholt werden sollte. In den Jahren 1937 - 1939 wurde die Mannesmann-Siedlung in Lichtenbroich erbaut. Die Siedlungsstraßen waren der Angermunder Weg, der Großenbaumer Weg, der Heltorfer Weg und der Mündelheimer Weg.

Es wurden zunächst 32 Häuser errichtet. Ursprünglich sollte die doppelte Anzahl von Häusern entstehen. Durch die Kriegsvorbereitungen, insbesondere des Baus des Westwalls, ging zunächst jeder zweite Lastzug dorthin. Das erklärt die lange Bauzeit. Wegen des Kriegsausbruchs wurden die geplanten weiteren 32 Häuser nicht mehr gebaut.

Die schmucken weißen Siedlungshäuser, mit ihren Ligusterhecken und Sauerkirschen in den Vorgärten, waren eine Augenweide. Diese Schönheit wurde gleich am Anfang des Krieges getrübt. Die Bachbrücke im Kalkumer Wald wurde durch eine Bombe zerstört. Nun waren das in den Augen der Alt Lichtenbroicher nur die neuen weißen Häuser schuld.

Am 5. bis 6. Februar 1940 gab es Hochwasser. Bis auf einige Häuser waren alle Keller geflutet. Mit selbst gebastelten Flößen, bestehend aus Holzleitern und Brettern, haben wir die schon etwas größeren Kinder mit dem Notwendigsten versorgt und die Versorgung der nicht mehr erreichbaren Häuser gesichert. Der Brot-, der Milchwagen sowie alle anderen Fahrzeuge konnten nicht weiter als bis zu dem noch vorhandenen Erdbunker am Ende des Lichtenbroicher Weges fahren.

Bis in den Kalkumer Wald war Land unter. Das Hochwasser entstand, weil an der Mühle Gut Volkardey die Eisschollen Schaden anzurichten drohten. So wurde das Eis durch eine Pioniereinheit gesprengt. Die nun in Richtung Rhein treibenden Eisschollen stellten sich an der Bundesbahnbrücke quer und verursachten die Überflutung des ganzen Geländes.

Die Siedler wußten sich aber zu helfen; der Deichdamm zu uns hin wurde vom nördlichen Zubringer bis zur Eisenbahn erhöht. Die meisten von uns Kindern haben dort im Bach schwimmen gelernt. Bis zur Schule an der Kürtenstraße hatten wir mindestens eine halbe Stunde zu laufen. Im Herbst ließen wir selbst gebastelte
Drachen fliegen (Zeitungspapier und Abschlussleisten), es war herrlich. Dann kam der Winter, den halben Tag lang rodelten wir an der Nordseite des Bahndammes herunter. Abends fielen wir todmüde ins Bett. Der Volkardeyer Teich (Bernsau) bot sich zum Schlittschuhlaufen an.

Am 23. Januar 1945 wurde unsrere Siedlung durch Bomben schwer getroffen, es kam aber Gott sei Dank keiner ums Leben, unter dem Bahndamm hatten sich die Siedler einen Bunker gebaut. Vor 70 Jahren sind wir alle dort eingezogen. Nach ca. 35 Jahren mussten wir alle unserer Häuse aufgeben, da wir in der Lärmzone 1 des  Flughafens lagen. So wurde unsere Gemeinschaft auseinandergerissen, wir wurden als Umlegungsbetroffene in alle Himmelsrichtungen verstreut.
Karlheinz Kürpig

Kurt Mühle,
geb. 1937 in Dortmund, aufgewachsen in seiner Heimatstadt Düsseldorf, konnte seinen Jugendtraum, Schriftsteller zu werden, erst nach seiner Pensionierung verwirklichen. Denn ein weiser Elternwille dirigierte den fantasiebegabten Filius nach der Schulzeit dahin, doch bitte erst einmal etwas „Ordentliches“
zu lernen. Eine kaufmännische Lehre war die Folge. Die nächsten Jahre waren ausgefüllt durch Beruf, Heirat, Familie (zwei Kinder) und Hausbau. Da ihn seine Tätigkeit als Kaufmann zunehmend langweilte, studierte
er nebenher Elektrotechnik. Bis zum Ende seines Berufslebens arbeitete er im Vertrieb für Mess- und Regeltechnik als Industrieberater im Außendienst.
Nebenher widmete er sich seinen privaten Interessen: Klassische Musik, Jazz, Literatur, Film, Theater und Fernsehspiel. Mit dem (Un)ruhestand begann er zu schreiben; zunächst für diverse Internet-Foren, dann auch für Printmedien, darunter zahlreiche Kurzkrimis, Glossen, Märchen und Rezensionen, die in verschiedenen
Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht wurden. Im April 2005 erschien sein erster Roman „Zelenka“, ein Krimi, für den es viel Lob gab und der 2006 im Duisburger Stadtfernsehen vorgestellt wurde. Mit seiner Protagonistin Marion Zelenka ist inzwischen der zweite Roman fertiggestellt worden.
Mehr Informationen und Kontakte über seine Homepage
www.kurt-muehle.de

Leseprobe
Eine leise Vorwarnung kam von Luise, als wir auf die Straße traten: „Jetzt hast du in knapp 20 Minuten über 1000 Euro ausgegeben ...„ Daraus klang durchaus kein Vorwurf wegen dieser Ausgabe. Nein, es war fassungslose Verwunderung darüber, dass ein Adam in so kurzer Zeit so viel Geld ohne ausschmückende Begleitzeremonie  einfach so sachlich auf den Tisch legen konnte.

Für eine Eva hat das mit Einkaufen nichts zu tun! Ich sollte noch Gelegenheit bekommen, mir über dieses Phänomen nähere Gedanken zu machen.

Wir schlenderten die Schadowstraße entlang und kamen zu dem großen Neubau eines Textil-Kaufhauses, ein wahrer Glaspalast. In diesem Augenblick passierte es. Luise sagte: „Oh ... ich will hier nur mal eben nach ‚ner Bluse sehen.“

Das Unheil begann:

Wir drei betreten also das imposante Kaufhaus. Das Lüftungssystem am Eingang hüllt uns in einen warmen Luftstrahl ein, dem wohl unbemerkt zugleich ein unbekannter Dämon entsteigt und sich Luisens Psyche bemächtigt. Da ist nichts mehr von Vorfreude angesichts des verlockend großen Angebotes zu sehen. Aus Luise wird augenblicklich eine zum Äußersten entschlossene Frau, der die Kampfeslust nur so aus den Augen blitzt. Hier geht es nicht ums schlichte Kaufen! Nein, dies ist eine Arena, die sie als Siegerin verlassen will.

Gleich rechts – säuberlich aufhellen Holztischen gestapelt – liegen modische Herren-Hemden. In Windeseile hält Luise zwei – drei – vier dem verdutzten Peter vor die Brust und meint: „Dies hier – das würd‘ dir stehen. Aber blaue hast du eigentlich genug.“ – Und packt sie wieder weg. „Du solltest mal hellere, freundlichere Farben tragen.
Schau doch mal dahinten nach.“

„Ich hab’ genug Hemden“, meint Peter konsterniert, „weiße, gelbe, beige, hellgrüne ...“

„Aber alle mit so unmodernen Kragen.“ Luise wühlt weiter, Peter wendet sich ab, und deshalb meint sie pikiert: „Na, wenn du nicht willst ... Ich dachte nur, wenn wir schon mal hier sind. Man kann sich ja mal was Neues, mal was Schickes kaufen.“ Kopfschütteln und ab zur Rolltreppe, wir brav hinterher.

Erster Stock: Damen-Blusen/Blazer/Röcke. Gut, nicht der Hemden wegen sind wir ja gekommen, sondern nur wegen einer Bluse!

Sogleich hat Luise diverse Teile in der Hand, breitet sie aus, legt sie wieder zusammen und erklärt uns dazu: „Oh! Feincord ist wieder groß im Kommen.“ –Aha! Die Wichtigkeit einer solchen Aussage erreicht uns allerdings nicht.
„Suchst du eine Bluse aus Feincord?“, fragt Peter irritiert.

„Ach Quatsch! Nur eine, die zu meinem Joop-Kostüm passt.“ Peter sieht mich ratlos an. Joop-Kostüm? Ja, Junge, nicht ich, sondern du bist gefragt, – das ist schließlich deine Frau!

Plötzlich trifft Luise irgendein Geistesblitz; sie eilt quer über den Gang und kramt aus einem Ständer eine ganz merkwürdige Bluse heraus, eine mit zwei kurzen Hosenbeinen. Peter ist leicht genervt und wagt den Hinweis: „Das ist aber keine Bluse, das sind Shorts.“ – Luise wettert: „Mensch, mach - mich - nicht - verrückt!!“

Erinnerungsdaten 2009 für Düsseldorf
06.09.1904 Die Synagoge an der Kasernenstraße wird eingeweiht.
08.09.1564 Der Humanist und Rektor der fürstlichen Landesschule in Düsseldorf, Johannes Monheim, stirbt.
08.09.1849 Gründung der Kolpingfamilie (eines katholischen Gesellenvereins) in Düsseldorf.
11.09.1989 Die Fußgängerbrücke über die Hafeneinfahrt wird an ihren Platz gehievt.
19.09.1909 Das erste Zeppelin-Luftschiff ist in Düsseldorf.
25.09.1809 Das alte Ratinger Tor wird zum Abbruch verkauft.
01.10.1819 Peter von Cornelius wird Direktor der Kunstakademie.
01.10.1864 Das städtische Orchester wird gegründet.
01.10.1909 Der städtische Fuhrpark wird eingerichtet.
16.11.1958 Einweihung des Mahnmals für die Opfer des „Dritten Reiches“ am Nordfriedhof.
04.10.1794 In der Nacht zum 5.10. wird die Klosterkirche der Coelestinerinnen nebst dem anstoßenden
                     Klostergebäude an der Ratinger Straße fast völlig zerstört (spätere Mooren’sche Augenklinik).
04.10.1864 Pfarrer Theodor Fliedner stirbt in Kaiserswerth.
12.10.1929 Die Südbrücke wird eingeweiht.
16.10.1969 Die Kniebrücke wird dem Verkehr übergeben.
17.10.1974 Die Pfarrkirche St. Lambertus wird zur Basilika erhoben.
19.10.1909 Die St. Antonius-Kirche am Fürstenplatz wird von Kardinal Fischer geweiht.
20.10.1879 Die neue Kunstakademie am Eiskellerberg wird eingeweiht.
22.10.1969 Der Stadtrat tagt erstmals im Sitzungssaal des renovierten Rathauses.
28.10.1834 Im Theater am Markt findet unter Karl Immermann die erste Vorstellung statt.
30.10.1839 Die Schiffsbrücke wird für den Verkehr freigegeben.
30.10.1899 Die Friedenskirche wird eingeweiht.

Brauchtum
Erntedank in Kößlarn
Schon im September feiern die Menschen in Kößlarn ihr Erntedankfest. Denn als traditioneller Marienwallfahrtsort wurden die Feste Mariä Geburt und Mariä Namen groß gefeiert, vielleicht steht auch die 300-jährige Prozession mit Erntegaben in dieser Tradition.
Der farbenprächtige Aufmarsch in dem niederbayrischen Marktflecken zieht jährlich mehrere tausend Besucher an. In traditionellen Rottaler Trachten oder in historischen Kostümen stellen die Kößlarner das ländliche Leben dar: Hirtenjungen zerren Ziegen und Schaffen mit sich, Schnitter zeigen mit Sicheln und Dreschflegeln, wie mühevoll früher das Korn geerntet wurde. Köchinnen und Winzerinnen tragen die Früchte ihrer Mühen in Körben mit. Begleitet werden sie von Trachtengruppen, Fahnenträgern und den Patronen der bäuerlichen Landwirtschaft St. Isidor und St. Notburga, und dem AIlerheiligsten, das ebenfalls durch die Straßen mitgetragen wird.
Aber das Fest ist nicht nur ein Spektakel für Augen und Herz: Die Teilnehmer wollen danken für das, was sie geschafft haben und Menschen unterstützen, die heute noch so schuften wie die Bauern vor 300 Jahren: Nach der Prozession werden Minibrote zur Unterstützung von Bauern im Senegal verkauft.
Mit freundlicher Genehmigung aus Michaels Kalender 2009

Allen Mitgliedern,
die im September und Oktober
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.


2009-4

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder
Helmut Albers, Nosenberger Str. 13
Elsbeth Arafat, Auerhahnweg 7
Helga Boucsein, Wangeroogestr. 75
Sylvia Funke, Kalkumer Str. 166
Waltraud Goos, Am Walbert 7
Gudrun Kerkhoff, Coesfelder Str. 7
Andreas Knospe, An der Golzheimer Heide 75
Hans-Jürgen Vollmar, Am Gengelsträßchen 4
Johanna Zude, Am Walbert 24


Der Bürgerverein Unterrath/Lichtenbroich feierte sein 100jähriges Jubiläum

Am 9. Mai war der Auftakt zu den Feierlichkeiten des 100 jährigen Bestehens des Bürgervereins. Sie begannen mit einem Festakt. Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Region sind der Einladung gefolgt. Auch die Vorstände der 35 kooperativ angeschlossenen Vereine haben an dem Festakt
teilgenommen.

Der Bürgerverein kann auf eine große Historie zurückblicken. Dies betonte auch der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Dirk Elbers. Anerkennende Worte fand auch der Verwaltungschef der Bezirksverwaltungsstelle 6, Heinz-Günter Strerath, der die erfolgreiche Arbeit des Vereins lobte.

Musikalisch untermalt wurde der Festakt von den Chorfreunden Düsseldorf-Nord unter der Leitung von Musiklehrer Peter Zinnen.

Heinz Baumgarten, seit 57 Jahren Mitglied im Bürgerverein, wurde im Rahmen des Festaktes zum Ehrenmitglied des Bürgervereins ernannt.

Der zweite Höhepunkt war am 16.05. Der Vorstand des Bürgervereins hatte zum Bürgerfest rund um die Begegnungsstätte geladen. Hier wurde alles geboten, was einem solchen Anlass würdig ist. Die Vorbereitungen zum Jubiläum dauerten 3 Jahre.

Erwähnt sei an dieser Stelle das Engagement von Karlheinz Kürpig. Dank seines Wissens und seiner großen Erfahrung war diese Veranstaltung ein großer Erfolg.

Der Bürgerverein hatte zuvor den Künstler Herrn Wilfried Rahns mit der Erstellung eines Reliefs beauftragt, auf dem verschiedene Abbildungen dargestellt sind, die Unterrath geprägt und verändert haben, z.B. der Kartäusermönch, der große Bogen, das Behindertenschwimmbad und einiges mehr. Anlässlich dieses Festes wurde das Relief der Öffentlichkeit präsentiert. Es wurde in der Bücherei an der Eckenerstraße im Eingangsbereich aufgehängt und kann von allen Bürgerinnen und Bürgern in Augenschein genommen werden Das Relief ist ein Geschenk des Bürgervereins an alle Bürger.

Relief

Zeitgleich wurde in der Bücherei eine historische Ausstellung über die 100 jährige Geschichte des Stadtteils Unterrath und Lichtenbroich eröffnet. Dokumente, Fotos, Postkarten und sogar der Übernahmevertrag zwischen Düsseldorf und Rath liegen dort aus. Auch der Leiter der Bücherei, Herr Pavel Hovorak, hatte zu dieser Ausstellung viel Material zusammengetragen, u.a. über die Adelsfamilie von Ossenbroich, die Besitzerin von Haus Hain, die um 1600 Hexen verbrennen ließ.

Karte
Draußen rund um das Zentrum plus erfreuten sich die Gäste an den kulinarischen Köstlichkeiten, labten ihre trockenen Kehlen rund um den Bierstand. Viel Spaß hatten auch unsere kleinen Gäste an der aufgeblasenen Hüpfburg, an der Rutschbahn und vielen anderen Spielen. Beaufsichtigt wurden die Kinder vom Jugendzentrum
Ammerweg. Das Marine-Tambour-Korps unter der Leitung von Olaf Köntgen machte wie immer tolle Musik. Die Tanzgruppe „Funkies“ von der Karnevalsgesellschaft Blau-Gelb bot ebenso wie die Seniorengymnastikgruppe
des DRK Zentrum Plus Unterrath ein buntes Tanzprogramm. Die Cheerleader der Gesellschaft „Elf vom Dörp“
bekamen viel Applaus für ihre Darbietungen. In den Räumen der Begegnungsstätte gab es selbstgebackenen Kuchen, der viele Liebhaber fand, sodass nach kurzer Zeit von den 40 Kuchen nichts mehr übrig blieb.

Einen ganz besonderen Tag hatten zwei Geburtstagskinder, die der einhelligen Meinung waren, einen so schönen Tag mit so vielen Menschen noch nicht gefeiert zu haben. Das wunderschöne Wetter an diesem Tag trug sein übriges zum Gelingen des Festes bei.

Der letzte Abend unserer Festivitäten und damit der Ausklang unserer Jubiläumsfeier fand am 22. Mai im Gemeindesaal der evangelischen Kirche am Röttchen statt. Unter dem Motto „Tanzabend für Jung und Alt“ mit DJ Rainer Gräff konnte der Vorstand ca. 200 Gäste begrüßen.

Bei toller Musik aus den 50 ziger Jahren bis heute wurde das Tanzbein kräflig geschwungen. Bei kühlen Getränken und leckerem Essen verging die Zeit im Fluge und wir mussten leider ab 24.00 Uhr die Nacht ruhiger angehen lassen. Wir hoffen auch dieser Abend hat allen gefallen.

Zum Schluss möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Beteiligten bedanken, die von der ersten Stunde bis zuletzt dazu beigetragen haben, dass ein solches Fest überhaupt möglich gemacht werden konnte. Ein ganz besonderer Dank gilt den Polizeihauptkommissaren Herrn Kremser, Herrn Moog und Herrn Thanisch, die an
allen Festtagen präsent waren. Ebenfalls Danke an das Rote Kreuz sowie den Betreuern vom Jugendzentrum Ammerweg.
Erika Prill, Vorsitzende des Bürgervereins

Bilder von der Feier:
Funkis
Marine
Jugend

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern, die uns unterstützt haben,
ein so wunderschönes Fest zu gestalten:


- AK-Werbegrafiken - Bäckerei Hünemeyer - Brauerei Schlösser - Peter Bruess - Derendorfer Jonges -
- Ingenieurbüro Klapdor - Dr. med. Thomas Meisen - DRK Zug Unterrath - Druckerei Ritter -
- Electronicpartner Handel GmbH - Malermeister Frey - Gartenbauverein - Getränkehandel Gilles - HDK GmbH -
- Steuerbüro Hilburger - Hotel Avidon - Theo Kraemer - Landeshauptstadt Düsseldorf -
- Einrahmungen Dieter Lorenz - Luxor-Grill - Haus Malzkorn - Anwaltskanzlei Marx -- Blumenhaus Matthiesen -
- Menzlage - Bestattungsunternehmen Neuhaus - Rolf Neuntzig - Juwelier Nölle - OB Elbers -
- Gaststätte Bei Bobby - Lothar Olschewski - Opel Slagman GmbH - Salon Reichelt -
- Steinmetz Rittmeyer, Inh. W. Rahns - Rolladen Stötzel - St. Georg Apotheke - Stadtbad Unterrath -
- Stadtbücherei Unterrath - Stadtsparkasse - Stadtwerke - Friedhofsgärtnerei Vell - Metzgerei Wendel -

Der Vorstand des Bürgervereins


D-Zug Siedlungsfest
Am 29.08.09 feiern die Anwohner der Kürtenstraße, Hasper Straße, Aplerbecker Straße, Brackeler Straße,
Hörder Straße, Herdecker Straße und Schwerter Straße zum nunmehr 12. Male ihr schon traditionelles „Siedlungsfest“.

Die ehemalige Honschaft Rath und ihre Herausforderungen an die Gegenwart

Ein Essay
Zum feierlichen 100. Jahrestag der Eingemeindung Raths nach Düsseldorf der Bürgerschaft dargereicht
Von Ralf Andreas Herbst Düsseldorf 2009 Fortsetzung aus Heimatblatt 3/09, S. 33,
mit freundlicher Genehmigung von Ralf Andreas Herbst

Historisch gesehen markiert die Geschichte Raths ab dem Zeitpunkt des frühen 20. Jahrhunderts einen Wendepunkt. Denn mit der Eingemeindung Raths nach Düsseldorf ergab sich ein Innovations- und
Wachstumsschub, der die Entwicklung vergangener Jahrhunderte bei Weitem übertraf. Gemäß den „Erklärungen zu dem Eingemeindungsvertrage mit Rath“ der Stadtverordnetenversammlung von Düsseldorf am 4. 2. 1909 sowie dem Vertrag zwischen dem Oberbürgermeister Marx der Stadt Düsseldorf und dem Bürgermeister David
der Gemeinde Rath am 5. 2. 1909 wurde das „Gesetz betr. Die Erweiterung des Stadtkreises Düsseldorf vom 21. 05. 1909“ vorbereitet. Auch wenn manche Bürger den Verlust der Selbstständigkeit ihres Gemeinwesens und das Verschwinden traditioneller Werte befürchteten, brachte die Eingemeindung zahlreiche Vorteile wie die Ausstattung von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Förderung und Erhaltung ziviler Einrichtungen mit sich. Doch ist einerseits der Prozess der Verbindung und Verwebung der Stadt Düsseldorf und der Gemeinde Rath miteinander nicht aufzuhalten gewesen und andererseits die Traditionspflege durch Bürger-, Schützen- und Heimatvereinen wachgehalten worden. Insofern waren die anfänglichen Bedenken vor den negativen Veränderungen unbegründet.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl im neuen Stadtbezirk Rath stark an. Zudem kam es aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges von großen Unternehmen wie Mannesmann und Rheinmetall zu einem Anwachsen von Wohnsiedlungsgelände und deren Erschließung. Mit ihnen stiegen die Erwartungen und Wünsche
der Bürgerschaft bezogen auf die Schaffung und Verbesserung der Umwelt wie Infrastruktur, öffentliche Anlagen und Stadtverwaltung. In einer Denkschrift haben Hermann Schlotjunker und Karl Schneider
als eine frühe Form der Bürgerinitiative die geäußerten Wünsche geordnet und ausführlich erläutert. Diese beziehen sich erstens auf die Errichtung öffentlicher Bauten wie Schulen, Kranken- bzw. Altenbetreuung,
Postverhältnisse und sonstige Verwaltungsstellen. Zweitens sind die Schaffung von kulturellen Einrichtungen wie die Gründung von Volksbüchereien‘ die eines Schwimm- bzw. Freizeitbades und einer Sportanlage angesprochen. Die allgemeine Verbesserung der Lebensqualität im Norden Düsseldorf ist drittens gemeint,
wenn es um Kinderspielplätze, Parkanlagen, Straßenbepflanzung bzw. Grünflächen, aber auch um Denk mäler, Plastiken und Vorplätze geht. Einen breiten Raum nimmt viertens die Verbesserung der Straßenverhältnisse ein, wobei hierunter nicht nur Straßenbau und Beleuchtung verstanden werden, sondern auch solche Projekte wie
Verbindungsstraßen, Bürgersteige, Durchführungen, Über- und Unterführungen, Warnschilder, Radwege, Wohnwagenbeseitigung, Kanalisation und Straßennamen. Einen fünften Punkt bilden die öffentlichen Verkehrsverhältnisse, wobei zwischen Straßenbahn und Buslinien unterschieden ist. Alle diese  Verbesserungswünsche und Wünsche der Abstellung bestehender Mängel wurden erwartungsvoll an die Stadt Düsseldorf gerichtet.

Solch Vorschläge kamen von engagierten Bürgern, die teilweise in Bürger-, Schützen und Heimatvereinen organisiert sind. Gerade Schützen haben in Unterrath eine lange Tradition seit dem Mittelalter. Schützen helfen sich untereinander wie Brüder, indem sie die Mauern und Tore ihrer Stadt beschützen und sich bei Krankheit und Tod beistehen. In Rath begleiteten sie die Prozession der gläubigen Christen und dienten als Schutz vor Überfällen, immer unter den Schutz des heiligen Sebastian, der im Glaubenskampf gegen die Römer gefallen
war. Seit 1600 gibt es die Rather Bruderschaft, zu deren Geschichte Heinz Baumgarten eine kommentierte Zusammenstellung vorlegte. Die „St. Sebastinaus-Bruderschaft zu Düsseldorf-Unterrath“ feierte 1950 ihr 350-jähriges Bestehen. Zwei Gedanken, Schützentum und Bruderschaft, waren also von Anfang an fest mit dem Verein verbunden. Das Schützentum kommt dabei nicht von Schießen, sondern von Schutz und beschützen in schwierigen Zeiten. Schützen sind zudem Bruderschaften, die Glaube und Liebe als wesentliche Kräfte
wahrnehmen. Solche Brüder verbinden sich als Mitglieder einer rheinischen Schützenbruderschaft.

Ein anderer Verein wurde in dem Jahr der Eingemeindung Raths nach Düsseldorf gegründet, der sich als absolut politisch neutral versteht und keinerlei Interessengruppen persönlicher Art vertritt. Vielmehr fördert er den Kontakt und die Begegnung von Bürgern untereinander. Der „Bürgerverein Düsseldorf-Unterrath“ (später „Bürgerverein
Unterrath 1909 und Lichtenbroich“) veranstaltete 1959 das Jubiläum seines 50-jähriges Bestehens. Er pflegt bürgerlichen Gemeinschaftsgeist und bemüht sich neben dem regen Gemeinde- und Vereinsleben, die Tradition erneut zu beleben und damit seinen großen Aufgaben gerecht zu werden. Nach Ende der Kriegswirren konstituierte sich der Bürgerverein aufs Neue. Inzwischen ist er zu einer wichtigen Institution mit zahlreichen Programmen und Veranstaltungen geworden.

Künstlerisch hat der Bildhauer Karl Heinz Klein durch sein Einfühlungsvermögen in die Geschichte der Honschaft Rath mit seinen Bronzetafeln am Brunnen in Unterrath ein Denkmal gesetzt. In der Auseinandersetzung mit der Geschichte entwarf er Motive von Figuren, die das Rather Leben geprägt haben. Der Ort des Brunnens an
der Kirche St. Maria unter dem Kreuz gehört zum Mittelpunkt des alten Rath und regt den Besucher durchaus an, über die geschichtliche Vergangenheit nachzudenken. Die Motive auf den vier Bronzetafeln, die um eine Säule herum angeordnet sind, bilden über 100 Figuren in unterschiedlichen Situationen. Auf der ersten Tafel sind
Schützen, Bauern und Hahneköpper zu sehen, während auf der zweiten Tafel Römer, die Klause in Rath und Kartäuser abgebildet sind. Die Motive der dritten Tafel sind Schinkenklopfen, Am Opferhaus und die Rodebauern, bis schließlich die vierte Tafel mit dem Hofgericht, Martinsfest und Röhrenwalzwerk endet. Das geschaffene
Werk weckt das Interesse an dem Stadtbezirk und über ihn hinaus, weswegen der Brunnen einen Gewinn für die Stadt insgesamt darstellt. Ein neueres literarisch-künstlerisches Werk schufen Heinz Baumgarten und Monika von Wrisberg, die in ihrem Bildband zahlreiche Fotos aus den Archiven und Sammlungen sowie aus Privatbesitz
veröffentlicht haben.

Nicht nur Kunst, auch die Religion hat das Gesicht Raths geprägt. Im heutigen Unterrath wurde einst ein Nonnenkloster gegründet. Um 1550 wurde die Kapelle in Rath von ihrer Mutterkirche in Kaiserswerth
abgetrennt und 1812 zur Pfarrei erhoben. Nach Gründung der Pfarreien St. Joseph in Oberrath sowie St. Antonlus in Thewissen als Vorläufer der Pfarrei St. Bruno entwickelte sich das heutige Joseph-Heim. Den Protestanten im Rather Raum diente seit etwa 1900 das Gebäude der heutigen Trinitatiskirche. Die Geschichte der ehemaligen
Kartause Hain hat Matthias Wego zusammengetragen. Begründer des Kartäuserordens war der heilige Bruno von Köln, der nach seiner Lehrtätigkeit in Reims die Einsamkeit des Hochtales der Chartreuse bei Grenoble auf dem Weg zu Gott suchte. Seinem Beispiel folgten unter anderem diejenigen Mönche, die fast 100 Jahre in der
Kartause Hain verbracht haben. Ursprünglich hatte das Haus Hain der Familie Ossenbroich gehört und wurde danach mehrmals verkauft. Die Erben des letzten Eigentümers, Carl von Hymmen verkauften das Rittergut Haus Hain 1869 an die Kartäuser. Nach der Genehmigung zur Gründung einer Kartause durch den Erzbischof von Köln wurde die Kartause Hain zu beträchtlicher Größe ausgebaut und bot dem Orden bis 1964 einen ruhigen Platz für Arbeit und Gebet. Nach dem Verkauf der Gebäude und des gesamten Grundbesitzes an die Stadt Düsseldorf zog der Orden in die neue Kartause Marienau im Allgäu.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte gerade in Lichtenbroich mit Wohnblocks eine Bautätigkeit ein, die das Gesicht und die Bevölkerungsstruktur des Ortes veränderten. Bernhard Pfau und E. Stelmazyk entwarfen im Jahr 1958 die „Siedlung Neu-Lichtenbroich“ als einen neuen Stadtteil für 13.000 Menschen mit  eingeschossigen Einfamilienhäusern, einer Ringstraße und großen Grünfläche in der Mitte der Siedlungszonen. In der Zeitschrift „Bauen und Wohnen“ ist die Konstruktion mit Übersichten, Erläuterungen und Statistik abgedruckt.
Heute prägen Autobahnen und Zubringer, Bahnhöfe und Fernverkehr sowie die Abfertigung von Reisenden und Fracht am internationalen Flughafen das Bild im Norden von Düsseldorf. Aus den ehemaligen Handelswegen bzw. Römerstraßen durch Rath sind neue Drehkreuze für den internationalen Verkehr entstanden. Die Mobilität besitzt eine besondere Bedeutung für Politik, Wirtschaft und Kultur, wobei durch solche Chancen als Wettbewerbsvorteile der Wohlstand der Bevölkerung sowie Lebensqualität generiert werden kann.

Die geschichtliche Herkunft der Honschaft Rath und ihre kulturelle Zukunft voller Erwartungen und Hoffnungen konzentrieren sich auf den Nutzen der konkreten Maßnahmen aktiven Handelns. Die zunehmende Bevölkerung und auch die intensiv betriebene Bautätigkeit machten im letzten Jahrhundert den Bau neuer öffentlicher Einrichtungen notwendig. Der Charakter der Stadtteile hat sich dementsprechend stark verändert, das sich an zahlreichen Beispielen zeigen lässt. In Rath ist ein Gewerbegebiet in Planung, in das ein modernes Eisstadion integriert wurde. In Unterrath wiederum wurden aufgrund des Um- bzw. Ausbaus von Verkehrswegen Straßen- und Wohnzüge neu strukturiert. Und in Lichtenbroich wurde der Fernbahnhof des Flughafens mit ICE-Anschluss in Betrieb genommen, an dem Reisende aus der ganzen Welt umsteigen. Die Wohnungsnot der Nachkriegszeit
in Deutschland, das spätere Wirtschaftswunder und die sich immer mehr ausbreitenden Verkehrsströme haben das Gesicht des Stadtbezirks verändert. Das alte Rath mit seinen vielen zum ehemaligen Königshof gehörenden Höfen wurde neu entworfen. Aus der Agrar- und Bauernlandschaft ist ein wirtschaftlich und kulturell lebendiger
Stadtbezirk entstanden.

Das Selbstbewusstsein der Bevölkerung und ihre Identität mit dem Stadtbezirk zu bewahren ist ein wesentliches Ziel geblieben. Gerade die junge Menschen finden in der Landeshauptstadt Düsseldorf alle Möglichkeiten der beruflichen und persönlichen Entwicklung. Solch chancenreiche Perspektive der gegenwärtigen Lage lässt die Wohnlage eher am Stadtrand attraktiv werden. Der Bau neuer Wohnviertel sowie Gewerbeund Industriegebiete kann Verhältnisse fördern, wie sie bereits im Süden Düsseldorfs entstanden sind. Diese Neuerungen sorgfältig zu prüfen und angemessen in das gesellschaftliche Leben in seiner Buntheit und Vielfalt zu integrieren, wird die Zukunftsaufgabe bleiben und die Herausforderung der im Gewand des Stadtbezirk erneuerten ehemaligen Honschaft Rath sein.
Düsseldorf-Lichtenbroich, im Januar 2009 Ralf Andreas Herbst

In eigener Sache
In unserer Festschrift zum 100jährigen Jubiläum ist uns ein Fehler unterlaufen. In der Ankündigung unserer Ehrenmitglieder ist leider der Name unseres Ehrenmitgliedes Anneliese Leitgeb nicht erwähnt worden. Wir bitten, dieses zu entschuldigen und geben diesen verspätet in diesem Heimatblatt bekannt.

Warum fand das Jubiläum des Bürgervereins nicht an der Klinke statt?

Als wir vor 3,5 Jahren mit den Vorbereitungen für das Fest begonnen haben, stand noch nicht fest, ob die Arbeiten zur Fertigstellung des Platzes rechtzeitig beendet sein würden. Also konnten wir diesbezüglich nicht planen.
Aus technischen Gründen wäre eine Verlegung auch nicht möglich gewesen. Es musste z. B. für sanitäre Anlagen gesorgt werden, für Stromanschlüsse, für den Kinderspielplatz mit Hüpfburgen und vieles mehr.
Die Bücherei sowie die Begegnungsstätte waren mit in die Planung integriert, man hätte 2 Veranstaltungsorte gleichzeitig einplanen müssen.
Wir planen allerdings, um den schönen Platz endlich einmal zu nutzen, einen Adventsonntag dort zu gestalten.


Allen Mitgliedern,

die im Juli und August
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.


Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich
– Die Verwaltung beabsichtigt den Bebauungsplan Nr. 5682/013 - Theodorstraße / A 44 abzuändern. Im Rahmen dieses Verfahrens soll eine Anpassung der Festsetzungen zur Zulässigkeit von Einzelhandel an die aktuelle Rechtssprechung erfolgen. Zulässig sollen nunmehr auch Einzelhandelbetriebe sein, die mit nicht relevanten Sortimenten gemäß Nr. 3-7 der Düsseldorfer Sortimentliste handeln. Nahversorgungs- und zentrenrelevante
Sortimente werden ausgeschlossen, da es sich bei dem Plangebiet, das zwischen der Straße am Hülserhof im Westen und der Theodorstraße im Süden liegt und im Norden und Osten durch Grünflächen begrenzt wird, die das Areal von der Bundesautobahn A44 sowie der Straße Am Schüttenhof trennen, um einen nicht integrierten Standort handelt.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf verfolgt nämlich das Ziel, die Versorgung der Bevölkerung in den gewachsenen Stadtteil- und Nachbarschaftszentren zu erhalten und zu stärken (Rahmenplan Einzelhandel 2007). Die Bezirksvertretung wurde zu der Bebauungsänderung angehört und empfahl dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung einstimmig eine vorlagegemäße Beschlussfassung.

– Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Maßnahmeprogramm zur Attraktivierung von maroden und verschmutzten Bahnüberführungen zu erarbeiten, das den Anforderungen an Sauberkeit und Sicherheit Rechnung trägt. Zur Aufstellung des Maßnahmeprogramms wurde eine Prioritätenbildung durchgeführt. Das Erfordernis der Anpassung bzw. Verbesserung der Beleuchtung wurde geprüft und eingearbeitet. Hohe Priorität kommt hier insbesondere der Unterführung Unterrather Straße / Am Klosterhof zu. Auch die Unterführung an der Fallingbosteler Straße wird berücksichtigt.
Durch die vorgesehenen Maßnahmen dürfen keine Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs entstehen. Die Bezirksvertretung 6 nahm dieses Maßnahmeprogramm einstimmig zur Kenntnis.

– Einstimmig wurde die Verwaltung gebeten, zwischen der Ausfahrt der Firma Aldi und der Bushaltestelle Parsevalstraße in Fahrtrichtung Flughafen-Bahnhof (Südseite) auf dem Kieshecker Weg, die Bordsteinkante des dortigen Fuß- und Radweges auf einer Länge von ca. zwei Metern abzuflachen, da gerade ältere Mitbürgerinnen
und Mitbürger Probleme haben, an der relativ hohen Bordsteinkante das Fahrrad, den Rollstuhl oder den Rollator hoch zu bekommen.

– Ebenfalls einstimmig beschloss die Bezirksvertretung 6 die Einrichtung eines Fußgängerüberweges im Einmündungsbereich des Kreisverkehrs Lichtenbroicher Weg / Franz-Rennefeld-Weg mit dem Lichtenbroicher Weg gemäß Lageplan Nr. S2270-121. Hierdurch soll eine Optimierung der Sicherheit für die Fußgänger bei
der Querung des Lichtenbroicher Wegs im Bereich des Kreisverkehrs erreicht werden.

– Zur Optimierung der Sicherheit für Kraftfahrzeuge und Fußgänger sind Signalregelungen für die Linksabbieger aus der Hamborner Straße in die Parsevalstraße und der querenden Fußgänger in der Parsevalstraße geplant. Für diese Maßnahme ist ein neuer Ampelmast zu setzen, die vorhandene Fußgängerquerung Zebrastreifen
zu entfernen und eine neue Fußgängerfurt zu markieren. Diegeschätzten Kosten betragen 34.000,00 Euro.
Die Bezirksvertretung nahm einstimmig die beabsichtigte Maßnahme zur Kenntnis.

– Ebenfalls einstimmig nahm die Bezirksvertretung die beabsichtigte Erneuerung der Schrankenanlage an der Kalkumer Straße zur Kenntnis. Bekanntlich ist die Schrankenanlage seit Jahren defekt, sodass der Durchgangsverkehr zur Zeit nicht unterbunden werden kann.
Nachdem die Erschließung bzw. der Straßenausbau in der Airportcity weitestgehend abgeschlossen ist, wird die Erneuerung der Schrankenanlage spätestens jetzt in der Kalkumer Straße in Höhe Hausnummer 214 nunmehr erforderlich. Mit dieser Maß45 nahme werden auch die Anwohner der Kalkumer Straße nördlich des Tunnels der A44 wieder uneingeschränkt an den Stadtteil Unterrath angeschlossen. Rheinbahnbusse sowie Ver- und Entsorgungsfahrzeuge erhalten weiterhin freie Durchfahrt. Aus erschließungstechnischen Gründen wird der Grünstreifen in Höhe Hausnummer 214 für den Durchlass für PKW unterbrochen und für das Aufstellen der Schrankenanlage baulich angepasst.

– In der Sitzung der Bezirksvertretung 6 am 25.02.2009 wurde „unter Mitteilung der Verwaltung“ über die Absicht der Verwaltung informiert, auf der Dorstener Straße 16 zusätzliche Parkplätze durch Schräg-Parken zu schaffen.
Die Verwaltung teilt jetzt mit, dass nach neuesten Erkenntnissen anlässlich eines Ortstermins - unter anderem mit den gewerblichen Anliegern - die Maßnahme doch nicht umgesetzt werden soll. Hintergrund ist, dass nicht auszuschließen ist, dass das bis zu den Firmenzufahrten vorgesehene Schräg-Parken in der Praxis
so ausgedehnt wird, dass die verbleibende Fahrbahn für den LKW-Verkehr zu eng wird. Da von den Anliegern zum Beispiel auch Arbeitsbühnen vermietet werden, ist davon auszugehen, dass die Fahrer nicht Profis sind und daher mehr Platz benötigen.
Die Verwaltung folgt den berechtigten Sorgen der Anlieger und wird deshalb auf das Zulassen von Schräg-Parken auf der Dorstener Straße verzichten.

– Die Bezirksvertretung 6 hatte die Verwaltung in ihrer Sitzung am 27.08.2008 gebeten, die Planungen für die Maßnahme Unterrather Straße - Klinke - zweiter Bauabschnitt (östlich der Straßenbahnlinie bis zur Lärmschutzwand der Bahnanlage) jetzt zeitnah umzusetzen.
Die Verwaltung teilt hierzu mit, dass sie aufgrund eines Beschlusses des Ordnungs- und Verkehrsausschusses vom 03.09.2008 beauftragt wurde, dem Ausschuss 2009 ein Konzept zur verkehrlichen Überplanung des zweiten Bausbschnitts einschließlich der voraussichtlich entstehenden Kosten vorzulegen.
Die Vorstellung des Plankonzepts in der Bezirksvertretung 6 und im Ordnungs- und Verkehrsausschuss ist für Herbst 2009 vorgesehen.
Laut Mitteilung des Stadtentwässerungsbetriebes sind die Regenwasserkanäle im betreffenden Ausbaubereich hydraulisch überlastet und daher durch größere dimensionierte Kanäle umfänglich zu ersetzen. Der aktuelle Baubeginn für die Erneuerung der Regenwasserkanäle ist seitens des Stadtentwässerungsbetriebes derzeit jedoch nicht vor 2018 geplant.
Auch wenn die verkehrliche Überplanung des zweiten Bauabschnitts voraussichtlich im Herbst 2009 in der Politik vorgestellt wird, ist aus dem vorgenannten Grund ein Ausbau der Unterrather Straße vor der Erneuerung der Regenwasserkanäle nicht zielführend. Die Bezirksvertretung 6 ist nicht bereit, eine Verzögerung des weiteren
Ausbaus zu akzeptieren.
Sie bat daher im Wege der Resolution die Verwaltung dringend, der Bezirksvertretung 6 spätestens im Herbst 2009 ein Konzept zur verkehrlichen Überplanung des zweiten Bauabschnitts einschließlich der voraussichtlich entstehenden Kosten und der Finanzierung vorzulegen.
Dabei soll eine Lösung aufgezeigt werden, die entweder die notwendigen Kanalbaumaßnahmen direkt einbezieht oder es ermöglicht, durch technische Lösungen die Kanäle zu einem späteren Zeitpunkt ohne einen unvertretbaren Eingriff in die Oberflächengestaltung zu erneuern. Die Bezirksvertretung wies darauf hin, dass
sowohl sie als auch der Ordnungs- und Verkehrsausschuss seinerzeit einhellig beschlossen haben, nach der endlich erreichten Vorplatzgestaltung auch die komplette Neugestaltung der Unterrather Straße in diesem Bereich zügig in Angriff zu nehmen. Dies sei auch notwendig, um Ordnung in die Verkehrsabläufe und Parkmöglichkeiten zu bringen, die Fahrbahnflächen zu sanieren und den Containerstandort in der vorgesehenen, abgesenkten Form zu verwirklichen. Dementsprechend müssen entweder die  notwendigen Kanalbaumaßnahmen zu Lasten anderer, nicht so dringender Projekte in der Prioritätenliste nach vorne gesetzt werden oder es muss eine technische Lösung gefunden werden, die Kanäle ohne einen unvertretbaren Eingriff in die Oberflächengestaltung zu einem späteren Zeitpunkt zu erneuern.

– Die Bezirksvertretung 6 hatte die Verwaltung in ihrer Sitzung am 25.03.2009 gebeten, an den Einmündungen Ahornallee und Kartäuser Straße - aus Richtung Unterrather Straße - zusätzliche Piktogramme mit Tempo 30 anzubringen. Diese Maßnahmen sind zwischenzeitlich realisiert.

– Am Wilseder Weg 7 ist der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage vorgesehen. Um das Bauvorhaben genehmigen zu können, ist eine Befreiung nach dem Baugesetzbuch erforderlich, da das geplante Wohnhaus überwiegend in der ausgewiesenen Fläche für Garagen liegt. Die Verwaltung hat keine Bedenken gegen die Erteilung der Befreiung, da sie die Abweichung baulich für vertretbar hält. Die vorgehaltenen Flächen für die Garagen wurden bisher nicht genutzt, sodass davon auszugehen ist, dass in der gewachsenen Siedlung auch künftig kein Bedarf besteht. Demgemäß beschloss die Bezirksvertretung 6 einstimmig die Erteilung der erforderlichen Befreiung hinsichtlich der Art und Nutzung.

Mitgeteilt von Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider

2009-3

Wir begrüßen unser neues Mitglied
Boris Zlender, Aplerbeckerstraße 5


Wir trauern um unser Mitglied

Josef Charlier
* 23.05.1920 † 22.02.2009 †



Jahresfahrt am 27. Juni 2009


Unsere diesjährige Jahresfahrt führt uns zuerst in ein „Biologisches Zentrum“ ins Münsterland. Das Biologische Zentrum bietet Umweltbildung und Naturerlebnisse für Menschen aller Altersgruppen an. Insgesamt wird die fachkundliche Führung etwa. 1 1/2 Stunden dauern. Die Abfahrt ist um 8.00 Uhr am DRK Zentrum Plus, Eckenerstr 1 / Ecke Kalkumer Str. Unser Mittagessen werden wir im „Landhaus Gapellen“ einnehmen. Nachdem Mittagessen fahren wir mit dem Planwagen durch die Münsterländische Landschaft. Die Kosten betragen für Mitglieder und einen Angehörigen 45,00 Euro pro Person. Für Gäste 48,00 Euro pro Person. In dem Betrag sind enthalten: Die Fahrtkosten mit dem Bus, die Besichtigung des Biologischen Zentrums, das Mittagessen, die Planwagenfahrt
sowie das Kaffeetrinken mit Kuchenbüfett. Den Teilnehmerbetrag wollen Sie bitte ab sofort auf das Konto Karlheinz Kuerpig, Konto Nr.: 0245771 600, BLZ 300 609 92 bei der PSD Bank Rhein-Ruhr überweisen. Bitte möglichst in Druckschrift schreiben. Abenderangabe bitte nicht vergessen. Da die Nachfrage sehr groß und die Teilnehmerzahl jedoch begrenzt ist, bitten wir unverzüglich den Teilnehmerbetrag zu überweisen. Als Anmeldung gilt der Eingang des Teilnehmerbetrages auf dem Konto. Die Buchung und Sitzplatzverteilung erfolgt in der Reihenfolge der eingehenden Zahlungen. Bei Verhinderung bitte Ersatzperson stellen, da kein Anspruch auf Erstattung besteht. Gäste sind, wie auch bei unseren anderen Veranstaltungen, herzlich willkommen. Gegen ca. 19.00 Uhr werden wir wieder in Unterrath sein. Eine schöne Fahrt wünscht Ihnen schon jetzt.
Der Vorstand                                                                                                                         Änderungen vorbehalten.

Geschäftsbericht des Vorstandes für das Jahr 2008

vorgetragen in der Jahreshauptversammlung am 12.03.2009, 19:30 Uhr, im Antoniusheim Kürtenstraße 160, Düsseldorf Die Tätigkeit des geschäftsführenden Vorstandes war im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Führung der laufenden Geschäfte einerseits sowie von den Vorbereitungen für das bevorstehende Fest anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Bürgervereins in diesem Jahr unter tatkräftiger Unterstützung des Festausschusses und freiwilliger Helfer geprägt.
In persönlicher Hinsicht hatten wir im Jahr 2008 den Tod unseres langjährigen zuverlässigen ersten Kassierers Hermann Josef Brinkmann zu beklagen, der in die Vorbereitungen für die 100-Jahrfeier sehr stark eingebunden war.
Der Vorstand wird Hermann Josef Brinkmann immer in dankbarer Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Der Festakt zum 100-jährigen Bestehen findet am 09.05.2009 statt.
Am 16.05.2009 findet ein Bürgerfest mit einem interessanten Programm rund um die Stadtbücherei und das Zentrum Plus an der Kalkumer Straße ab 11.00 Uhr statt.
Nicht nur für das leibliche Wohl ist gesorgt. Es sind auch verschiedene Attraktionen vorgesehen.
Am 22.05.2009 findet ein Tanzabend für Jung und Alt, insbesondere auch für junge Familien, im Gemeindehaus Am Röttchen statt; für Kinderbetreuung ist gesorgt.
Im abgelaufenen Jahr wurde nach jahrelangem Tauziehen der erste Bauabschnitt des Klinke Vorplatzes fertig gestellt. Pünktlich zum Schützenfest wurde der Platz seiner Bestimmung übergeben. Es bleibt nunmehr abzuwarten, wann der zweite Bauabschnitt realisiert wird. Der Vorstand des Bürgervereins wird weiter bemüht sein, die entsprechenden Gremien zu bewegen, nunmehr auch den zweiten Bauabschnitt in Angriff zu nehmen.
Die Erstellung der neuen Mitgliederdatei ist abgeschlossen. An dieser Stelle werden alle Mitglieder nochmals höflich gebeten, Änderungen ihrer Anschrift, Bankverbindung etc. unaufgefordert der ersten Vorsitzenden
mitzuteilen, damit die Datei stets aktuell ist.
Ohne die Mithilfe der Mitglieder kann auf Dauer eine korrekte Mitgliederverwaltung nicht sicher gestellt werden.
Zum Ende des Berichtsjahres gehörten dem Bürgerverein 944 Mitglieder an, davon 30 kooperativ angeschlossene Vereine. Zwar konnten 18 Neuanmeldungen registriert werden. Diesen standen jedoch 32 Abgänge durch Umzug und Tod, aber auch durch Kündigung, gegenüber.
In den weiterhin grundsätzlich am zweiten Donnerstag im Monat statffindenden Versammlungen im DRK-Zentrum Plus an der Eckenerstraße informierte der Vorstand über die aktuelle Arbeit.
Mitglieder und interessierte Bürger hatten Gelegenheit, Fragen und Anregungen vorzubringen und diese mit dem Vorstand zu erörtern und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Nicht sofort zu klärende Punkte versuchte der Vorstand durch schriftliche oder mündliche Eingaben mit der Bezirksverwaltungsstelle und der
Bezirksvertretung abzustimmen.
Einen wichtigen Teil der Versammlungen bildeten weiterhin die Vorträge. Im letzten Jahr konnten wir wieder ein breit gefächertes Spektrum anbieten, u. a. berichtete Frau Dr. Malcher von der Regina-Apotheke in Lichtenbroich über die medikamentöse Versorgung der Bürger.
Herr Heinz Holzapfel, künstlerischer Leiter der Filmwerkstatt an der Fliednerstraße in Kaiserswerth, stellte seine Werkstatt, die ein Forum für Videokünstler und Mediengestalter ist, vor.
Herr Filialdirektor Christian Clemens von der Stadtsparkasse und seine Mitarbeiter informierten über die am 01.01.2009 in Kraft getretene Abgeltungssteuer.
Herr Klaus-Dieter Kaiser stellte die Geschichte der Golzheimer Heide und des Heinefelds vor.
Frau Annemarie Becker las aus ihrem neuen Buch „Düsseldorfer Platt“ vor.
Großen Anklang fand auch die von Karlheinz Kürpig geplante und gut organisierte Jahresfahrt zum Tagebau Garzweiler.
An dieser Stelle möchte der Vorstand sich für den unermüdlichen Einsatz von Frau Irmgard Scheinemann und Herrn Michael Bringmann bedanken, die es immer wieder schaffen, Referenten zu gewinnen. Sollte einer der Mitglieder oder Bürger einen Themenvorschlag haben oder einen Referenten zu einem interessanten Thema benennen können, wollen Sie sich künftig bitte mit Frau Irmgard Scheinemann und/oder Michael Bringmann in Verbindung setzen.
Zur regelmäßigen Arbeit des geschäftsführenden Vorstandes gehörte auch weiterhin – mangels Vorhandenseins eines Redakteurs – die Redaktionssitzung zur Vorbereitung und Herausgabe des Heimatblattes.
Eine weitere ständige Aufgabe des Vorstandes war und ist die Pflege guter Beziehungen zu anderen Vereinen, Gruppierungen und Einrichtungen in Unterrath und Lichtenbroich sowie zur Arbeitsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine.
Der Jahresbericht kann naturgemäß keine vollständige Auflistung sämtlicher Aktivitäten des Bürgervereins beinhalten. In unseren Mitgliederversammlungen sowie im Heimatblatt und Internet berichten wir laufend über unsere Arbeit.
Wir bedanken uns bei allen, u. a. bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung und Bezirksverwaltung, die im vergangenen Jahr die Arbeit des Vorstandes begleitet und unterstützt haben und hoffen weiterhin
auf gute Zusammenarbeit.
Erika Prill, 1. Vorsitzende Veronika Dalbert-Schneider, 1. Geschäftsführerin Sabine Vollmar, 2. Geschäftsführerin

Egon Schünke feierte seinen 80. Geburtstag
Von 1980 bis 2004 war Egon Schünke Bezirksvorsteher im Rathaus an der Münsterstraße, jetzt feierte er im Beisein einer kleinen Delegation aus dem Bezirksrathaus seinen 80. Geburtstag. Der SPD-Politiker, Diplom-Ingenieur in der Straßenbauverwaltung des damaligen Landschaftsverbands Rheinland, pflegte sein politisches Amt als Kontrollfunktion aufzufassen. Zusammen mit Heinz Hardt (CDU) und Hans-Otto Christiansen (SPD) kämpfte er erfolgreich für die Deckelung der A 44 in Unterrath sowie die Verkehrsberuhigung auf der Münsterstraße, Westfalenstraße und Kalkumer Straße, die seitdem vor dem Verkehr vom Flughafen verschont ist. hm Quelle: WZ vom 17. Februar 2009
Anmerkung des Bürgervereins
Der Vorstand und die Redaktion gratuliert nachträglich recht herzlich und wünscht Egon Schünke noch recht viele Jahre im Kreise seiner Familie bei guter Gesundheit.

In eigener Sache
Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag entweder per Dauerauftrag, Einzugsermächtigung oder Bareinzahlung bisher auf das Konto des Bürgervereins bei der Postbank überwiesen haben, werden gebeten, künftig ihre Beiträge entweder auf das Konto des Bürgervereins bei der Stadtsparkasse Düsseldorf, Kto.-Nr. 100 480 9305,
BLZ 300 50110 oder bei der Dresdner Bank AG, Kto.-Nr. 483 083 000, BLZ 300 800 00 anzuweisen.

Veränderung im geschäftsführenden Vorstand
Die Jahreshauptversammlung 2009 des Bürgervereins Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V. am 12. März im Antoniusheim hatte als Tagesordnungspunkt unter anderem die Wahl einiger Vorstandsmitglieder. Die Posten des zweiten Vorsitzenden, der ersten Geschäftsführerin und des ersten Kassierers standen zur Disposition.
Die sich nach langjähriger Tätigkeit als erste Geschäftsführerin nicht erneut zur Wahl stellende Veronika Dalbert-Schneider wurde von Frau Prill herzlich mit einem großen Blumenstrauß verabschiedet und wird den Bürgerverein auch weiterhin durch ihre tatkräftige Mitarbeit bei der Erstellung des Heimatblatts und im Festausschuss unterstützen.
Auf den Posten der ersten Geschäftsführerin wechselte Sabine Vollmar, die hierfür ebenso wie der neue zweite Geschäftsführer Rudolf Schneider und die übrigen Amtsinhaber ein einstimmiges Votum der über 100 erschienenen Mitglieder erhielt, welche damit den unermüdlichen Einsatz des Vorstands für die Belange der Unterrather und Lichtenbroicher Bürgerinnen und Bürger belohnten. Auf den Vorstand warten nun unter anderem die letzten Vorbereitungen des hundertjährigen Vereinsjubiläums in diesem Jahr.
Im Geschäftsbericht für das vergangene Jahr konnte Frau Dalbert-Schneider als großen Erfolg endlich die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts des Klinkevorplatzes verkünden.
Im Anschluss an die Formalien erzählte Dieter Jäger von der Geschichtswerksatt auf seine bekannt unverblümte und unterhaltsame Art über das alte Unterrath. Bei den Anwesenden stieß er auf großen Anklang und bildete so den krönenden Abschluss für eine sehr harmonische und sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung.
Sabine Vollmar

Allen Mitgliedern,
die im Mai und Juni
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.


Bundesverdienstkreuz für Irmgard Scheinemann
Irmgard Scheinemann, langjähriges Mitglied des Bürgervereins sowie Mitglied im erweiterten Vorstand des Vereins, bekam am 1. April 2009 von Herrn Oberbürgermeister Dirk Elbers das Bundesverdienstkreuz für ihr soziales Engagement im Seniorenbeirat verliehen.
Wir gratulieren von ganzem Herzen und sind stolz, in unseren Reihen eine Trägerin dieser hohen Auszeichnung zu haben. Obwohl sie es nie leicht in ihrem Leben hatte, gerade deshalb verneigen wir uns vor ihr, die sie Jahre in treuer Pflichterfüllung für die Senioren da war.
Hier einige Daten aus ihrem Leben:
21.08.1933 geboren als einziges Kind des Zollinspektors Heinz Küpper und seiner Ehefrau Loni geb. Jüttner,
Lehrerin, in Solingen. Aufgewachsen in Düsseldorf.
1937 Tod des Vaters
1939 ausgebombt und Umzug zu Großmutter und Bruder der Mutter (damals Kaplan) nach Wuppertal
1942 ausgebombt und verschüttet beim großen Phosphorangriff
1942 ein halbes Jahr in einem Kinderheim im Sauerland
1943-1946 mit einer befreundeten, ebenfalls ausgebombten Familie in einem kleinen Dorf (Rosenberg) in Süddeutschland gelebt. 2 Jahre keine Schule, da kein Lehrer vorhanden.
1947 Rückkehr nach Wuppertal
1947-1950 Gymnasium (nachkriegsbedingt 3 maliger Wechsel)
1952-1954 Internat in Haselünne, Niedersachsen (insgesamt bei 13 Schuljahren 9maliger Schulwechsel davon 2 Jahre keine Schule, nicht Sitzengeblieben)
1954-1958 Studium Germanistik und Anglistik, da für das Studienfach als Bibliothekarin kein Studienplatz zur Verfügung stand (Warteschleife, da erst die Kriegsteilnehmer zugelassen wurden.) in Bonn und Freiburg
1959-1962 Ausbildung an der Universität Köln zur Diplom-Bibliothekarin. Das Gesamtstudium als Werkstudentin erarbeitet, es gab noch kein Bafög und die Kleinstrente der Mutter reichte nicht zur Unterstützung.
1962-1995 als Dipl.-Bibl. bei den Stadtbüchereien Düsseldorf. Jugendbibliothekarin, Leiterin der  Erwerbsabteilung
1978-1995 Leiterin der Stadtteilbibliothek in Unterrath Bürgerschaftliches Engagement: Die Bücherei Unterrath war die erste Stadtteilbibliothek, die Öffentlichkeitsarbeit betrieb: Ausstellungen (bes. junge Künstler, die die Galeriegebühren nicht zahlen konnten und hier ihre erste Chance durch die Stadt bekamen) Dia- und Vorleseveranstaltungen, Seminare u.a. Kooperation mit der Altenbegegnungsstätte und der VHS-Zweigstelle im Haus und anderen Partnern im Stadtteil. Vernetzung, als der Begriff noch kaum bekannt war.
1994-2009 stellvertretende Vorsitzende des Düsseldorfer Seniorenbeirates (3 Amtsperioden) und Vertreterin für den Stadtbezirk
1997-2009 stellvertretende Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW.
seit 2003 Arbeitskreis ,,Verbraucherschutz« des Landes NRW  1984-2009 Beisitzerin im Vorstand des Bürgervereins Unterrath-Lichtenbroich, zuständig für die Referentensuche und -betreuung
1997-2006 Mitglied des Kirchenvorstandes der Herz-Jesu-Kirche in Derendorf, Arbeitsschwerpunkt Pflegeheim
1996 Gründungsmitglied der Friedrich-Spee-Akademie Akademie der 2. Lebenshälfte, Referentin und stellv. Vorsitzende auf Landesebene.
1996 Gründungsmitglied von Radio Kö. Senioren machen Radio im Bürgerfunk von Antenne Düsseldorf
seit 2000 Mitarbeit in der Agenda 21, Fachforum: Lebensraum Stadt
Wir wünschen Irmgard Scheinemann noch viele schöne und gesunde Jahre im Kreise ihrer Familie.
E.P.

Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich
– Auf dem Grundstück der Planstraße 3478 (An der Piwipp) 2-46 ist der Neubau einer Wohnanlage mit 38 Wohneinheiten und einer Tiefgarage sowie einer Klimawand geplant. Das Gebäude ist dreigeschossig
geplant und soll zur Straße hin zurückversetzt ein viertes Geschoss erhalten.
Das Gebäude soll zum Süden hin (Richtungsstraße An der Piwipp) von einer Wasserfläche umgeben werden.
Als Sichtschutz ist zur Straße An der Piwipp eine Klimawand geplant, die - mit Solarabsorber versehen - der Energiegewinnung der Wohnanlage dient.
Um das Bauvorhaben genehmigen zu können, sind Befreiungen nach dem Baugesetzbuch erforderlich; auf der Nordseite wird nämlich die Baugrenze durch den Baukörper selbst und ein davor gesetztes Treppenhaus überschriften.
Auf der Ostseite wird die Baugrenze ebenfalls durch ein Treppenhaus mit Aufzug und die erdgeschossige Überdachung der Tiefgaragenzufahrt überschritten.
Das Bauvorhaben macht den Nachweis von 38 Stellplätzen erforderlich. 48 Stellplätze werden in der Tiefgarage nachgewiesen.
Die Verwaltung hat keine Bedenken gegen die Erteilung der Befreiungen, da sie diese für städtebaulich vertretbar hält und unter Würdigung der nachbarlichen Interessen mit dem öffentlichen Belangen im Einklang stehen. Demgemäß stimmte die Bezirksvertretung dem Bauantrag einstimmig zu.

– Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am 03.09.2008 den Zwischenbericht zum Entwurf des 3. Nahverkehrsplanes der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, auf dieser Basis den Entwurf für den 1. Teil fertig zu stellen.
Im Rahmen der Erarbeitung des Entwurfs des Nahverkehrsplanes wurden durch die Verwaltung die Qualitätskriterien für das ÖPNVAngebot weiterentwickelt. Die Untersuchungen bestätigten zwar im Wesentlichen das hohe Niveau des vorhandenen ÖPNV-Angebots in Düsseldorf.
Handlungsbedarf besteht jedoch in Entwicklungsgebieten mit laufenden strukturellen Veränderungen, so unter anderem auch in Lichtenbroich.
Neben der Einrichtung zusätzlicher Haltestellen sieht der Entwurf des Nahverkehrsplanes zur Behebung  festgestellter lokaler Defizite Linienwegänderungen sowie ergänzende Buslinien vor.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Maßnahmen zum barrierefreien Ausbau von Haltestellen sowie zur Verbesserung des Verkehrsablaufs.
Zur Verbesserung der Erreichbarkeit Düsseldorfs aus der Region und damit zur Aktivierung des Pendlerpotentials im ÖPNV wurde die im Verkehrsentwicklungplan enthaltene Grobkonzeption eines
Schnellbussystems weiterentwickelt.
Die Konzeption sieht 6 neue Schnellbusverbindungen vor. Nach Abstimmung der geplanten Schnellbuslinien mit den mitbedienten und betroffenen Kreisen ist beabsichtigt, das Schnellbussystem in Stufen, beginnend mit einer Linie im Rhein - Kreis Neuss umzusetzen.
In dem Nahverkehrsplan wurden für den kurz- und mittelfristigen Zeithorizont bis 2015 alle beschlossenen ÖPNV-Vorhaben, deren Finanzierung gesichert ist und zur Realisierung anstehen, aufgenommen.
Neben der Wehrhahnlinie sind dies unter anderem die Verlängerung der Linie 701 zur Theodorstraße, die Verlängerung der U 79 zur Universität Ost und die Messeumfahrung U 80.
Der Entwurf des Nahverkehrsplans enthält darüber hinaus konkrete Prüf- und Arbeitsaufträge zur Weiterentwicklung des ÖPNV in den kommenden Jahren bis 2014.
Bis zum Beginn der Sommerferien wird allen Interessierten Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.
In das Abstimmungsverfahren werden die benachbarten und betroffenen Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen eingebunden.
Darüber hinaus werden die relevanten Träger öffentlicher Belange, die örtlich aktiven Umwelt- und Verkehrsverbände sowie die Frauen-, Kinder-, Senioren- und Behindertenorganisationen angehört.
Eingehende Anregungen und Hinweise von interessierten Bürgerinnen und Bürgern werden ebenfalls aufgenommen und geprüft.
Nach Auswertung des Anhörungs- und Abstimmungsverfahrens und Einarbeitung der Anregungen erfolgt die abschließende Beratung im OVA und die Beschlussverfassung durch den Rat der Stadt.
Die Bezirksvertretung nahm den Entwurf des Nahverkehrsplanes Teil 1 zustimmend zur Kenntnis.

– Einstimmig beschloss die Bezirksvertretung die Verlängerung der Schnellbuslinie SB 51 zum Flughafen-Bahnhof zu empfehlen.
Die Ansiedlung von weiteren 1200 Arbeitsplätzen (E-plus) im Gewerbegebiet Lichtenbroich-West im Juni diesen Jahres erfordert kurzfristig eine verbesserte Buserschließung dieses Gebietes.
Zusammen mit C&A, the Bee-Campany, ISS und Cup gemini werden dann in diesem Gerwerbegebiet rund 3500 Menschen arbeiten.
Die Buserschließung soll durch eine Linienwegverlängerung der aus Kaarst kommenden und bislang am Flughafenterminal endenden Schnellbuslinie SB 51 erfolgen.
Die Schnellbuslinie soll künftig vom Flughafenterminal weitergeführt werden über das Gewerbegebiet Lichtenbroich-West bis zum Flughafen- Bahnhof.
Die beabsichtigte Maßnahme ist im aktuellen Entwurf des Düsseldorfer Nahverkehrsplans, Teil 1 enthalten.
Aufgrund der aktuellen Ansiedlungsentwicklung soll sie vorgezogen und zur Umsetzung gebracht werden.
Das Gewerbegebiet ist rund 1 km vom Flughafen-Bahnhof entfernt und liegt damit deutlich außerhalb der akzeptablen Fußwegeentfernung zum ÖPNV. Derzeit wird das Gebiet nur mit 6
Fahrten täglich von einem Ableger der Buslinie 776 erschlossen.
Um eine für die Stadt und Rheinbahn kostengünstige Lösung anzubieten, ist die Aufgabe der beiden sehr schwach frequentierten Haltestellen Strandband Lörick und Birkhahnweg im bisherigen Linienverlauf sowie eine Linienwegänderung im Bereich des Flughafen-Terminals erforderlich.
Im Bereich des Flughafenterminals wird die bisherige Endhaltestelle aufgegeben und durch eine neu zu errichtende Haltestelle Flughafen/Maritimplatz in Höhe des Maritimhotels ersetzt. Im weiteren Linienverlauf fährt der Schnellbus durch das Flughafengelände mit einem weiteren Halt Flughafen/Halle 7.
In Lichtenbroich-West wird die dort vorhandene Bushaltestelle angefahren.
Die neue Endhaltestelle ist der Flughafen-Bahnhof.
Ohne diese Maßnahmen zur Fahrtzeiteinsparung müsste zusätzlich ein kompletter Buskurs eingesetzt werden, da ansonsten die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten für die Busfahrer nicht einzuhalten wären. Die Buslinie wird ihre bisherigen Bedienungszeiten behalten.
Sollte die Nachfrageentwicklung es erforderlich machen, wird eine entsprechende Taktverdichtung vorgenommen.
Die Busverbindung soll pünktlich zum Fahrplanwechsel am 14.06.2009 in Betrieb genommen werden.
Die bisherigen Haltestellenkanten im Bereich des Gewerbegebietes Lichtenbroich-West bleiben in ihrer Lage erhalten und werden künftig von SB 51 bedient.
Auf Wusch der im Einzugsgebiet der Haltestelle angesiedelten Unternehmen soll die Haltestelle Gewerbegebiet Lichtenbroich-West umbenannt werden in Lichtenbroich-Quartier.
Mit Betriebsaufnahme der Verlängerung des SB 51 werden die bisherigen sechs Fahrten der Buslinie 776 nicht mehr über Lichtenbroich festgeführt, sondern sie verkehren wieder auf dem angestammten Linienweg der 776.
Die neue Haltestelle Flughafen/Maritimplatz wird mit Mitteln der Stadt barrierefrei ausgebaut. Die Haltestelle Flughafen/Halle 7 baut der Flughafen barrierefrei aus.
Die provisorischen Haltestellenkannten im Gewerbegebiet Lichtenbroich-Quartier sollen mit Mitteln der Anlieger barrierefrei ausgebaut werden. Die im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen haben ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel erklärt.
Mitgeteilt von Frau Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider

Der Bürgerverein sagt „Danke“
Alljährlich bepflanzt unser Mitglied Georg Lippitsch, bekannt als Taxi-Schorsch, das Blumenbeet Unterrather Straße / Ecke Mecklenburger Weg in Eigenregie. Wir erfreuen uns alle im Vorbeigehen an dieser Blumenpracht und danken ganz herzlich für dieses Geschenk.         Der Vorstand des Bürgervereins

Die Gartenfreunde des Kleingärtnerverein „An der Karthaus“ Unterrath - Beedstraße suchen Düsseldorfer,
die sich für die Gestaltung einer Gartenparzelle mit Vereinsanschluss interessieren! Wir stehen für Fragen zur Verfügung unter 0172 / 2 42 99 93 oder 4 22 80 50 Der Vereinsvorstand

Die ehemalige Honschaft Rath und ihre
Herausforderungen an die Gegenwart

Ein Essay Zum feierlichen 100. Jahrestag der Eingemeindung Raths nach Düsseldorf der Bürgerschaft dargereicht Von Ralf Andreas Herbst Düsseldorf 2009

Vor 100 Jahren ist Rath nach Düsseldorf eingemeindet worden. Das Jubiläumsereignis wird hier aufgegriffen, um nach Gesprächen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern und ihren wertvollen Hinweisen an die Geschichte vergangener Jahre zu erinnern sowie die künftigen Aufgaben und Ziele zu vergegenwärtigen. Der Autor, Ralf Andreas Herbst, geboren im Jahr 1978, ist aufgewachsen im Stadtteil Lichtenbroich als Teil des Stadtbezirks 6 der Landeshauptstadt Düsseldorf. Er wohnt und lebt in Düsseldorf.
Den Bürgerinnen und Bürgern besten Dank.
Im Norden der Landeshauptstadt Düsseldorf liegt die ehemalige Honschaft Rath bzw. der heutige Stadtbezirk 6. Vor 100 Jahren, im Jahr 1909, ist dieses Gebiet nach Düsseldorf eingemeindet worden. Die alte Honschaft Rath umfasste den östlichen Teil von Lohausen (das heutige Flughafengelände), Lichtenbroich, Unterrath, Rath, den
nordwestlichen Teil Ludenbergs und einen Streifen nördlich der Düsseldorfer Stadtgrenze in Ratingen des Kreises Mettmann.
Die heutigen Stadtteile Rath, Unterrath und Lichtenbroich sowie Mörsenbroich befinden sich außerhalb des Zentrums der Landeshauptstadt und gestalten gleichzeitig das städtische Leben in und um Düsseldorf. Sie sind geprägt von einem eigenen Puls, und dieser verleiht ihnen den besonderen Charakter und Charme.
Wenn 2009 das 100-jährige Jubiläum der Eingemeindung Raths nach Düsseldorf gefeiert wird, schauen die Bürger auf eine langjährige und traditionsreiche Geschichte zurück, die mit der aus dem Mittelalter
stammenden Honschaft Rath beginnt und mit den Herausforderungen an die Gegenwart endet.
Das Rather Gebiet ist geprägt von besonderen Naturbedingungen und der menschlichen Zivilisation. Allgemein wird das Erscheinungsbild einer Landschaft beeinflusst durch Geofaktoren wie Gestein, Boden, Klima und Gewässer sowie durch das gesellschaftliche Handeln des Menschen wie Siedlungs-, Verkehrs- und Produktionsstrukturen. Durch die Vernetzung der natürlichen Geofaktoren mit den anthropogenen mEinflüssen entsteht die Kulturlandschaft als ein verändertes Ökosystem.
In Rath gab es vor mehreren Tausend Jahren eine wilde Bruchlandschaft mit Wäldern und Sümpfen, die heute in Kiesgruben oder Ausschachtungen offen zutage treten. In der ehemaligen Golzheimer Heide gab es einen langen Dünenzug, und durch das Sumpfland zog der Rhein mit seinem Arm, wenn nicht sogar mit seinem Hauptbett.
Noch heute zeugen kleine Flüsse wie der Kittelbach, der Wasser aus dem Höhen des Aaper Waldes und des Grafenbergs wegschafft und von dem Peter Korbmacher in seinem Erfahrungsbericht erzählt, von dieser alten Flussrichtung. Solche von Kies und Lehm, Torf und Schlamm durchzogene Gegendmusste auf die Menschen damals abschreckend wirken, und diese Naturbedingungen waren der Grund, dass eine Ansiedlung erschwert
wurde. Doch Funde von steinzeitlichen Werkzeugen an mehreren Stellen weisen darauf hin, dass sich die Menschen trotz widrigster Bedingungen dieses Gebiet zu erschließen suchten.
In seinem Aufsatz berichtet Franz Rennefeld über Altertumsfunde im Rather Gebiet wie an der Theodorstrasse, im Aaper Wald, im Rather Broich, am Mühlenkamp, am Roten Haus, auf der Golzheimer Heide und am Vottgesweg. Scharfe Steinbeile, gefährliche Pfeilspitzen, spitze Steinmesser und Schaber dienten als Werkzeug und Waffe.
Ralf Lommerzheim und Bernd C. Oesterwind haben in ihrer Veröffentlichung über die hallstattzeitliche Siedlung von Düsseldorf-Rath die vorgeschichtlichen Relikte im Umfeld des mittelalterlichen Hofguts Heiligendonk samt den Spuren einer älteren Besiedlung dokumentiert.
Der Verlauf der heutigen Bundesautobahn A 44 zwischen der Überführung der Oberhausener Straße und dem Anschlussbauwerk an die A 52 markiert auf einer Länge von 1500 Metern und einer Breite von 30 bis 50 Metern das Untersuchungsgebiet des kulturgeschichtlich nicht unbedeutenden Siedlungsraums zwischen der Stockumer
Rheinschleife und dem Aaper Wald. Auf dem Trassengelände wurden 1989 umfangreiche archäologische Untersuchungen durchgeführt, aus denen die Bodenfunde aus den vorgeschichtlichen Epochen der Stein-, Bronze- und Eisenzeit hervorgingen. Hier wurde eine dörfliche Ansiedlung der älteren Eisenzeit untersucht, deren Materialien typochronologisch einzuordnen waren.
Rath in seiner ursprünglichen Bedeutung meint das Roden von Wald und die damit einhergehende Trockenlegung des Sumpfbodens. Ortsbezeichnungen wie etwa Rather Broich zeigen also, dass es sich bei dem Gebiet zwischen Aaper Wald und dem heutigen Bett des Rheins einst um einen scheinbar undurchdringlichen Sumpf gehandelt hat. Doch die Ausgrabungsfunde belegen, dass Menschen dann doch die Wildnis betreten und bevölkert haben. In weit späterer Zeit zeugen Kirchen, Klöster oder Gerichtsgebäude von Brauchtum und
Tradition.
Historische Ereignisse wie die Vertreibung der Römer durch die Franken, die Verwaltung durch geistliche und weltliche Mächte und die Franzosenherrschaft haben der Stadtgeschichte Düsseldorfs Impulse gegeben.
Besonders das Siedleraufkommen von Tagelöhnern und Gewerbetreibenden infolge der Entstehung des Königshofs als Herberge für reisende Herrscher und Beamte sorgte für die Entstehung der Honschaft Rath als eine Verwaltungseinheit.
Das Recht und die Geschichte des Hofgerichts in Rath geht zurück auf das 15. bis 16. Jahrhundert. Hofgericht meint im Fall Rath nach Manfred Urhahn, der seine Doktorarbeit über Hofrecht und Hofgericht in Rath geschrieben hat, ein bäuerliches Gericht im Gegensatz zum fürstlichen Hofgericht. Letzteres verdankt seine Existenz der
Rechtsprechung geistlicher und weltlicher Herren an ihrem Herrschaftssitz. Das Rather Gebiet wurde 1248 von König Wilhelm von Holland an den Grafen Adolf von Berg verpfändet. Das nun in die bergische Verwaltung eingegliederte und dem Amt Angermund im Hinblick auf die Verwaltung nach dem Schloss bzw. der Kellnerei
pflichtige Rath war dem Hauptgericht Kreutzberg als dem zuständigen Gerichtsbezirk unterstellt. Der Fronhof befindet sich zentral im heutigen Unterrath an der Kirche St. Maria unter dem Kreuz. Ursprünglich als Produkt karolingischer Militär- und Siedlungspolitik angelegt war er Ausgangspunkt für die spätere Bedeutung Raths als
Sitz eines Oberhofgerichts.
Das Hofgericht und sein Hofverband waren wirtschaftlich dadurch gekennzeichnet, dass das zugehörige Land teilweise in Eigenwirtschaft, teilweise durch abhängige und mit Land ausgestattete Bauern bearbeitet wurde. Es handelt sich also um eine erweiterte Hauswirtschaft, die ihren Bedarf mit den eigenen Mitteln deckte.
Fortsetzung folgt

Der Bürgerverein sagt nochmals „Danke“
Am 29. März starteten vom Marine-Tambour-Korps schon traditionell die blauen Jungs in Richtung Folklorebrunnen, wo sich im Laufe des Jahres wieder viel Schmutz angesammelt hat. Mit viel Muskelkraft
wurde geschuftet. Aber wie dies alles so ist, war nach 2 Stunden alles sauber. Auch der Spass blieb nicht auf der Strecke. Der Bürgerverein spendete Getränke und belegte Brötchen. Der wieder neu eröffnete Grill am Opferhaus machte hervorragende Brötchen fertig. Anwesend waren auch einige Mitglieder, die sich am Arbeitseifer der
Jungs erfreuten. Hätte man doch mehr solcher jungen Menschen, die sich bereit erklären, Ehrenarbeit zu leisten. Wir sagen von ganzem Herzen „dankeschön“ und freuen uns schon auf das Jahr 2010.
Der Vorstand des Bürgervereins

Ein dreifach Hoch ...
Das kommt nicht alle Tage vor: Gleich dreimal wird in 2009 im Stadtbezirk 6 auf ein 100-jähriges angestoßen.
Im Jahre 1909 machte Düsseldorf einen Riesensprung. Zwar war das ehemalige Dorf an der Düssel schon einige Jahre Großstadt. Doch durch die Eingemeindung der Ortsteile Rath, Unterrath und Lichtenbroich sowie fünf weiterer Gemeinden vergrößerte sich das Stadtgebiet um mehr als das Doppelte.
Danach herrschte Aufbruchstimmung, denn die Industrialisierung war in rasantem Tempo vorangeschritten. Arbeitskräfte wurden dringend benötigt, und so stieg auch die Zahl der Einwohner rasch an. Das wiederrum erforderte steigende Investitionen in den Bau von Wohnungen, Straßen, Schulen etc. Und damit waren die Gemeinden einfach überfordert. Von den Industriellen wurde die Eingemeindung begrüßt, doch zahlreiche Bürger standen ihr kritisch gegenüber.
Das war dann auch der Grund, weshalb sich im selben Jahr der „Bürgerverein Unterrath 1909 u. Lichtenbroich e.V“ gründete. Viele befürchteten, daß die Anliegen vor Ort gegenüber den großstädtischen Interessen untergehen würden.
Auch heute noch, so erklärt die Vereinsvorsitzende Erika Prill, besteht die Hauptaufgabe des Bürgervereins darin, die Lebensqualität für die Mitmenschen in Unterrath und Lichtenbroich zu verbessern und die Rolle dieser beiden Stadtteile im Gesamtgefüge der Stadt zu stärken.
Und schließlich wurde ebenfalls im Jahre 1909 der „Rather Dom“, wie die Pfarrkirche St. Josef in Oberrath erfurchtsvoll genannt wird, feierlich eingeweiht.
Drei bedeutende Ereignisse, der wir in diesem Jahr mit Stolz und Dankbarkeit gedenken werden.
Ratsherr Jürgen Buschhüter Bezirksvorsteher

Geschichtswerkstatt Düsseldorf e.V.
Nicht nur der Unterrather Heimatverein feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum. Vor 100 Jahren, genau am 19.9.1909, landete das erste Zeppelin-Luftschiff auf dem Exerzierplatz an der Golzheimer Heide. Die Einrichtung eines Luftschiffhafens kann als die eigentliche Geburtsstunde des Flughafens Düsseldorf international betrachtet
werden.
Die Geschichtswerkstatt macht dieses Jubiläum, zusammen mit 100 Jahren Eingemeindung von unter anderem Unterrath, Lichtenbroich und Stockum, zu einem Schwerpunktthema in diesem Jahr. Der Stadtführer Dieter Jaeger hat zu diesem Thema bereits einige Vorträge gehalten (u.a. in der Kirche Maria unter dem Kreuze). Herr Hebenstreit wird am 28. Juni in Kooperation mit der VHS-Düsseldorf eine Fahrradtour rund um den Flughafen leiten.
(Veranstaltungsnummer: 131 350, diese Fahrt wird im 2. Semester am 4. Oktober wiederholt) Weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung.                     Manfred Nebenstreit

Der Tod gehört zum Leben...,
so sagt man in einem Slogan.
Dieses durften Kinder der Kindertagesstätte St. Maria Königin aus Lichtenbroich erfahren, als sie Ende 2008 unseren Bestattungsbetrieb am Rather Kreuzweg besuchten.
In der Zeit von 10 bis 12 Uhr konnten sie unser Haus und die Aufgaben, die wir als Dienstleister erfüllen in Augenschein nehmen.
Nach einer Vorstellungsrunde seitens der Familie Neuhaus wurden zunächst die Büroräume, die Ausstellungsräume, das Sarglager als auch der Leichenwagen und Werkstatt besichtigt.
Die vielen unterschiedlichen Bestattungsmöglichkeiten wurden den Kindern anschaulich erklärt.
Durch eigenes handwerkliches Geschick, wie z. B. den kompletten Bau eines Sarges mit der dazu gehörigen Ausstattung, wurde den Kinder das Handwerk eines Bestatters nahegebracht.
Nachdem der Mustersarg in den Leichenwagen gebracht wurde, konnten sich die Kinder mit Kakao und Muffins stärken. Mit diesem Besuch wurde das Projekt „Abschied nehmen“ der KiTa umgesetzt, welches sich primär mit dem Thema Tod bzw. Sterben beschäftigt.
Nicht nur das Bestattungshaus Neuhaus war Anlaufpunkt für diesen Workshop, sondern auch die Kapelle auf dem Nordfriedhof, der Tierfriedhof und andere Stellen, die sich mit dem Thema Tod befassen.
Ute Neuhaus

2009-2


EINLADUNG
zur Jahreshauptversammlung 2009

am Donnerstag, dem 12. März 2009 um 19.30 Uhr im Antoniusheim Kürtenstraße 160

Tagesordnung
01. Eröffnung und Begrüßung
02. Verlesen der Niederschrift der letzten Jahreshauptversammlung
03. Bericht des Vorstandes
04. Kassenbericht
05. Bericht der Revisoren
06. Aussprache über die TOP 3 bis 5
07. Entlastung des Vorstandes und Kassierers
08. Wahl der/des 2. Vorsitzenden
09. Wahl der/des 1. Geschäftsführers/Geschäftsführerin
10. Wahl des 1. Kassierers
11. Wahl eines Revisors
12. Abstimmung über die Ernennung eines Ehrenmitgliedes
13. Verschiedenes
14. Dieter Jäger von der Geschichtswerkstatt spricht in seinem Lichtbildvortrag über das alte Unterrath.

Diese Einladung gilt nach § 8 Abs. 2 unserer Satzung als rechtsverbindlich. Sie gilt ebenfalls für Familienangehörige, die Mitglieder des Bürgervereins sind. Bitte zeigen Sie als Mitglied oder als Vertreter der uns kooporativ verbundenen Vereine Ihr Interesse am Bürgerverein und nehmen Sie an der  Jahreshauptversammlung teil.

Vor und nach der Versammlung haben Sie als Mitglied die Möglichkeit, Ihren Beitrag (11,– Euro für Mitglieder, 3,– Euro für Familienangehörige) bei unseren Kassierern zu entrichten.

Sollten Sie jedoch den bargeldlosen Weg wählen, stehen Ihnen unsere Konten Stadtsparkasse Düsseldorf, Kto.-Nr. 1004809305 (BLZ 30050010) und Dresdner Bank AG, Kto.-Nr. 483 083 000 (BLZ 300 800 00) zur Verfügung.

Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V.

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder
Gertraude Benten, Sermerweg 17
Peter und Ingrid Bünten, Kalkumer Str. 29
Jochen Krehuke, Wallstr. 9, 31848 Bad Münder
Dietgard Kittner, Im Huferfeld 8
Esther und Christian Matthiessen, Unterrather Str. 65

In eigener Sache
Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag entweder per Dauerauftrag, Einzugsermächtigung oder Bareinzahlung bisher auf das Konto des Bürgervereins bei der Postbank überwiesen haben, werden gebeten, künftig ihre Beiträge entweder auf das Konto des Bürgervereins bei der Stadtsparkasse Düsseldorf, Kto.-Nr. 100 480 9305,
BLZ 300 50110 oder bei der Dresdner Bank AG, Kto.-Nr. 483 083 000, BLZ 300 800 00 anzuweisen.

Wir trauern um unser Mitglied
Ulli Rupprath
geb. Becker
* 10.09.1936 † 12.01.2009 †

Jahresfahrt am 27. Juni 2009
Unsere diesjährige Jahresfahrt führt uns zuerst in ein „Biologisches Zentrum“ ins Münsterland. Das Biologische Zentrum bietet Umweltbildung und Naturerlebnisse für Menschen aller Altersgruppen an. Insgesamt wird die fachkundliche Führung etwa. 1 1/2 Stunden dauern.
Die Abfahrt ist um 8.00 Uhr am DRK Zentrum Plus, Eckenerstr 1 / Ecke Kalkumer Str.
Unser Mittagessen werden wir im „Landhaus Gapellen“ einnehmen.
Nachdem Mittagessen fahren wir mit dem Planwagen durch die Münsterländische Landschaft.
Die Kosten betragen für Mitglieder und einen Angehörigen 45,00 Euro pro Person. Für Gäste 48,00 Euro pro Person.
In dem Betrag sind enthalten: Die Fahrtkosten mit dem Bus, die Besichtigung des Biologischen Zentrums, das Mittagessen, die Planwagenfahrt sowie das Kaffeetrinken mit Kuchenbüfett. Den Teilnehmerbetrag wollen Sie bitte ab sofort auf das Konto Karlheinz Kuerpig, Konto Nr.: 0245771 600, BLZ 300 609 92 bei der PSD
Bank Rhein-Ruhr überweisen. Bitte möglichst in Druckschrift schreiben. Abenderangabe bitte nicht vergessen.
Da die Nachfrage sehr groß und die Teilnehmerzahl jedoch begrenzt ist, bitten wir unverzüglich den Teilnehmerbetrag zu überweisen. Als Anmeldung gilt der Eingang des Teilnehmerbetrages auf dem Konto.
Die Buchung und Sitzplatzverteilung erfolgt in der Reihenfolge der eingehenden Zahlungen. Bei Verhinderung bitte Ersatzperson stellen, da kein Anspruch auf Erstattung besteht. Gäste sind, wie auch bei unseren anderen Veranstaltungen, herzlich willkommen.
Gegen ca. 19.00 Uhr werden wir wieder in Unterrath sein.
Eine schöne Fahrt wünscht Ihnen schon jetzt
Der Vorstand
Änderungen vorbehalten.

Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich

– Mehrheitlich stimmte die Bezirksvertretung 6 dem Inhalt des Lichtmasterplanes Teil 2 für ihren Bezirk zu und empfahl dem APS eine vorlagegemaßige Beschlussfassung.
Die Wahrnehmung der Stadt und das Ziel zur Aufwertung der Gestaltqualität des öffentlichen Raumes im Sinne des Programms PlatzDa! endet nicht mit Einbruch der Dunkelheit. Für Bewohner und Besucher der Stadt ist Licht ein wesentlicher Bestandteil der nächtlichen Wahrnehmung.
Licht dient in erster Linie der Sicherheit und visuellen Führung, jedoch auch der Atmosphäre und dem bewussten oder unbewussten Wohlbefinden in der Stadt. Beleuchtung kann städtisches Image fördern, Orientierungspunkte hervorheben, Stadtgeschichte vermitteln, aber auch zur Belebung in städtischen Bereichen beitragen. Eine Stadt wird in ihrer Identität durch Licht entscheidend geprägt.
Die Leitthemen diesbezüglich waren Durchsicht, Fernsicht, Weitsicht, Draufsicht, Absicht, Ansicht und Einsicht. Auf dieser Grundlage wurden für den Stadtbezirk 6, insbesondere für Unterrath folgende Objekte ausgesucht:
Weitsicht - Hochhäuser und Landmarken
Hochhaus am Hülserhof (Rath)
Flughafentower (Unterrath)
Draufsicht - Stadträume und Plätze
Nahversorgungszentrum Lichtenbroich
Unterrather Straße, Klinke
Stadtraum Kalkumer Straße
Absicht - Lichtqualität und Ambiente
Erhaltungsgebiet Kehler Straße
Erhaltungsgebiet Aplerbecker/Brackeler Straße
Ansicht - Architektur und Baukunst
Kirche St. Bruno Kalkumer Straße
Kirche St. Maria unter dem Kreuze, Am Klosterhof
Einsicht - Kunstorte und Lichtorte
Brunnenanlage am Opferstock
Rücksicht - Sicherheit und Umweltschutz
Unterführungen und Wege an S-Bahnhöfen
– Am Lemgoer Weg 100 ist der Neubau einer Betriebskindertagesstätte vorgesehen. Geplant ist die Errichtung einer II-geschossigen Betriebskindertagesstätte als Kubus in Holztafelbauweise mit extensiver Dachbegrünung. Es sollen insgesamt 5 Gruppen entstehen (2/5 der Betreuungsplätze sind öffentlich).
Die ggf. lärmintensiven Gruppenräume orientieren sich nach Süden zum benachbarten Industriegebiet. Gleichzeitig kann der geplante Baukörper die Schallimmissionen, die vom Höxterweg ausgehen, minimieren. Der im Bebauungsplan dargestellte Lärmschutzwall wird durch das Bauvorhaben nicht beeinträchtigt. Die
Zugänglichkeit der auf dem Gelände befindlichen Leitungen wird nicht beeinträchtigt. Die genaue Lage und die feizuhaltenden Flächen wurden mit den Stadtwerken abgestimmt.
Um Einsichtmöglichkeiten von der Kindertagesstätte in die benachbarten Privatgärten zu verhindern, wird entlang der nördlichen Grundstücksgrenze auf dem zukünftigen Kindertagesstättengelände ein Pflanzstreifen angelegt.
Um das Bauvorhaben genehmigen zu können, ist eine Befreiung nach dem BauGB erforderlich, da der Bebauungsplan als Art der Nutzung „private Grünfläche“ festsetzt.
Die Verwaltung hat keine Bedenken gegen die Befreiung, da sie diese für städtebaulich vertretbar hält. Die Kindertagesstätte erhält gestaltete Freiflächen mit Vegetations- und Spielflächen, so dass der Charakter einer Grünfläche erhalten bleibt. Der geplante Kindertagesstättenneubau bildet den Abschluss der nördlichen
angrenzenden Wohnbebauung zum Höxter Weg und führt die offene und stark durchgrünte Bauweise des Wohnviertels fort. Das Dach der Kindertagesstätte wird extensiv begrünt.
Das Vorhaben macht den Nachweis von 2 Stehplätzen erforderlich, 12 Stellplätze werden auf dem Grundstück nachgewiesen, um die Parksituation des angrenzenden Wohnviertels nicht zu beeinträchtigen.
Auf dem Grundstück befinden sich satzungsgeschützte Bäume. Art und Anzahl der Bäume, die ggfs. gefällt werden müssen, stehen noch nicht fest. Ersatzpfanzmaßnahmen werden im Rahmen des Bauantrages in Abstimmung mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt festgelegt.
Nach Darstellung des Vorhabens seitens der Verwaltung beschloss die Bezirksvertretung mehrheitlich die Erteilung des Bauvorbescheides einschließlich der erforderlichen Befreiung nach dem Baugesetzbuch hinsichtlich der festgesetzten Art der Nutzung.
– Ebenfalls mehrheitlich beschloss die Bezirksvertretung die Erteilung der erforderlichen Befreiungen nach Baugesetzbuch hinsichtlich der Bauweise, der Grundflächenzahl und der Baugrenzen im Hinblick auf die geplante Errichtung eines Bürogebäudes mit Tiefgarage und Gastronomie auf der Peter-Müller-Straße 22.
An entsprechender Stelle ist die Errichtung eines V-VI-geschossigen Bürogebäudes mit ca. 7.900 m2 Bürofläche und einem Bistro mit Außengastronomie geplant.
Es werden 203 Stellplätze in einer Tiefgarage sowie 9 oberirdische Stellplätze errichtet.
– Auf der Peter-Müller-Straße 24 - 26 ist ebenfalls der Neubau eines Bürogebäudes mit Tiefgarage geplant.
Vorgesehen ist die Errichtung eines VI-geschossigen Bürogebäudes mit Staffelgeschoss und einer Il-geschossigen Tiefgarage.
Auch hier beschloss die Bezirksvertretung mehrheitlich die Erteilung der erforderlichen Befreiung nach dem Baugesetzbuch hinsichtlich der Bauweise, der Grundflächenzahl und der Baugrenzen sowie eine Abweichung nach der Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen hinsichtlich der Gestaltung des Staffelgeschosses.
Die Verwaltung hatte keine Bedenken gegen die Abweichung, da sie funktional erforderlich ist und sie städtebaulich für vertretbar gehalten wird und unter Würdigung der nachbarlichen Interessen mit dem öffentlichen Belangen vereinbar ist.
Das Bauvorhaben macht den Nachweis von 284 Stellplätzen erforderlich. Es werden 291 Stellplätze nachgewiesen.
– Mitglieder der Bezirksvertretung halten den Bereich Unterrather Straße/Wangeroogestraße für stark unfallgefährdet. Aus diesem Grunde wurde angefragt, wie viele Unfälle in den letzten 3 Jahren polizeilich aufgenommen wurden, differenziert nach  Sach- und Personenschaden.
Hierzu teilte die Verwaltung mit, dass im Jahr 2006 sich 7 Unfälle mit Sachschaden ereigneten, im Jahr 2007 3 Unfälle, wobei einer mit Personenschaden entstanden ist. Im Jahr 2008 ereigneten sich an entsprechender Stelle 3 Verkehrsunfälle, wovon 2 mit Personenschaden verbunden waren.
– Der Weg zur Unterrather Bücherei und zum Zentrum plus ist mit groben Pflastersteinen befestigt. Es ist bekannt geworden, dass aufgrund des unebenen Belages in der Vergangenheit häufig ältere Menschen gestolpert und auch gestürzt sind. Auch die Nutzung von Rollatoren gestaltet sich auf der unebenen Fläche als äußerst
schwierig.
Aus diesem Grund bat die Bezirksvertretung die Verwaltung einstimmig, den Weg vor der Unterrather Bücherei bzw. dem Zentrum plus aus Gründen der Gefahrenabwehr so herzurichten, dass er insbesondere für ältere Menschen gefahrlos passierbar wird und auch problemlos mit Rollatoren benutzt werden kann.
– Einstimmig bat die Verwaltung den Fußweg entlang des Ratherbroicher Grenzgrabens zwischen Hoferhofstraße und Am Röttchen zu verbreitern und die Oberfläche herzurichten.
Der Fußweg ist erneut zugewachsen. Fußgänger haben Schwierigkeiten, aneinander vorbei zu gehen. Wenn ein Fußgänger noch mit einem Hund unterwegs ist, muss man seitlich ausweichen und steht dann schon halb auf der Böschung, zumal der Weg auch von Radfahrern genutzt wird. Die Oberfläche des Weges ist so schlecht, dass bei nassem Wetter Gefahr besteht auszurutschen.
– Es ist beabsichtigt, das Friedrich-Rückert-Gymnasium, Rückertstraße 6, zum 01.08.2010 in eine gebundene Ganztagsschule umzuwandeln. Das Gymnasium liegt im Stadtbezirk 6, in dem 85% seiner Schülerinnen und Schüler wohnen. Die Schule wird im laufenden Schuljahr drei bis vierzügig geführt. Mittelfristig wird bei
gleichbleibendem Wahlverhalten der Erziehungsberechtigten das Gymnasium durchgängig vierzügig sein. Eine Nachmittagsbetreuung findet derzeit im Rahmen des Programms „13Plus“ in 2 Gruppen statt.
Die Ganztagsquote in der Primarstufe liegt in den Grundschulen des Einzugsbereichs bei ca. 40%. Die Schule hat einen ökonomisch-sprachlichen Schwerpunkt. Sie führt das von der Stiftung PRO AUSBILDUNG verliehene Siegel „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“.Das Ganztagskonzept wird derzeit von der Schule erarbeitet.
Nach einer groben Prüfung sind für die im Zusammenhang mit dem Ganztagsbetrieb erforderlichen Umbauarbeiten 550.000,00 Euro erforderlich.
– Die Bezirksvertretung hat in ihrer Sitzung am 11.6.2008 die Verwaltung um Prüfung gebeten, ob es sinnvoll ist, den Rotkehlchenweg in eine Einbahnstraße in ost-westlicher Richtung umzuwandeln.
Hierzu teilte die Verwaltung folgendes mit:
Die Einführung einer Einbahnstraßenregelung für den Rotkehlchenweg in ost-westlicher Richtung würde die Verkehrsabläufe verbessern und somit auch die Verkehrssicherheit erhöhen, die zuletzt u. a. durch Messebesucher und Messegäste in den benachbarten Häusern am Birkhahnweg beeinträchtigt wurde. Die Verwaltung hält deshalb eine Umwandlung des Rotkehlchenweges in eine Einbahnstraße für sinnvoll. Eine Umwandlung könnte nach Vorlage eines entsprechenden Beschlusses der Bezirksvertretung 6 erfolgen.
Die Anwohner selbst fahren bereits heute so, dass eine geänderte Verkehrslenkung keine Umstellung ihres Fahrverhaltens erfordern und zudem auch keine Verschlechterung der Fahrwege bedeutet.
Radfahrer sollen aber auch weiterhin - wie in den umliegenden Straßen auch, den Rotkehlchenweg in beiden Richtungen befahren können. Hierzu wird eine entsprechende Beschilderung angebracht.
– In ihrer Sitzung im April 2008 hatte die Bezirksvertretung 6 die Verwaltung gebeten, durch geeignete Maßnahmen die Beleutung des Verbindungsweges zwischen Kalkumer Straße und Colmarer Weg zu verbessern.
Zwischenzeitlich ist dort eine zusätzliche Laterne aufgestellt worden.
Mitgeteilt von Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider

Allen Mitgliedern,
die im März und April
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.

Osterbräuche
Lausitz - vom Waleien
Außer den Dänen im Norden Deutschlands gibt es im äußersten Südosten, in der Lausitz und im Spreewald noch eine weitere Minderheit-die Sorben.

Eine eigene Sprache, zweisprachige Orts- und Straßenschilder, sorbische Schulen, Kultur und wunderschöne Oster-Bräuche haben sich bis heute erhalten.

Neben dem traditionellen Osterreiten gibt es auch noch das Waleien, ein in meiner Kindheit noch oft gespielter Brauch, den ich jetzt bei meinen Kid’s auch wieder mobilisieren werde.

„Das Waleien“ (sorb. walkowanje) ist ein sorbischer Osterbrauch, der heute noch in einigen Dörfern des Bezirkes Cottbus gepflegt wird und dem ursprünglich ein Fruchtbarkeitszauber zugrunde liegt. Man glaubte früher nämlich, durch das Kullern von Eiern über Wiese und Feld im Frühjahr Wachstum und Gedeihen der Saaten günstig beeinflussen zu können.

In den meisten Orten wird dazu eine kleine Grube mit abschüssiger Bahn ausgehoben, die bis 1,5 m breit und bis 3 m lang ist und am Ende des Gefälles eine Tiefe von etwa 30-40 cm hat.

In verschiedenen Gegenden der Niederlausitz trifft man auch eine andere Form der Waleien: eine mit viel Geschick errichtete Sandaufschüttung von verschiedener Form mit schiefer Ebene. Darauf sind oftmals - ebenfalls aus Sand - ornamentartige Hindernisse angebracht. Meist gab es mehrere „Waleien“ in einem Ort. Solche „Waleien“ dienten bis in die dreißiger Jahre z.T. auch Jugendlichen und Erwachsenen zur Geselligkeit wie z. B. in den sog. Spielbergen in Lübben (Spreewald).

Die Spielregel: Der erste Spieler legt ein Ei in die Grube. Der nachfolgende Spieler muß versuchen, mit seinem in die Grube kullernden Ei das erste Ei zu treffen. Verfehlt er es, so bleibt auch sein Ei dort liegen und der nächste Mitspieler ist an der Reihe.

Trifft er es, so darf er das getroffene Ei behalten und sein Ei wieder herausnehmen oder er bekommt - so ist es allgemein üblich - ein Geldstück oder ein Bonbon. Außerdem darf er das Spiel solange fortsetzen, bis es ihm mißlingt.

Da natürlich nicht alle Mitspieler treffen, sammeln sich oft mehrere Eier in der Grube an. Es kommt aber auch vor, daß ein Spieler mehrere Eier zugleich trifft, wofür er entsprechend honoriert wird.

Wenn alle Ostereier der Mitspielenden in der Grube liegen, beginnt das Spiel von Neuem.

Um den Eifer der Kinder zu erhöhen, steckten die Erwachsenen oftmals kleine Münzen in die Bahn. Derjenige, der sie mit seinem Ei berührte, durfte sie an sich nehmen.

Wir haben als Kinder dieses Spiel mit von uns selbst bemalten (hartgekochten!) Eiern auf einer normalen glatten, leicht abschüssigen Fläche gespielt. Die erspielten Eier wurden dann als Wegzehrung meist auf dem Nachhauseweg verspeist.

Ein Ei in eine gewünschte Richtung zu kugeln ist ein ausgesprochen schönes Spiel!

Franziska am 25.03 .2001

Der Vorstand des Bürgervereins
und die Redaktion
wünscht allen Mitgliedern und Inserenten
ein frohes Osterfest.


Sperlingsweg - Die Feuerwehrsiedlung
- Erinnerung an Herrn Ernst Witt -

Am 22. Juni 2008 wäre mein Vater - Ernst Witt, ehem. Brandoberinspektor bei der Feuerwehr der Stadt Düsseldorf - 100 Jahre alt geworden.

Aus diesem Grunde möchte ich daran erinnern, dass er die Bauinteressengemeinschaft der städt. Berufsfeuerwehr, Düsseldorf e.V. ins Leben gerufen hat und wie ich die Entwicklung dieser Gemeinschaft
miterlebt habe.

Als nach dem 2. Weltkrieg alles in Schutt und Asche lag, wohnten viele Kollegen meines Vaters in Kellern, Gartenhäuschen oder anderen Behelfsunterkünften. - Wir selbst hatten eine intakte Wohnung. -

Mein Vater war damals mit einem Mitarbeiter der Wohnungsbaugenossenschaft Düsseldorf-Ost, die heute unter einem anderen Namen immer noch existiert, befreundet.

Es wurde viel über neue Baumassnahmen gesprochen. Dadurch kam mein Vater auf die Idee, die Stadt Düsseldorf könnte doch für ihre Mitarbeiter Land zur Bebauung zur Verfügung stellen.

Deshalb nahm mein Vater mit dem damaligen Oberstadtdirektor Dr. Hensel Kontakt auf. Wie lange diese Verhandlungen gedauert haben, ist mir nicht bekannt.

Jedenfalls wurde für Interessenten der Feuerwehr das gesamte Gelände des jetzigen Sperlingsweges zur Verfügung gestellt. Aber wie es immer so ist, nach der anfänglichen Begeisterung traten viele Bewerber zurück. Es blieben noch 28 Interessierte übrig. Eine weitere Gruppe von 6 - 8 Teilnehmern etablierte sich in Eller,
Kuselerweg.

Nach entsprechender Kontaktaufnahme mit dem Rheinischen Heimstättenverband und entsprechenden Architekten wurde 1948 - gleich nach der Währungsreform - mit dem Bau begonnen.

Da alle Feuerwehrmänner - auch heute noch - eine abgeschlossene Handwerksausbildung hatten, entschloss man sich, auch wegen der fehlenden Geldmittel, so viel Eigenarbeit wie möglich zu leisten. Darüber wurde genau Buch geführt, ebenso wieviele Materialien gebraucht wurden. - Dieses Buch gibt es noch heute. -

Ausserdem musste das erste Haus in Eigenleistung bis zum Richtfest erstellt werden, um entsprechende Fördermittel zu bekommen. Zur Finanzierung wurde Sand verkauft und es mussten Steine
geklopft werden (Recycling aus Bauruinen).

Schliesslich konnte ein zünftiges Richtfest gefeiert werden.

Die Erstellung der Siedlung erfolgte in drei Bauabschnitten mit unterschiedlichen Bautypen. - Wegen des damaligen Korea - Krieges wurden Gelder gestrichen, so dass der 2. Bauabschnitt bescheidener
ausfiel. Ausserdem musste damals noch nach Bauvorschriften aus dem Jahre 1924 gebaut werden, d.h. in jeder Siedlerstelle musste ein Stall zur Tierhaltung vorhanden sein, ein Badezimmer war in den Plänen nicht vorgesehen!

Da es noch keine Kanalisation gab, wurden die Abwässer in Sickergruben abgeleitet, die auf dem Grundstück eingerichtet werden mußten. Die ca. 700 - 800 qm großen Grundstücke dienten der Selbstversorgung.

In den ersten Baujahren war mein Vater stets an seinem freien Tag - der Feuerwehrdienst gestaltete sich in 24 Std. Dienst und 24 Std. frei - ohne 38 Std.- Woche - auf der Baustelle, so war er nur jeden 2. Abend zu Hause.

Allmählich wurde Haus für Haus fertig. Anfangs wusste mancher nicht, wie der für damalige Verhältnisse große Wohnraum mobliert werden sollte, da kaum Möbel vorhanden waren. - Auch sah man wegen der Baumassnahmen eher Männer im Gespräch zusammenstehen, anstatt tratschender Frauen.

Bald nach der Fertigstellung der Häuser, stets ein Einlass zum Feiern, erfolgte die behördliche Bauabnahme.
Kaum hatten die Beamten die Baustelle verlassen, wurde umgebaut. Die ersten Wände flogen heraus, um z.B. aus dem Stall ein Badezimmer zu machen.

Ende der 60er Jahre kam dann die Kanalisation.

Bald darauf, anfang der 70er Jahre, wurde die Zentralheizung modern. Also wieder Umbau, um die Heizung anzulegen, die entweder mit Kohle oder mit Öl betrieben wurde. Später konnte eine Umstellung auf Gas erfolgen.
Inzwischen sind die Bauherren - sprich Feuerwehrmänner - der ersten Generation bis auf einige wenige verstorben.

Teilweise wurden die Häuser von den Töchtern oder Söhnen übernommen, teilweise wurden die Häuser an junge Familien mit Kindern verkauft. Die Nachfolger haben die Häuser saniert und modernisiert - also wieder Umbau ! -

Leider ist der anfängliche Zusammenhalt in der Siedlung nicht mehr vorhanden. Um die neu hinzugezogenen sollte sich bemüht werden. Gemeinsam könnten evtl. auch Projekte verwirklicht werden, um umweltfreundliche Energien, wie Solar - und Voltaik - Anlagen zu installieren oder Erdwärme zu nutzen.

Das hiesse zwar wieder bauen, aber vielleicht lohnt es sich langfristig, noch einmal zu investieren.
Dr. Karin Witt
Ärztin für Neurologie und Psychiatrie - Psychotherapie -

Wie vor 180 Jahren der Hofbäckermeister Mathiesen
von Düsseldorf einen Ausflug nach Eller machte

Seit der Stunde, da der Königlich Preußische Notarius Coninx zu Düsseldorf am Stammtisch im Zinterklöschen dem Hofbäckermeister Mathiesen von der Wilkesfurth, dem zum Schloß Eller gehörigen Rittergütchen geplaudert hat, buddelt dem ehrsamen Meister ein goldener Maikäfer im Kopf herum und summt und brummt da Tag und
Nacht von Rittern, Edelfrauen, Knappen und Pagen.
Es ist am ersten Sonntag im Mai des Jahres 1827. Meister Mathiesen kommt schon vor 1 Uhr mit roten Backen und blinzelnden Äuglein aus der 11 Uhr - Messe und dem „Zinterklöschen“ nach Hause und ruft in der Ladentür: „Fräuke, we am echte Mai sonndag zu Hus blievt, dä höt de Stadtesel roope, äwer nit der Kuckuck! Flöck der
Lade zu! Hütt schöddele mer Maikäfer em Bilker Bosch on drenke e lecker Pöttche beim Schiffers Pitter en Eller! Et es e Wäder wie Taat!“
Über ein Stündchen marschieren Mathiesens mit Kind und Kegel, mit Lehrjung und Ladenmädchen zum Ratinger Tor hinaus. Bald hat die lustige Gesellschaft Schloß Jägerhof im Rücken, und nun geht es in die lauschigen Waldpfade des Bilker Busches hinein. Silberstämmige Birken im zart tropfenden Grün, knorrige Hainbuchen im neuen Frühhingskleide, junge Eichen mit bräunlich schwellenden Knospen und dunkle Tannen mit hellen Lenztrieben, alles duftet nach Frühling und Leben und es stimmt die Saiten zum frohen Frühlingsliede!
Madam Mathiesen wischt perlende Schweißtropfen von den glühenden Wangen, spannt die bunte Parapluie auf und stolziert in der schwarzseidenen Krinoline wie ein stolzer Puter im Sonnenglanz. Der behäbige Meister hat Rock, Vatermörder, Laberdönchen und Manschetten ausgezogen und springt mit der Buben und Mädchen über
Stock und Stein, durch Tannen und Erlengesträuch.
Nun lagert die maifrohe Wandergruppe auf dem Moosteppich des Kreuzweges. Die Buben packen die grünen Botanisierbüchsen aus, einen halben Bäckerladen voll Leckereien. Wie das schmeckt, wenn Goldammer und Buchfinken dazu singen, wenn Amsel und Drossel flöten, wenn die Nachtigall schmettert und der Kuckuck ruft und
lacht! Mathiesen zählt mit blinzenden .Aiwlein den Ruf des Glücksvogels, klimpert mit den Talern in der Tasche und denkt heimlich an das Rittergütchen an der Wilkesfurth. Ungeduldig springt er auf und gibt das Signal zum Aufbruch. Bald sind sie schon am Karls- und am Lippgenshof, die in grüne Waldlichtungen eingebettet sind. „Fräuke, wie gefällt dich so e Höffke?“ fragt der Meister vorsichtig. „Mer zwei hand ons Schöfke em Drüge, he könnte mer et em Rauchfang höde!“ „Mann, dat soll doch nur e Mäuzke sen“ entgegnet pustend Frau
Mathiesen. Bald lichtet sich der Wald mehr und mehr. Gelbe Rapsfelder wechseln mit wogenden Ährenstreifen und roten Kleebreiten. Gehöfte und Häuschen verstecken sich in blühenden Obstgärten. Lierenfeld duckt sich wie eine Rebhuhnkette in das alte Rheinbett hinein.
Nun kreuzen sich wieder schattige Waldpfade, und Meister Mathiesen muß oft genug ein Bäuerlein fragen, um sich zwischen Baumgruppen, Weiden und Gartenhecken zurecht zu finden. Endlich taucht ein hohesTurmgerüst über dem Blütenschnee der Gärten auf. „Gott sei Dank!“ geht es von Mund zu Mund. Richtig, da liegt das idyllische Dörfchen im Maienschmuck. Ein Duft von Goldlack und Flieder liegt über seinen Gärten.
Zuerst wird die neue Gertrudiskirche von den kritischen Augen des Städters mit den Kirchen der Residenz in Vergleich gestellt, wobei selbstverständlich St. Gertrudis vor St. Lamberti den kürzeren zieht. Dann biegen Mathiesens in die Dorfstraße ein. Wie putzig da die Gehöfte und Häuschen mit dem schwarzen Gebälk, den schneeweiß getünchten Fachwänden und den grünen Fensterläden warm geduckt an der Erde liegen! Manche haben sich wie ängstliche Kinder hinter weißen Schlehdornhecken an der Düssel versteckt. Die Luft ist voll Amselsang und Lerchentriller. Vor dem Brunnen mit der hohen Ziehstange hat unter den violetten Trauben der Syringe ein Düsseldorfer Maler seine Staffage aufgestellt. Neugierige Kinder drängen sich immer näher um den Künstler, der es weiß, daß die Gotteswelt am Sonntag am schönsten ist. Zwei alte Burghöfe, der Hausterts- und der Monkkartzhof und die stattliche Burgmühle blicken wie wehrhafte Knappen verächtlich auf das Gewirr der Häuschen wie auf Kinderspielzeug herab. Rechts und links führen von der Dorfstraße schmale Pfade zwischen hohen Hainbuchhecken auf grüne Wiesen und bunte Feldfluren hinaus. Gelb und rot gleißen blühende Raps- und Kleebreiten zwischen wogenden Halmen, aus denen die ersten Ährenköpfchen scheu hervorlugen.
Am Straußenkreuz legen die Stadtkinder die bunten Maiensträuße an den Steinstufen des Dorfkreuzes nieder. Hinter den Kreuzlinden geht die Dorfstraße in den Feldweg nach Wersten über. Nur noch ein paar Häuschen liegen da zwischen Baumgruppen wie vom Himmel gefallen. Am Brandweiher haben die jungen Burschen den Dorfschönen den buntgebänderten Maibaum aufgerichtet. Wer mag es wohl gewesen sein, die schöne Maienkönigin Ellers im Jahre 1827! Jetzt ist die Straße still im Sonntagsfrieden. Die guten EIlerer lieben nach
sauren Wochen ihr Mittagsschläfchen. Nur hier und da winkt zwischen weißen Hemdärmeln ein freundliches Gesicht zu den Städtern herüber.
Trotzdem das Wirtshausschild am Möschenkothen mit tausend Armen winkt, biegt Meister Mathiesen, ein Grashälmchen kauend, mit trockener Kehle in die UImenallee ein, die zur Burg führt. Da liegt im alten Park Castrum Elnere im Dornröschenschlaf! Verträumt nickt der alte Burgfried und schaut ärgerlich auf die schadhaften, durchlöcherten Schieferdächer, auf das zerfallene Mauerwerk und das windschiefe Eichengebälk herab. Die kleinen Radschläger können sich nicht satt sehen an den wuchtigen Quadermauern mit den Zinnen und Erkern, an den Wehrgängen mit den Schießscharten, an den malerischen Zugbrücken und Gattern, ob auch manches dem Einsturz nahe ist. Doch jetzt summt der goldene Maikäfer wieder energischer in Mathiesens Gedankengang und zieht den Meister an Zauberfäden am Schloßpark vorbei zur Wilkesfurth.
Am Ufer des toten Rheinarmes in einem Kranze blühender Obstbäume liegt das Höfchen, das den Meister schon wochenlang nicht mehr ruhig schlafen läßt. Meister Mathiesen scharrt den Rasen wie ein junges Fohlen, kratzt sich hinter den Ohren, läßt den Taler in seiner Westentasche klimpern, läuft auf und ab, bleibt endlich vor seiner
verwundert dreinschauenden Frau stehen, und dann kommt es stotternd heraus: „Fräuke, dä Coninx well dat Höffke för 4000 Daler verkofe! Wenn e mich dat för 3000 Daler lößt, koof ich et.“ Endlich hat der Meister sein Geheimnis vom Herzen gewälzt, atmet erleichtert auf und ruft: „Kenger, mich kleeft de Zong am Jum. Jetz jomm mer nom Schiffers Pitter on goorgele met en Stang Alt!“ – Kurze Zeit darauf ist der reiche Bäckermeister Mathiesen Rittergutsbesitzer auf der Wilkesfurth.
H.

2009-1

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder
Paul Dangschat, Coesfelder Str. 3
Anne Woitha, Frobenstr. 22

Grußwort der 1. Vorsitzende des Bürgervereins Unterrath 1909 und Lichtenbroich e. V.
zum Jahreswechsel 2008/2009

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vereinsmitglieder!

Da Jahr 2008 liegt hinter uns. Lassen Sie uns positiv in die Zukunft schauen und uns auf das Jahr 2009 freuen oder besser gesagt „hoffen“.

Die Überraschung über die 2008 paukenschlagartig beginnende Finanz- und sich daraus entwickelnde Realwirtschaftskrise ist bei vielen von uns bis heute noch nicht abgeklungen.

Das Wort „Global-...“ ist zwar schon seit langem in unserem Sprachgebrauch heimisch geworden, aber nunmehr bekommt man auch als kleiner Bürger zu spüren, was internationale nicht mehr durchschaubare Verflechtungen bedeuten und verursachen können.

Wer ein bisschen mehr Zinsen als beim Sparbuch erwirtschaften wollte, muss um sein angeblich sicher angelegtes Geld bangen. Die Zukunft von Opel wurde mittlerweile zum Spielball wie auch immer gearteter Spekulationen.

Die Weltwirtschaft ist insgesamt ins Trudeln geraten!
In diesem Zusammenhang fällt mir folgende Lebensweisheit ein: „Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied!“ Aber wieso ist die Finanzwirtschaft ein so schwaches Glied in unserer globalen Gesellschaft geworden?

Die richtige Antwort dürfte lauten: „Die Menschen sind zu gierig geworden und sehen Verantwortung für das Miteinander offensichtlich als ein verkrustetes Relikt aus der Vergangenheit an. Geldgier und die Sucht nach „Spaß“ sind in jeglicher Hinsicht gesellschaftsfähig geworden!

In einer Welt, in der insbesondere jüngeren Leuten, die bereits auch beruflich in wichtigen Positionen stehen, es wichtiger als Familie und Partnerschaft ist, in welchen „Club“ man am Wochenende ausgeht und ob man da „rein“ kommt, kann irgendetwas nicht mehr richtig stimmen. Werte sind ziemlich egal geworden. Tauscht man den Vokal
von „e“ nach „o“ so kommt man zum gleichen Ergebnis.

Wir können uns heutzutage auf das einmal gegebene Wort nicht mehr verlassen!
Damit sind wir auch schon bei der Hessenwahl bzw. besser gesagt ... -qual.

Nichts gegen die „Linke“. Aber „Gott sei Dank“ gab es einige wenige, die dafür sorgten, dass das einmal  gegebene Versprechen auch eingehalten wird.

Wort- bzw. Wertebruch darf nicht so einfach toleriert und zur Tagesordnung übergegangen werden.

In diesem Lichte darf auch das ‚,Stiftungstheater“, welches sich im Februar 2008 aufzeigte und zur Anklage des einen oder anderen bislang unbescholtenen sehr vermögenden Bürgers führte, nicht unerwähnt bleiben, Ich hoffe, dass die soeben geschilderten Ereignisse des letzten Jahres für die Personen, die es angeht, eine Lehre sein wird und hoffentlich ein Umdenken einleitet.

Als positives Beispiel für „Worthalten“ möchte ich jedoch die Entwicklung der Situation des Klinkevorplatzes ansprechen. Im September des vergangenen Jahres konnte der erste Bauabschnitt fertig gestellt und am Schützensonntag eingeweiht werden. Dies wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht die Bezirksvertretung und Bezirksverwaltung, insbesondere der Bezirksvorsteher und Ratsherr Jürgen Buschhüter und der Verwaltungschef Jürgen Strerath sich mächtig ins Zeug gelegt und einen 6-stelligen Eurobetrag aus dem Topf der  Bezirksvertretung für die Baumaßnahmen zur Verfügung gestellt hätten.

Hierfür unseren besonderen herzlichen Dank.

Leider haben wir in 2008 unseren langjährigen 1. Kassierer Hermann Brinkmann verloren. Hermann ist bei einer schweren Herzoperation gestorben. Sein Ordnungsgeist und seine Zuverlässigkeit, aber auch seine verbindlich-nette Art werden wir für immer in Erinnerung bewahren.

Dies gilt ebenso für unseren ebenfalls in 2008 nach langer schwerer Krankheit verstorbenen Oberbürgermeister Joachim Erwin, der immer ein Ohr für die Belange des Bürgervereins hatte.

Ich darf in diesem Zusammenhang an seinen Besuch und die sehr aufschlussreiche Rede auf unserer Veranstaltung zum 95-jährigen Vereinsjubiläum erinnern.

Im Jahre 2009 feiert der Bürgerverein sein 100-jähriges Bestehen. Der Countdown läuft auf Hochtouren.
Im Mai finden an 3 Wochenenden Jubiläumsveranstaltungen statt. Alle Unterrather und Lichtenbroicher Bürger sind herzlich hierzu eingeladen.

Das Festprogramm wird in einer gesonderten Festschrift, die im Februar/März des Jahres erscheinen wird, vorgestellt.

Auf einer dieser Veranstaltungen werden wir sicherlich auch unseren neuen Oberbürgermeister Dirk Eibers begrüßen können.

Abschließend möchte ich mich im Namen des Vorstandes herzilch bei allen engagierten und helfenden Personen aus Wirtschaft, Verwaltung, Verbänden etc. sowie natürlich auch bei allen Vereinsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit und ihr Engagement für unseren Verein bedanken und wünsche Ihnen, sehr verehrte Damen
und Herren, von Herzen ein gesundes und friedvolles Jahr 2009.
Erika Prill
1. Vorsitzende

AN EINEM WINTERMORGEN, VOR SONNENAUFGANG

O flaumenleichte Zeit der dunkeln Frühe!
Welch neue Welt bewegest du in mir?
Was ist‘s, daß ich auf einmal nun in dir
von sanfter Wollust meines Daseins glühe?

Einem Kristall gleicht meine Seele nun,
den noch kein falscher Strahl des Lichts getroffen;
zu fluten scheint mein Geist, er scheint zu ruhn,
dem Eindruck naher Wunderkräfte offen,
die aus dem klaren Gürtel blauer Luft
zuletzt ein Zauberwort vor meine Sinne ruft.

Bei hellen Augen glaub‘ ich doch zu schwanken;
ich schließe sie, daß nicht der Traum entweiche.
Seh‘ ich hinab in lichte Feenreiche?
Wer hat den bunten Schwarm von Bildern und Gedanken
zur Pforte meines Herzens hergeladen,
die glänzend sich in diesem Busen baden,
goldfarb‘gen Fischlein gleich im Gartenteiche?

Ich höre bald der Hirtenfiöten Klänge,
wie um die Krippe jener Wundernacht
bald weinbekränzter Jugend Lustgesänge;
wer hat das friedenselige Gedränge
in meine traurigen Wände hergebracht?

Und welch Gefühl entzückter Stärke,
in dem mein Sinn sich frisch zur Ferne lenkt!
Vom ersten Mark des heut‘gen Tags getränkt
fühl‘ ich mir Mut zu jedem frommen Werke.
Die Seele fliegt, so weit der Himmel reicht
der Genius jauchzt in mir! Doch sage,
warum wird jetzt der Blick von Wehmut feucht?
Ist‘s ein verloren Glück, was mich erweicht?
Ist es ein werdendes, was ich im Herzen trage?
– Hinweg, mein Geist: hier gilt kein Stillestehn!
Es ist ein Augenblick, und alles wird verwehn!

Dort, sieh! am Horizont lüpft sich der Vorhang schon!
Es träumt der Tag, nun sei die Nacht entflohn;
die Purpurlippe, die geschlossen lag,
haucht, halbgeöffnet, süße Atemzüge:
auf einmal blitzt das Aug‘, und, wie ein Gott, der Tag
beginnt im Sprung die königlichen Flüge!

Eduard Mörike
Quelle: Ludwig Reiners, Der ewige Brunnen


Unser Ehrenmitglied Hermann Aldefeld feierte im November 2008 seinen 80. Geburtstag

Das ist uns Anlass, seine vielfältigen Aktivitäten zum Wohle Unterraths in Erinnerung zu rufen.

Hermann Aldefeld – ein Unterrather Jung – wurde im Jahre 1977 Mitglied und auch schon bald darauf Geschäftsführer des Bürgervereins.

Mit großem Elan setzte er sich für Unterrather Belange ein, indem er z. B. in unzähligen Briefen an entsprechende Stellen auf die unzureichenden Verkehrsverhältnisse hinwies, selbst Verbesserungsvorschläge unterbreitete und immer „am Ball blieb“, um zugesagte Änderungen auch tatsächlich zu erreichen.

Genannt seien hier beispielhaft:
Die Tieferlegung der A 44, die ursprünglich in Hochlage durch Unterrath geführt werden sollte. Die Anlegung des Kartäuserparks über der tiefergelegten A 44. Die Errichtung der Erinnerungsstätte im neuerstandenen Park mit der Skulptur eines Kartäusermönchs des Bildhauers Karl-Heinz Klein. Die Wohnbebauung „Am Königshof“ mit Erhaltung des alten Klostergartens.

Über seine vielfachen Bemühungen und Aktivitäten berichtete Hermann Aldefeld regelmäßig anschaulich im Heimatblatt.

Genannt sei hier die Serie über die Geschichte des St. Josefs-Hospitals, die der Bürgerverein später zusammengefasst als kleines Buch drucken ließ.

Seine Tätigkeit als Geschäftsführer hat Hermann Aldefeld vor 9 Jahrren in jüngere Hände gelegt, aber sein fachlicher Rat und sein großes Wissen über Unterrather Geschichte sind immer noch gefragt.

Der Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e V. wünscht seinem Ehrenmitglied noch viele gute Lebensjahre im Kreise seiner Familie, in seinem geliebten Unterrath.

Programm anläßlich des 100jährigen Bestehens des
Bürgervereins Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V.

09.5.2009 Festakt für geladene Gäste
16.5.2009 Bürgerfest rund um das Zentrum Plus Unterrath, Eckenerstr.1, mit Programm von 14.00 - 20.00 Uhr
22.5.2009 Tanzabend für Jung und Alt im Ev. Gemeindesaal Am Röttchen ab 19.00 Uhr.
                   Mit DJ Rainer Gräff. Wir spielen Hits und Schlager der 50er Jahre bis heute.

Jazz in Unterrath – ein toller Erfolg

Uber 200 Jazz-Freunde waren am 27. September der Einladung ins Pfarrheim von St. Maria unter dem Kreuze gefolgt, um die 29. Veranstaltung „Jazz in Unterrath“ mitzuerleben.

In diesem Jahr waren die BOURBON STREET STOMPERS zu Gast und haben 3 1/2 Stunden lang eine begeisternde Vorstellung geboten. Die jungen Musiker, stets gut gelaunt, kombinierten stimmungsvollen,
traditionellen Dixieland mit gepflegtem New-Orleans-Jazz.

THE BOURBON STREET STOMPERS, gegründet im Jahre 1993, sind 15 Jahre frischer und stilechter Old Time Jazz; 15 Jahre Freundschaft zwischen Musikern, Gastgebern und Fans; 15 Jahre mit unzähligen Auftritten auf den bekanntesten europäischen Festivals und in berühmten Jazz-Clubs im In- und Ausland.

Trotz nicht geringer Unkosten wurde die 29. Veranstaltung auch finanziell zu einem tollen Erfolg. Dank der großzügigen Einstellung einer Düsseldorfer Altbier-Brauerei, einer Hildener Druckerei sowie der tatkräftigen Mitarbeit vieler junger Helfer aus den Reihen der KAB betrug der Reinerlös am Ende mehr als 2.400 EURO. Davon kommt wieder der größte Teil sozial benachteiligten Menschen zugute

Jürgen Buschhüter - KAB-Vorsitzender

Erfolgreiches Jahr 2008

Wenn Sie diese Ausgabe des Heimatblattes in Händen halten, haben wir uns vom Jahr 2008 bereits verabschiedet.

Anlaß, noch einmal zurück zu schauen und Bilanz zu ziehen. Der Strukturwandel, der sich schon seit Jahren im Stadtbezirk 6 beobachten läßt setzte sich auch in 2008 fort: Neue Arbeitsplätze in Unterrath mit der Airport-City, in Lichtenbroich mit dem Gewerbepark auf dem ehemaligen Kaufring-Gelände und an der Theodorstraße in Rath mit Firmenansiedlungen rund um den ISS-Dome.

Durch neue Arbeitsplätze entsteht neuer Wohnungsbedarf. Auch hier geht es voran. Überall im Stadtgebiet werden vorhandene Lücken geschlossen.

Besonders zu erwähnen sind:
– die Umwandlung des ehemaligen Geländes der Notunterkünfte  Am Walbert / Beedstraße in eine attraktive Fläche für Einfamilienhäuser;
– die Notunterkunft Hördtweg - die Gebäude sind bereits geräumt, die Planungen für neue Wohnungen auf einem guten Weg;
– sehr begehrt sind die Grundstücke der ehemaligen Reitzenstein-Kaserne an der Lenaustraße mit  Einfamilienhäusern und Wohnungen in den früheren Mannschaftsgebäuden.

Nicht genug damit:
Schulen werden renoviert, Sportstätten saniert, in das Verkehrsnetz wird investiert und Mittel für gesetzliche und freiwillige Leistungen im Sozialbereich bereitgehalten.

Bei der Frage, wie dies alles möglich ist, muß die konsequente Haushaltsführung der letzten Jahre und der Abbau der Schulden unserer Stadt erwähnt werden. Düsseldorf ist seit September 2007 schuldenfrei und auch für das Jahr 2008 konnte der Rat der Stadt einen ausgeglichenen Haushalt verabschieden. Mit dem Haushaltsplan für
2009 soll diese positive Entwicklung fortgesetzt werden.

Ich wünsche es uns allen.  In diesem Sinne ein erfolgreiches und glückliches Neues Jahr.

Jürgen Buschhüter Ratsherr und Bezirksvorsteher im Stadtbezirk 6


Allen Mitgliedern,
die im Januar und Februar
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.


Bezirksvertretung beschloss mehrheitlich die Genehmigung zum Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes an der Klinke

Geplant ist, das Bestandsgebäude im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss zu sanieren und umzubauen. Das Dachgeschoss soll zu einem Gastraum ausgebaut werden. Im Westen ist ein II-geschossiger Anbau mit Flachdach geplant. In dem Anbau befinden sich im Erdgeschoss die Küche und Sanitärräume; im 1. Obergeschoss der Personalraum mit Umkleiden, das Büro und ebenfalls Sanitärräume.

Um den Anbau optisch von dem Denkmal abzusetzen, wird er durch einen 1-geschossigen großzügigen verglasten Flurbereich an das Hauptgebäude angeschlossen.

Der private Vorplatz im Eingangsbereich des Bestandsgebäudes wird in das Gestaltungskonzept des Stadtteilplatzes einbezogen und passt sich optisch dem öffentlichen Platz an (z. B. gleiches Oberflächenmaterial,
gleiches Verlegemuster).

Nördlich des privaten Vorplatzes soll sich der Biergarten anschließen. Zwischen Biergarten und Unterrather Straße sind 5 Stellplätze angeordnet, die ebenfalls in die Platzgestaltung eingebunden sind. Weitere 5 Stellplätze werden westlich des Biergartens im Bereich der Lieferzufahrt nachgewiesen.

Die Untere Denkmalbehörde hat dem Vorhaben zugestimmt.

Um das Bauvorhaben genehmigen zu können, sind Befreiungen nach dem Baugesetzbuch erforderlich, da ein Teil der baulichen Anlagen (Vorplatz, Biergarten, Stellplätze) die festgesetzte Fluchtlinie über schreitet und damit außerhalb der ausgewiesenen überbaubaren Flächen in der laut Bebauungsplan festgesetzten „Privaten Grünfläche Vorgarten“ liegt.

Die Verwaltung hat keine Bedenken gegen die Erteilung der Befreiungen, da sie die Abweichungen städtebaulich für vertretbar hält. Die Biergartennutzung ist erwünscht, um den öffentlichen Platz zu beleben. Die private Fläche vor dem Denkmal wird in das Gestaltungskonzept des öffentlichen Platzes einbezogen.

Da das Bauvorhaben in einem C-Gebiet (gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet) zulässig ist und sich auch nach seinem Maß in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt, befürwortet die Verwaltung die Erteilung der Baugenehmigung.

Das Vorhaben macht den Nachweis von 9 Stehplätzen erforderlich; 10 Stellplätze werden auf dem Baugrundstück nachgewiesen.

Satzungsgeschützte Bäume werden von dem Bauvorhaben nicht betroffen.

Die Bezirksvertretung ist für die Entscheidung zuständig, da die planungsrechthiche Beurteilung nach § 34 BauGB erfolgt und wesentliche städtebauliche Gesichtspunkte berührt sind.

Nach Vorlage des Konzeptes durch die Verwaltung beschloss die Bezirksvertretung mehrheitlich die Baugenehmigung zur Sanierung und zum Umbau der Klinke zu genehmigen.

Mitgeteilt von Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider

Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich

– In verschiedenen deutschen Städten existieren bereits sog. Mehr-Generationen-Flächen bzw. sind zur Zeit in Planung -, auf denen nebeneinander Spielgeräte für Kinder und altersgerechte Fitnessgeräte, Bouleplätze, begehbare Schachspiele etc. für ältere Mitbürger zu finden sind.

Die Verwaltung wurde gebeten mitzuteilen, wie sie diese Konzeptionen beurteilt und ob beabsichtigt ist, dieses generationenübergreifende Konzept auch in Düsseldorf umzusetzen, insbesondere im Stadtbezirk 6.

Hierzu teilte die Verwaltung mit, dass die Sache noch nicht abschließend beurteilt werden könne. Derzeit kommunizieren die unterschiedlichen Fachämter miteinander.

Sollten diese zu dem Ergebnis kommen, dass auch in Düsseldorf sogenannte Mehr-Generationen-Flächen geschaffen werden sollten, würde es sich um ein Pilotprojekt handeln. Dies setze aber voraus, dass geeignete Flächen vorhanden sind, insbesondere barrierefrei, verkehrssicher etc.

Ob dann anschließend entsprechende Flächen im Bezirk 6 geschaffen werden könnten, ist noch völlig offen.

– Auf Nachfrage, wann die Ecke Theodor-Theodorstraße abgepollert werde, teilte die Verwaltung mit, dass dies bereits in der 46. Kalenderwoche veranlasst wurde.

– Einstimmig wurde die Verwaltung gebeten, dass auf der Dorstener Straße (bzw. auf Teilen davon) Schrägparken möglich gemacht werde und ob mit dieser Maßnahme mehr Parkplätze geschaffen werden könnten.

– Bedingt durch die Neugestaltung des Klinke Vorplatzes wurde der Taxistand als Interimslösung in den Bereich des Parkplatzes Unterrather Friedhof verlegt.

Zu einem späteren Zeitpunkt ist ein neuer Taxistand im Bereich II. Bauabschnitt Unterrather Straße vorgesehen. Beobachtungen haben ergeben, dass der neue Taxistand mit seinen vier Stellplätzen nicht ausgelastet ist.

Andererseits besteht hier erheblicher Parkdruck, da die vorhandenen Plätze für die Allgemeinheit, insbesondere für die Besucher des Unterratsher Friedhofs, nicht ausreichen.

Deshalb sollten – nach Abstimmung mit der Taxiinnung – zweckmäßigerweise die beiden Plätze unmittelbar vor dem Friedhofsparkplatz aufgegeben werden.

Die Bezirksvertretung 6 beschloss einstimmig die Verwaltung zu bitten, den neu eingerichteten Taxistand Unterrather Straße/Friedhof von zur Zeit 4 auf 2 Stellplätze zu verkürzen. Dabei sollen die beiden Halteplätze gegenüber Hausnummer 62 beigehalten und die beiden Plätze vor dem Parkplatz Friedhof aufgegeben werden.

– Nachfolgend vorgeschlagene Maßnahmen zur Optimierung des ruhenden Verkehrs im Bezirk 6 wurden beschlossen:
- Am Röttchen Legalisierung halbseitiges Gehwegparken; + 17 Parkplätze
- Bielefelder Straße Legalisierung halbseitiges Gehwegparken; + 60 Parkplätze
- Dorstener Straße Legalisierung Gehwegparken; + 5 Parkplätze
- Gewerbegebiet Lichtenbroich Neubau einer Straße mit Parkplätzen im Seitenbereich; + 80 Parkplätze
- Lichtenbroicher Weg Legalisierung Gehwegparken; + 6 Parkplätze
- Unterrather Straße Wegfall des eingeschränkten Halteverbots, + 6 Parkplätze
- Kalkumer Straße Wegfall des eingeschränkten Halteverbots; + 6 Parkplätze

– Die Verwaltung teilt mit, dass seit Juni 2008 mit einer umfassenden Sanierung der Jugenfreizeiteinrichtung Ammerweg begonnen wurde.
Dadurch ist die Einrichtung zur Zeit nur eingeschränkt nutzbar.
Zu den Sanierungsarbeiten gehören: Dachsanierung, Erneuerung der Fußböden, Decke, Wände, Türen im Kinderbereich
Kellergeschoss – Lüftung, Decke, Wände
Discobereich – Fußbodenbelag
Cafe-Raum – Erneuerung der Theke und der Decke
Flurbereich – Decke

– Auf Nachfrage, ob für das Abbiegen von der Theodorstraße in die Straße Am Röhrenweg eine Grünpfleilregelung möglich sei, teilte die Verwaltung mit, dass diese leider nicht realisiert werden könne, da im gesamten Kreuzungsbereich Theodorstraße/Am Hülserhof/Am Röhrenwerk die Fahrbeziehungen durch Lichtsignalanlagen geregelt würden, so auch der Gegenverkehr - Linksabbieger aus der Fahrtrichtung Theodorstraße - der Straße Am Röhrenwerk.

– Die Bezirksvertretung 6 hatte die Verwaltung in ihrer Sitzung am 27.02.2008 gebeten, in Zusammenarbeit mit der Straßenbauverwaltung des Bundes und des Landes die Lärmschutzwand an der A 52 im Bereich der Dorstener Straße im Osten und der Borbecker Straße/Kartause-Hain-Schule im Westen zu vervollständigen.

Die Verwaltung teilte hierzu folgendes mit:
Gemäß der städtischen Verkehrslärmkarte liegen im genannten Bereich östlich der Bundesautobahn der A 52 an der nächstliegenden Wohnbebauung Lärmpegel von über 75 dB(A) am Tag und 70 dB(A) in der Nacht vor. Die Lärmsanierungswerte von 70/60 dB(A) Tag/Nacht gemäß der Verkehrslärmschutzrichtlinie werden somit an einigen Wohngebäuden deutlich überschritten. Westlich der A 52 werden die Lärmsanierungswerte an den nächstliegenden Wohngebäuden nicht überschritten.

Anspruch auf Maßnahmen zum Lärmschutz haben Anwohner bestehender Verkehrswege nach derzeitiger Rechtslage nicht.

Da nur an einzelnen Wohngebäuden östlich der A 52 die Lärmsanierungswerte überschritten werden; wird vom Landesbetrieb Straßen NRW die Errichtung von Lärmschutzwänden als unverhältnismäßig eingestuft.

Die betroffenen Eigentümer können sich jedoch direkt an den Landesbetrieb werden.

Nach Prüfung des Einzelfalls wird dann über passive Maßnahmen am Gebäude wie z. B. Schallschutzfenster oder schallgedämmte Lüfter entschieden. Die Kosten für eine Lärmschutzwand müssten demnach allein durch die Stadt Düsseldorf getragen werden. Lärmsanierungen durch die Stadt Düsseldorf sind ebenfalls nur bei Uberschreitung der Lärmsanierungswerte der Verkehrslärmschutzrichtlinie vorgesehen. Der Bereich östlich der A 52 erfüllt grundsätzlich diese Voraussetzung.

Die Verwaltung beabsichtigt den Abschnitt in die Maßnahmeliste des Aktionsplans Lärmminderung aufzunehmen. Die Bearbeitung der einzelnen Bereiche des Aktionsplans erfolgt im Anschluss an den städtischen Masterplan zur Reduzierung des Straßenverkehrslärms, also voraussichtlich ab 2010.

– Die Maßnahme, mit der die Querung der Straße „Auf der Reide“ für die Bewohner des Heimes St. Josef erleichtert und verbessert werden soll, wurde zwischenzeitlich fertig gestellt.

– Auf Wunsch der Bezirksvertretung 6 werden folgende Bänke aufgestellt bzw. werden noch aufgestellt:

- Bereich Kittelbach: Die gewünschten Bänke wurden bereits vor einiger Zeit aufgestellt.

- Tiefenbroicher Weg (vor Ubersichtsplan):
Auf eine Bank an dieser Stelle ist bisher verzichtet worden, da die Befürchtung einer stärkeren Müllaufkommens besteht. Es wird deswegen beabsichtigt, die Bank zunächst nur probeweise aufzustellen. Im weiteren Verlauf des Weges befindet sich ca. 150 m vom Übersichtsplan entfernt eine weitere Bank.

- Tiefenbroicher Weg (vor der Lärmschutzwand):
Nach Prüfung kommt die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass die Kriterien für die Aufstellung einer Bank an dieser Stelle nicht erfüllt werden.

- Wanheimer Straße:
Die gewünschte Bank wird in Kürze aufgestellt.

Mitgeteilt von Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider



2008-6


Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder
Lothar Hartwig, An der Piwipp 95
Michael Dörr, An der Piwip 95
Erhard Rubruck, Coesfelder Str. 15
Elke und Dietmar Coenen, Lübecker Str. 1
Renate Barthel, Lichtenbroicher Weg 3


Martinszüge in Unterrath und Lichtenbroich

Kartause-Hain-Schule, Unterrather Straße
Dienstag, den 4. November 2008 Um 17.15 Uhr geht es los vom Schulhof Unterrather Str. 76 über die Ahornallee, Beedstr., Im Huferfeld, Am Walbert, Kartäuserstr. zum Schützenplatz. Dort bilden ein Martinsfeuer und die  Mantelteilung den traditionellen Abschluss.

Lichtenbroich
Mittwoch, den 5. November 2008 Aufstellung ab 16.30 Uhr am Einbrunger Weg. Beginn des Zuges um 16.45 Uhr. Zugweg: Einbrunger Weg, Krahnenburgstr., Lichtenbroicher Weg, Volkardeyer Weg, Buchholzer Weg,  Niederbeckstr. zur Wiese am Einbrunger Weg. Dort findet die Mantelteilung statt.

Elsa-Brandström-Schule
Donnerstag, den 6. November 2008 Start ca. 16.45 Uhr auf dem Schulhof der Elsa Brandström Schule.
Zugweg: An der Golzheimer Heide, Mühligweg, Buchfinkenweg, Birkhahnweg, Wildentenweg, Mühligweg, Diezelweg, Krönerweg, Golzheimer Heide zum Schulhof der St. Bruno-Schule. Dort findet die Mantelteilung statt.

Allen Mitgliedern,
die im November und Dezember
ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.


Schützenfest in Unterrath 2008

Das Jahr der Schützenfeste endet immer mit der Hahnekirmes in Unterrath. Die St. Sebastianus  Schützenbruderschaft bot wieder ein Fest vom Feinsten. Mit dem Feldgottesdienst in St. Bruno, der von Pastor Schmidt gehalten wurde, begannen die Festtage. Anschließend war großer Fackelzug. Im Festzelt wurden zahlreiche Schützen ausgezeichnet. Den Verdienstorden der Schützengesellschaft erhielt in diesem Jahr Peter
Guntermann, Major der Hubertusjäger. Bei strahlendem Sonnenschein begann der Sonntag mit dem traditionellen
Platzkonzert an der Klinke. An diesem Vormittag fand ein besonderes Ereignis statt, das alle Unterrather besonders erfreute. Der neugestaltete Vorplatz an der Klinke konnte nach Jahren zäher Verhandlungen endlich seiner Bestimmung übergeben werden. In Anwesenheit des Oberbürgermeisters Dirk Elbers, dem Schützenchef
Heinz Schulten, Mitgliedern der Bezirksverwaltung, der Bezirks11 vertretung sowie dem Vorstand des  Bürgervereins und vielen Bürgerinnen und Bürgern wurde der Platz, das Herzstück Unterraths, eingeweiht.
Der Zeitpunkt konnte nicht besser gewählt sein. Wir hoffen und wünschen, dass dieser schöne Platz auch künftig von vielen Vereinen genutzt wird. Alle Beteiligten hoffen, dass mit dem Bau des zweiten Abschnitts, der die Entfernung der Straßenbahnschienen vorsieht, hoffentlich bald begonnen wird. Nun aber zurück zur Parade, die immer ein Prunkstück ist. Viele Gastkompanien mit ihren bunten Blumenhörnern boten wieder ein farbenfrohes Bild. Zahlreiche Zuschauer aus Nah und Fern erfreuten sich an diesem herrlichen Schützenzug. Für die noch amtierenden Majestäten war dies der Höhepunkt ihres Schützenjahres. Aber wie alles im Leben geht auch für sie ein schönes Jahr zu Ende. Denn der Montag bedeutet, dass der neue Regimentskönig ausgeschossen wird. Für jeden war es wieder ein spannender Tag.

In diesem Jahr wurde Ralf Verheyen von der Gesellschaft 1. Reserve neuer König. Die Königin an seiner Seite ist seine Lebensgefährtin Gabriele Michna von der Gesellschaft Rheinische Jäger. Kronprinz wurde Sascha Ditgen von der Grenadiergesellschaft. Zu seiner Königin wählte er seine Freundin Lisa Löcker. Hier war die Freude der Grenadiergesellschaft besonders groß, stellten sie doch seit vielen Jahren wieder einmal einen Kronprinzen.
Viele Tränen gab es bei den Pagen. Jeder möchte Pagenkönig sein, doch nur einer kann es werden. In diesem Jahr war die glückliche Sandra Klimm, ebenfalls von den Grenadieren, die mit ihrem Bruder Kevin von der Stammgesellschaft regieren wird. Allen Paaren einen herzlichen Glückwunsch von der Redaktion des
Heimatblattes und alles Gute für das kommende Jahr 2008/2009. Und nächstes Jahr soll wieder alles so schön werden wie 2008.
Erika Prill


Der Bürgerverein hat einen neuen 1. Kassierer
In unserer außerordentlichen Hauptversammlung am 11. September 2008 wurde Peter Philippen als Nachfolger unseres langjährigen, leider viel zu früh verstorbenen 1. Kassierers Hermann Brinkmann einstimmig gewählt.
Der 55jährige Peter Philippen ist allen Unterrather und Lichternbroicher Bürgern und Bürgerinnen seit vielen Jahren bekannt. Er ist Marktamtsleiter der Stadt Düsseldorf.


Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich
– Im Rahmen der Haushaltsberatungen der Stadt Düsseldorf für das Jahr 2009 hat die Bezirksvertretung die Stadt gebeten, für 13 langjährige geplante Vorhaben Haushaltsstellen vorzumerken, u.a.
- für den Bau einer Ortsumgehung Rath;
- Zweiter Bauabschnitt Unterrather Straße Bereich Klinke;
- Umgestaltung der östlichen Unterrather Straße von der Klinke bis zur DB-Linie;
- Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung Lichtenbroicher Weg;
- Beleuchtung des Fuß- und Radweges entlang des Schwarzbachgrabens;
- Überplanung Unterrather Straße / Kalkumer Straße;
- Überplanung der Unterrather Straße (Abschnitt Hamborner Straße - Kalkumer Straße);
- Bezirkssportanlage Ammerweg.

– Die Bezirksvertretung hatte in ihrer Sitzung am 11.06.2008 die Verwaltung gebeten, ihr in einer der nächsten Sitzungen die Pläne für die Feuerwache Nord vorzustellen, da die Wache für die Sicherheit der Unterrather Bevölkerung von großer Bedeutung ist.

Die Verwaltung teilt hierzu folgendes mit: Für den Bau der Feuerwache Nord läuft derzeit beim Amt für Immobilienmanagement die Angebotsfrist. Das heißt, ein ausgewählter Bewerberkreis ist derzeit aufgefordert, zu einem in den  Ausschreibungsunterlagen beigefügten Gebäudeentwurf und einem konkreten Raumprogramm, ein Angebot abzugeben.

Der Entwurf des Vergabeterminplanes sieht erst für Mitte November die Erstellung der Unterlagen für den Bau- und Finanzierungsausschuss vor.

Wann genau die endgültige, zur Ausführung vorgesehene Architektur vorgestellt werden kann, wird zur gegebener Zeit abgestimmt.

– Die Bezirksvertretung hatte im Frühjahr die Verwaltung um Prüfung und Bericht gebeten, wie im Bereich der Oldenburger Straße - nach Möglichkeit mit einfachen Mitteln - zusätzliche Parkplätze ausgewiesen werden könnten.

Dies lehnt die Verwaltung derzeit ab. Auf der gesamten Oldenburger Straße im nördlichen Bereich zwischen dem Kleinschmitthauser Weg und dem Rendsburger Weg (Richtungsverkehr) wird auf beiden Seiten und im südlichen Bereich zwischen dem Rendsburger Weg und dem Wilseder Weg (Einbahnstraße in Richtung Norden) auf der östlichen Straßenseite in Längsrichtung geparkt.

Aus Platzgründen können daher mit einfachen Mitteln keine zusätzlichen Parkstände mehr eingerichtet werden.
– Auf Nachfrage der Bezirksvertretung, die LZA Hamborner Straße/Parsevalstraße mit einer  Linksabbiegersignalisierung für Fahrer aus der Hamborner Straße in die Parsevalstraße fahrend, zu
installieren, teilte die Verwaltung mit, dass die bereits vorhandene Lichtzeichenanlage (LZA) nicht mehr umgerüstet werden könne.

Zur Entschärfung der Verkehrssituation sei allerdings die Einrichtung einer entsprechenden Linksabbiegersignalisierung vorgesehen.

Diese Maßnahme könne allerdings nicht ohne Anpassung des Straßenraumes erfolgen. Eine entsprechende Planung einschließlich des erforderlichen Umlaufverfahrens wird aufgenommen und anschließend der Politik zur Beschlussfassung vorgestellt.

– Auf Nachfrage zum Sachstand der Planung und Bauausführung für den Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung Lichtenbroich teilte die Verwaltung mit, dass derzeit Abstimmungsgespräche zwischen Jugendamt und dem Amt für Immobilienmanagement geführt werden über Einzelheiten, Planung, Umsetzung, Ausstattung. Mit einer Realisierung des Vorhabens ist nicht vor 2010 zu rechnen.

– Die starken Regenfälle in den letzten Monaten, vor allem vom 03. auf den 04. August 2008 haben die Bürger beunruhigt.

Die Bezirksvertretung hat daher die Verwaltung um Auskunft über den Zustand der Regen- und Abwasserkanäle im Stadtbezirk 6 gebeten.

Es wurde mitgeteilt, dass sowohl die Regen- als auch die Abwasserkanäle ausreichend dimensioniert und im guten Zustand seien, da sie regelmäßig gewartet werden.

Ein kurz-, mittel- oder langfristiger Handlungsbedarf zur Sanierung und / oder Erweiterung bestehe ebenfalls nicht, da sämtliche Kanäle den Regeln der Technik entsprechen.

Es gibt auch keine kritischen Bereiche, die bezüglich Kapazität und technischer Qualität als gefährdet qualifiziert werden müssen.

Alle Kellerüberflutungen basieren nach Angaben der Feuerwehr auf Verschulden der Eigentümer, zum Teil wegen defekter Rückstauklappen oder fehlerhafter Absperrverschlüsse.

– Nochmals wurde die Verwaltung einstimmig gebeten, die Planungen für die Maßnahme Unterrather Straße - Klinke - zweiter Bauabschnitt - jetzt zeitnah umzusetzen.
Dies sei notwendig, um Ordnung in die Verkehrsabläufe und Parkmöglichkeiten zu bringen, die Fahrbahnflächen zu sanieren (Alte Straßenbahngleise) und den Containerstandort in der vorgesehenen abgesenkten Form zu verwirklichen.

– Zur Optimierung des ruhenden Verkehrs informierte die Verwaltung den Rat darüber, welche Maßnahmen im einzelnen für die verschiedenen Stadtbezirke vorgesehen sind. Im Stadtbezirk soll auf nachfolgenden Straßen im wesentlichen die Legalisierung des halbseitigen Gehwegsparken erreicht werden, wodurch zusätzliche Parkplätze entstehen.
- Am Röttchen: Legalisierung halbseitiges Gehwegparken Hierdurch sollen zusätzlich 17 Parkplätze hinzukommen.
- Bielefelder Straße: Legalisierung halbseitiges Gehwegparken + 60 Parkplätze
- Dorstener Straße: Legalisierung Gehwegparken + 5 Parkplätze
- Gewerbegebiet Lichtenbroich: Neubau einer Straße mit Parkplätzen im Seitenbereich + 80 Parkplätze
- Lichtenbroicher Weg: Legalisierung Gehwegparken + 6 Parkplätze
- Unterrather Straße: Wegfall des eingeschränkten Halteverbots + 6 Parkplätze
- Kalkumer Straße: Wegfall des eingeschränkten Halteverbots + 6 Parkplätze

– Die Bezirksvertretung hat in ihrer Sitzung am 11.06.2008 die Verwaltung gebeten, den Fußweg / Bürgersteig auf der Ostseite der Straße am Roten Haus im Abschnitt zwischen Eckener Straße und der Haltestelle Am Roten Haus erneut instand zu setzen.
Die Verwaltung teilt mit, dass der östliche Gehweg zwischen Falkenweg und der nördlich gelegenen Bushaltestelle einschließlich der erforderlichen Straßenentwässerung im Jahr 2005 instand gesetzt wurde.
Dieser Gehwegabschnift befindet sich nach wie vor in einem neuwertigen Zustand.

Im Bereich der Bushaltestelle bis Eckener Straße befindet sich der Seitenstreifen in einem optisch nicht ansprechenden, jedoch verkehrssicheren Zustand.
Da die Fahrbahn mangels Kanal über den Seitenstreifen in die angrenzende Grünfläche entwässert wird, ist eine Instandsetzung des Seitenstreifens bei gleichzeitiger höhenmäßiger Trennung von der Fahrbahn problematisch.
Die Verwaltung wird sich bemühen, hier eine Lösung zu finden und strebt eine Instandsetzung des Seitenstreifens im Jahre 2009 an.

Mitgeteilt von Frau Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider


Wir trauern um unser Mitglied
Monika von Beek
* 30.6.1947 † 14.8.2008 †


Kunst gegen Graffiti

Farbschmierereien, auch Graffiti genannt, haben leider auch im Stadtbezirk 6 deutlich zugenommen: Die Stadt Düsseldorf bemüht sich seit langem, zumindest im öffentlichen Bereich die Schmierereien zu beseitigen, leider oft
ohne nachhaltigen Erfolg: Kaum sind Wände und Decken neu gestrichen, tauchen schon die ersten Verunstaltungen wieder auf. Die Bezirksvertretung 6 will hier neue Wege gehen. So wurde auf Anregung des Stadtteilparlaments die Bahnunterführung Westfalenstraße/Oberrather Straße durch die Jugendberufshilfe
Düsseldorf neu gestaltet. Bunte Bilder mit Bezug zum S-Bahnhof Rath schmücken jetzt die Wände, und alle hoffen, dass Sprayer dadurch abgehalten werden. Das nächste Projekt ist auch schon in Planung: Die Bahnunterführung Am Klosterhof / Unterrather Straße soll - ebenfalls auf Beschluss der Bezirksvertretung 6 - durch die Kunstgruppe „111“ des Hauses St. Josef neu gestaltet werden. Die Unterführung befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauses St. Josef. Durch die neue künstlerische Gestaltung wird der Zustand der Bahnunterführung grundlegend verbessert - und durch die unmittelbare Nachbarschaft in Zukunft vielleicht auch kritisch beobachtet.

Mit der Aktion „Kunst gegen Schmierereien“ hoffen wir zu erreichen, dass das wilde Sprayen in Zukunft keine Chance mehr hat. Wie werden jedenfalls in unseren Bemühungen gegen die Sachbeschädigungen durch Graffiti und unsinnige Schriftzüge nicht nachlassen.

Jürgen Buschhüter


Grünes Licht für die neue Öko-Siedlung An der Piwipp

Der Baubeginn für 65 Wohneinheiten in Unterrath, darunter 47 begehrte Reihen- oder Doppelhäuser für junge Familien, steht kurz bevor. Möglicherweise noch Ende September, nach der Ratssitzung, spätestens aber im Oktober, will Hans Burow für den Investor Gentes die ersten Baupläne einreichen. Es geht um das Karree zwischen Kittelbach, An der Piwipp, Wilseder Weg und den Kleingärten. Gestern gab die Bezirksvertretung im Rathaus Münsterstraße ihre Zustimmung zum Bebauungsplan-Entwurf, am 10. September ist der  Planungsausschuss an der Reihe.

Planungsamtsleiter Richard Erben hat das Projekt vom Werkstattverfahren über die Investorenauswahl bis zu den Details von Gentes und dessen Architekturbüro Jörg Toepel begleitet. Er lobt im WZGespräch die „hohe Wohnqualität unter Berücksichtigung aktueller ökologischer Möglichkeiten“. Die erneuerbare Energie steht im Vordergrund. Die Siedlung wird praktisch ohne Gas und Öl, dafür mit Erdwärme versorgt. Die Stadtwerke, denen das Gelände noch gehört und die den Kaufvertrag inzwischen vereinbart haben, entwickeln ein Pilotprojekt mit dem Investor.

So werden Erdlanzen (Spieße) 120 Meter tief in die Erde geschoben, um Erdwärme mit Hilfe einer Trägermasse an die Oberfläche zu befördern und zu den Wohnungen zu leiten, als neuartige Heizung. Eine Lärmschutzwand aus dunklem Stein dient als Sichtschutz zum benachbarten DaimlerChrysler-Werk und als Energiewand. Sie wird
vier Meter hoch sein und der Gewinnung solarthermischer Energie dienen. Steine erwärmen sich  erfahrungsgemäß schnell in der Sonne. Sie absorbieren die Solarenergie und unterstützen das Geothermie-
System zur Wärmeversorgung. Eine Wasserfläche dient nicht nur zur Gestaltung des Freiraums, sondern ist auch Wärmespeicher. Die Details zur erneuerbaren Energie werden nach Auskunft der Stadtverwaltung und des Investors Hans Burow im Baugenehmigungsverfahren präzisiert.

Parallel dazu wird der Kittelbach renaturiert. Er ist zurzeit beidseitig von Deichen eingeschlossen, die durch ein breites, flaches Uferbett ersetzt werden. Die dafür nötige Fläche wird nördlich des neuen Baugebiets gesichert. Dann soll es auch möglich werden, über eine neue Kittelbachbrücke von den Neubauten ins Gebiet westlich des Bachs zu gelangen. Dadurch können Kinder und Jugendliche unter den Neubürgern den Spielplatz an der Ziegelstraße erreichen.
Helga Meister, WZ vom 28.8.08

Jazzkonzert in Unterrath

Auch in diesem Jahr veranstaltete die KAB ihren schon fast legendären Jazzabend.

Der Saal war gut gefüllt mit Liebhabern des Jazz, die sich diesen Abend nicht entgehen lassen wollten. Es spielte das Orchester „The Bourbon Street Stompers“. Präsentiert wurde Jazz vom feinsten.

Der Applaus der Besucher bewies, dass dieser Abend wieder ein voller Erfolg für den Veranstalter war.

Ein Lob allen Helfern, die dazu beigetragen haben, diesen Abend zu gestalten. Besonders dem Vorsitzenden Jürgen Buschhüter sei Dank für seine Vorbereitungen sowie der ganzen Mannschaft. Für Essen und Trinken sorgten die Damen und Herren der KAB.

Der Reinerlös dieses Abends wird wieder für soziale Einrichtungen der KAB verwendet. Wem die Spende in diesem Jahr zuteil wird, war noch nicht bekannt. Herr Buschhüter wird später noch einmal darüber berichten. Gesponsert wurde die Veranstaltung von der Brauerei Frankenheim, der Druckerei Hertwig und Kirchner und der CDU Unterrath Ost / Lichtenbroich.
Erika Prill

Die 65. Weihnachtsmatinee der Concordia in Unterrath

Die traditionelle Weihnachtsmatinee des Männer- und Frauenchores Concordia 1920 Düsseldorf-Unterrath ist im Chorverband Düsseldorf die älteste und jährlich wiederkehrende Weihnachts-Chorveranstaltung unter den weltlichen Laienchören! Sie geht auf das Jahr 1938 zurück, die jährliche Folge wurde nur durch die Kriegsjahre
und zwei Nachkriegsjahre unterbrochen. Diese festliche Matinee wird in diesem Jahr zum 65. mal veranstaltet.
Das Konzert findet am Sonntag, dem 7.12.2008, um 11.00 Uhr im Pfarrsaal der kath. Kirchengemeinde St. Maria unter dem Kreuze, Kürtenstraße 160, Düsseldorf-Unterrath, statt.
Wie in den letzten Jahren tragen unsere Freunde, die Männer-Chöre der Chorfreunde Düsseldorf-Nord und die Mitglieder der Deutschen Oper am Rhein, Frau Astrid Daun, Sopran und Herr Leszek Woziwoda, Tenor zum guten Gelingen bei. Frau Barbara Uhling- Stollwerk begleitet am Flügel unser Konzert. Die Gesamtleitung hat unser Chorleiter Peter Zinnen.

Evangelische Kirchengemeinde sucht Partner-Organisationen für Wohltätigkeitslauf

Mitläufer gesucht

Für das nächste Jahr hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Unterrath viel vorgenommen: Nach drei sehr erfolgreichen „Charity Walks“ zugunsten ihrer Aktion „Hand in Hand“ möchte sie 2009 daran anknüpfen.

Sie will den Lauf aber auch für andere soziale und gemeinnützige Zwecke öffnen. Unter dem Motto „ULi läuft für gut. Der Wohltätigkeitslauf in Unterrath und Lichtenbroich“ bietet sie allen Kirchengemeinden, Vereinen, Fördervereinen und sozialen Initiativen an, Läuferinnen und Läufer zu gewinnen, die sich für ihren guten Zweck
„auf die Socken machen“ und dafür pro gelaufenem Kilometer einen bestimmten Betrag von den vorher von ihnen gesuchten Sponsoren spenden lassen.

Als Termin – bitte vormerken!- wurde der 21. Juni 2009 festgelegt.

Die Kirchengemeinde wird an den drei Zielpunkten (Paulus-, Petrusund Matthiaskirche) des insgesamt 9 km langen Rundwegs wieder für ein Kulturprogramm und die Versorgung der Läuferinnen und Läufer sowie der zuschauenden Sponsorinnen und Sponsoren und Gäste mit Essen und Getränken sorgen.

Wer für die Aktion „Hand in Hand“ läuft, unterstützt die Jugendarbeit der Gemeinde, wer für eine andere Institution läuft, gibt ihr 25% seines Erlöses für die Organisation und Begleitung des Projekts. Die Organisatoren hoffen, zusätzlich zu den bisher jeweils ca. 250 Läuferinnen und Läufern noch viele weitere von anderen sozialen, gemeinnützigen oder wohltätigen Organisationen hinzuzugewinnen, die diese Idee gerne aufgreifen, alleine aber einen Wohltätigkeitslauf nicht veranstalten würden oder könnten.

Die Organisatoren der Kirchengemeinde fänden es schön, wenn wir gemeinsam unsere Stadtteile für sinnvolle soziale und gemeinnützige Projekte ans Laufen bringen könnten.

Interessierte Organisationen melden sich bitte möglichst frühzeitig bei Pfarrer Bodo Kaiser, Tel. 0211 - 425037 oder Presbyter Uwe Holler, Tel. 0211 - 420815.

Runde Gedenktage 2008 in Düsseldorf

01.11.1893 Das erste Haus der Aderstiftung, Ratinger Straße 1, wird bezogen.
01.11.1943 Hinrichtung des bekannten Düsseldorfer Heimatfreundes und Karnevalisten Leo Statz in Berlin
                     aufgrund eines Urteils des Volksgerichtshofes (Freisler). Leo Statz war Direktor der Birresborner
                     Mineralbrunnen AG.
02.11.1883 Inbetriebnahme der ersten Fernsprechanlage.
06.11.1583 Der gregorianische Kalender wird in Düsseldorf eingefürt.
08.11.1908 Das Pestalozzihaus an der Dorotheenstraße 39 wird eingeweiht.
08.11.1918 Ausbruch der Revolution in Düsseldorf.
09.11.1938 In Düsseldorf finden judenfeindliche Aktionen statt. Die Synagoge an der Kasernenstraße wird von der
                     SA in Brand gesteckt.
10.11.1813 Russische Truppen der Koalition gegen Napoleon rücken in Düsseldorf ein. Proklamationen des
                     preußischen Majors von Arnim gegen die Fremdherrschaft.
10.11.1898 Die Schiffsbrücke wird abgebrochen.
16.11.1958 Einweihung des Mahnmals für die Opfer des „Dritten Reiches“ am Nordfriedhof.
17.11.1938 In Düsseldorf findet das Staatsbegräbnis des in Paris ermordeten Gesellschaftsrates Ernst von Rath
                     statt, an dem auch Adolf Hitler teilnimmt. Die Ermordung war Auslöser des Judenpogroms vom
                     9./10.11.1938.
19.11.1908 Für die St. Elisabeth-Kirche, Ecke Gerresheimer und Ackerstraße, wird der Grundstein gelegt.
27.11.1938 Einweihung der ev. Trinitatiskirche an der Eitelstraße in Rath.
27.11.1933 Das Polizeipräsidium in Unterbilk wird fertiggestellt.
29.11.1868 Einweihung der Notkirche in Oberbilk.
30.11.1803 Kurfürst Max Josef überträgt seinem Schwager Wilhelm von Bayern die Verwaltung der Herzogtümer
                     Jülich und Berg.
30.11.1933 Das Postamt Zoo wird eröffnet.
01.12.1973 Der erste Weihnachtsmarkt wird auf dem Gustaf- Gründgens-Platz abgehalten.
04.12.1918 Belgische Truppen besetzen Oberkassel.
05.12.1898 Der Düsseldorfer Schwimmverein wird gegründet.
09.12.1958 Das Mannesmann-Hochhaus wird fertiggestellt.
12.12.1898 Zwischen Düsseldorf und Eller wird eine Kleinbahn eröffnet.
13.12.1898 Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Vorschiebung des Rheinwerfts und Aufhöhung der
                     Golzheimer Insel.
15.12.1898 Die Kleinbahn Düsseldorf-Krefeld wird eröffnet
15.12.1973 Die Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine wird gegründet.
20.12.1838 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Düsseldorf-Erkrath.
20.12.1988 Der Senat der Universität Düsseldorf beschließt, die Hochschule nach Heinrich Heine zu benennen.
24.12.1393 Herzog Wilhelm verleiht der Stadt Gewerbefreiheit.

Eine besinnliche Adventszeit, ein friedvolles Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr wünscht
allen Mitgliedern und Inserenten sowie allen Bürgerinnen und Bürgern.
Der Vorstand und die Heimatblattredaktion des Bürgerverein Unterrath 1909 und Lichtenbroich e.V.

Weihnachtsbräuche
In früheren Jahren war die Vorweihnachtszeit eine Zeit des Fastens, die vom 25. November bis Weihnachten
dauerte und während der man nur ganz bestimmte Speisen und Getränke zu sich nahm:

Fastengebäck wie z. B. Fastenbrezeln, Fastenbier, Lebkuchen oder auch Pfeffer- bzw. Honigkuchen genannt;
er war schon bei den Ägyptern, Griechen und Römern bekannt, die ihn den Göttern als unblutige Opfergabe
angeboten haben.

Spekulatius oder Springerle; Spekulatiusformen kannte man bereits um 2500 v. Chr. Es waren Holzmodelle, auf
denen Tiere oder weihnachtliche Motive dargestellt waren. Das Wort Springerle weist der Legende nach
einen Zusammenhang mit dem Gott Wotan auf, indem es auf den reitenden Wotan hinweisen soll.

Gebildbrot, ein besonderes Brot, das im germanischen Brauchtum bei den Mittwinterfesten in Tierform als
Opfer dargebracht wurde; später wurden aus diesem Teig auch Nikoläuse oder Engel hergestellt.

Die strengsten Fastentage waren der 23. und 24. Dezember, an denen nur Brotsuppe und getrocknetes Brot verzehrt wurde.

Heiliger Abend oder Weihnachtsabend am 24.12.

In germanischer Zeit war dies der Abend vor den zwölf Rauhnächten. Man gedachte der Seelen der Verstorbenen,
die nach heidnischem Glauben in diesen folgenden Nächten umherwandern würden.

Außerdem feierte man das Fest der Wintersonnenwende, indem man allerorten Feuer entzündete, die die neu
erwachende Sonne symbolisierten. Dieser Tag war auch ein Fasten- und Vorbereitungstag, an dem kein üppiges
Essen gereicht wurde.

Haus und Hof wurden gereinigt und aufgeräumt, und es darf keine Wäsche aufgehängt werden. Auch wenn sich
verschiedene dieser Bräuche bis heute noch erhalten haben, so ist der Heilige Abend als Tag der Bescherung
doch inzwischen sehr entfremdet worden.


Weihnachtsessen

Nach dem Ende der Fastenzeit genossen schon die alten Germanen am 25. Dezember ein ausgiebiges Festmahl. Dazu wurden wieder ganz bestimmte Speisen serviert, die ihre je eigene mythologische Bedeutung
hatten: Fisch als Symbol für Wasser, Leben und Fruchtbarkeit, rogenreicher Hering als Symbol für Geld und
Glück, Bohnen oder Linsen als Hoffnung auf Wohlstand, Äpfel als Symbol für Gesundheit, Salz und Brot als
Waffe gegen den Tod.

Während es bei den Germanen zur Wintersonnenwende gebratenes/-en Schwein oder Eber gab, wird heute vielfach die Weihnachtsgans serviert. Diese Tradition stammt aus England und ist mit folgender Legende verknüpft: Am Heiligen Abend des Jahres 1588 war Königin Elisabeth 1. gerade zum Abendmahl eine Gans aufgetragen worden, als ihr ein Offizier die Nachricht vom Sieg über die spanische Flotte Armada brachte. Zur
Erinnerung an dieses freudige Ereignis soll die Gans seither zum Festtagsbraten avanciert sein.

Seit dem 15. Jahrhundert hat sich Weihnachten immer mehr zu einem Gabenfest entwickelt, ursprünglich,
damit keiner hungern sollte. Da wurden dann vor allem die Armen und Angestellten bedacht, und auch das Vieh
in den Ställen erhielt eine besonders geweihte Portion Futter. Dazu kommt die christliche Tradition des Schenkens aus Freude über das Geschenk Gottes, das er mit der Geburt seines Sohnes Jesus Christus den Menschen gemacht hat, und die sich in symbolischen Geschenken an andere Menschen als Sinnbild für Gottes-
und Nächstenliebe äußert.

Heute hat sich die Konsumgesellschaft in ihrem alljährlichen Kaufrausch zur Vorweihnachtszeit sehr weit von
diesen ursprünglichen Wurzeln entfernt.


2008-5


Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder

Gisela Willer, Mintarder Weg 38

Jokovic Zvonimin, An der Piwipp 95
Ulrike Kloft, Nosenbergerstr. 74


Wir trauern um unsere Mitglieder


Helene Eichberger

* 22.7.1922 † 31.5.2008
Friedrich Polsfuß
† 14.7.2008



Aus der Bezirksvertretung 6

Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich
– Durch den engagierten Einsatz der Unterrather und Lichtenbroicher Bevölkerung und des Bürgervereins sowie der Bezirksvertretung konnte erreicht werden, dass die Existenz des therapeutischen Bades in der Behinderteneinrichtung Haus St.Josef langfristig gesichert ist.

Nachdem das Therapiebad des Hauses St. Josef in Düsseldorf- Unterrath nunmehr seit geraumer Zeit von den Städtischen Bäderbetrieben geführt wird, bat die Bezirksvertretung um Mitteilung, wie sich der Betrieb des Bades, insbesondere im Hinblick auf die Auslastung und Akzeptanz durch die Besucher seit der Übernahme entwickelt hat. Hierzu wurde mitgeteilt, dass die Auslastung des Therapiebades an Wochentagen in der Zeit von 08:00
bis 21:00 Uhr 100% beträgt; samstags sind 10 von 15 und sonntags 6 von 15 möglichen Öffnungsstunden durch verschiedene Gruppen belegt.

Hervorzuheben ist, dass die ehemaligen Nutzer wieder an das Bad gebunden werden konnten wie z. B. die Rheumaliga, die ihr Angebot ausgeweitet hat und neue Anbieter wie z. B. die Bildungswerke des DRK oder des ASG.

Neben den hausinternen Angeboten für die Bewohner wird in diesem Bad insbesondere Wassergymnastik für Senioren, Aquafitness, Säuglings- und Kleinkinderschwimmen sowie Kinderschwimmen angeboten.

Auf weitere Nachfrage, ob alle geplanten Investitionen abgeschlossen seien, wurde mitgeteilt, dass dies noch nicht der Fall sei. Es seien von vorne herein zwei Bauabschnitte geplant gewesen. Im letzten Jahr konnten in den Sommerferien die Badewasseraufbereitungsanlage und die Heizungsregelung komplett erneuert werden.

In den Sommerferien 2008 wurde die Lüftungsanlage energiesparend modernisiert und eine neue Warmwasseraufbereitungsanlage eingebaut. Daneben gab und gibt es diverse kleinere Investitionsmaßnahmen
z. B. im Sanitärbereich. Alle Arbeiten wurden und werden in enger Absprache und einer vertrauensvollen
Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des deutschen Ordens umgesetzt.

Der deutsche Orden selbst hat über Sponsoren das Dach des Bades bereits erneuert.

Schließlich wurde um Mitteilung gebeten, ob zwischenzeitlich Aussagen zur wirtschaftlichen Situation, speziell Deckung der Betriebskosten gemacht werden könnten. Diese Frage wurde verneint, weil die detaillierte Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2007 erst in Kürze erstellt werde. Die Einnahmeerwartung wurde
nach einer gewissen Anlaufzeit indes übertroffen; die Aufwendungen liegen nach dem derzeitigen Kenntnisstand im Rahmen der Prognosen.

– Bekanntlich hat die Stadt Düsseldorf die Aufstockung des OSD um weitere 30 Kräfte von 120 auf 150 Kräfte beschlossen und ist bereit, erhebliche Mehrkosten für die Sicherheit zu zahlen. Außerdem wurden die Einstellungs-, Ausbildungs- und Prüfkriterien für Bewerber im OSD angehoben.

Die Bezirksvertretung bat die Verwaltung um Mitteilung, nach welchen Kriterien die OSD Kräfte speziell in den Stadtbezirken eingesetzt werden und in welcher Form der Bürger von dieser Entwicklung partizipieren würde und ob möglicherweise die Bezirksvertretung eigene Vorstellungen von Einsatzschwerpunkten durchsetzen kann. Hierzu teilte die Verwaltung mit, dass die Kräfte entsprechend den von den Bürgern geäußerten Beschwerden
eingeteilt würden.

Der Bürger kann den Ordnungs- und Sicherheitsdienst jederzeit anrufen. Die Telefonnummer lautet: 0211/8994000. Auch sind Bürgersprechstunden eingerichtet.

Der Bezirksvertretung bleibt es unbenommen, eigene Vorstellungen von Einsatzschwerpunkten dem OSD mitzuteilen.

– Auf Nachfrage zum Sachstand der Planung und Bauausführung für den Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung Lichtenbroich teilte die Verwaltung mit, dass die Planung noch nicht gänzlich abgeschlossen sei. In einer der nächsten Sitzungen werde die Verwaltung hierüber berichten.

– Der Zustand der Bahnunterführung am Klosterhof/Unterrather  Straße ist nicht nur den Bürgern und Bürgerinnen, sondern auch der Bezirksvertretung 06 schon seit langem ein Dorn im Auge.
Während der Bürgerverein in den vergangenen Jahren anlässlich des Dreck-weg-Tages die Unterführung gereinigt hat, mit dem Ergebnis, dass diese sich wenige Tage später wieder in schlechtem Zustand befand und auch die Bezirksvertretung selbst sich immer wieder um eine nachhaltige Verbesserung der Situation bemüht hat, beantragte die Bezirksvertretung einstimmig die Reinigung der Bahnunterführung und - nach Neugestaltung - die Auftragung einer Permanent-Schutzschicht im Rahmen einer Anschubfinanzierung durchzuführen und mit dem sich in unmittelbarer Nähe der Unterführung befindlichen Haus St. Josef Kontakt aufzunehmen und zu klären, ob es möglich sei, dass die Kunstgruppe Studio 111 des Hauses St. Josef eine künstlerische Ausgestaltung der Unterführung vornimmt.

Gleichsam erklärten sich die Bezirksvertreter bereit, die Sachkosten (Farbe etc.) für die künstlerische Gestaltung durch die Gruppe zu übernehmen.

Hierzu teilte die Verwaltung mit, dass die Reinigung der Unterführung durch die Stadt auf deren Kosten erfolgen werde. iIm Anschluss solle dann so verfahren werden wie von der Bezirksvertretung angeregt.

– Die Bezirksvertretung 06 hatte in ihrer Sitzung am 23.04.2008 die Verwaltung gebeten, ihr die für die Beleuchtung des nun in der Umgestaltung befindlichen Klinkevorplatzes möglichen und ggf. bereits angedachten Beleuchtungskörper und Leuchtmittel zur Begutachtung und Meinungsäußerung vorzustellen.

Die Verwaltung verweist darauf, dass die Beleuchtung ein Bestandteil des Gestaltungskonzeptes war, welches der Bezirks13 vertretung vorgestellt wurde. Vorgesehen sind moderne Lichtstelen der Firma Vexo (z. B. wie am Kirchplatz und Kay- und -Lore-Lorentz-Platz). Die Lichtfarbe ist weiß, d. h. die Farbwiedergabe ist sehr hoch und betont die rot braune Farbe des Pflasterklinkers und hebt sich somit als neu gestalteter Platz bewusst von der
Umgebung ab. Es sind strombetriebene Leuchten, keine LEDLeuchten, sie sind aber umweltfreundlicher als gasbetriebene.

Die Planung ist abgeschlossen und die o.g. ausgewählte Leuchte in die Ausschreibung für die Baumaßnahme eingeflossen.

– Die von der Bezirksregierung geforderte Verlängerung der Linie 730 zu Messezeiten wurde von der Rheinbahn bei der Messe CPD vom 10.02.2008 bis 12.02.2008 erstmalig erprobt.

Nach den Beobachtungen des von der Rheinbahn an der Messeeingesetzten Personals war die Resonanz der Fahrgäste über die verlängerte Linienführung jedoch gering.

Um eine stärkere Annahme des Angebotes zu erreichen, wurden bei den nachfolgenden Messen von der Rheinbahn die Messegäste über die probeweise Verlängerung der Linie 730 bis Messe Nord gesondert informiert.

Die Beobachtungen während der vergangenen Messen haben gezeigt, dass die Fahrbeziehung zwischen Freiligrathplatz und Messe weiterhin nur gering bis sporadisch nachgefragt wird.

Die Verlängerung der Linie 730 bis Messe-Nord erfordert zusätzlichen Fahrzeug- und Personalmehrbedarf (ein zusätzlicher Bus morgens, mittags zwei zusätzliche Busse), da die vorhandenen Standzeiten am Freiligrathplatz für die vorgeschriebenen Pausengewährungen notwendig sind.

Aufgrund der geringen Nachfrage ist die gewünschte Verlängerung der Linie 730 zu Messezeiten wirtschaftlich nicht vertretbar und somit nicht umsetzbar.

– Die Verwaltung hat die AWISTA in der 17. Kalenderwoche beauftragt, auf Basis von § 6 Abs. 4 der Abfallentsorgungssatz einen flächendeckenden Großversuch zur Einführung der blauen Tonne für Altpapier zu beginnen.

Die Öffentlichkeit wurde über die Presse und das Internet informiert, zusätzlich erhielten alle Grundstückseigentümer schriftliche Informationen. Die Resonanz ist groß: Bis zur 21. Kalenderwoche sind etwa 15.000 Bestellungen eingegangen. Die Aufstellung der Behälter begann Mitte Mai.

Die Sammlung erfolgt zunächst 14-täglich im sog. Teilservice, d.h., dass die Tonne an den Leerungstagen bis 6:00 Uhr morgens gut sichtbar und zugänglich am Straßenrand bereit zu stellen ist. Ein Aufkleber auf der Tonne informiert über den Leerungstag.

Umweltamt und AWISTA recherchieren derzeit gemeinsam, ob und ggf. zu welchen Konditionen zukünftig eine Leerung der blauen Tonne auch im Vollservice möglich ist. Dazu wird auch ein Vergleich mit den Angeboten in anderen Städten vorgenommen.

– In Abhängigkeit vom Anschlussgrad an die blaue Tonne ist geplant, sukzessive Papierdepotcontainer im öffentlichen Straßenraum abzuziehen. Prioritär werden häufig bzw. stark verschmutzte Standorte aufgehoben. Die abzuziehenden Container werden mindestens vier Wochen vor dem Abzug entsprechend gekennzeichnet. Sobald hierzu entsprechende Planungen vorliegen, sollen diese mit den Bezirksvertretungen abgestimmt werden.

Damit ist die blaue Tonne ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Stadtsauberkeit.
Sobald weitere Erkenntnisse vorliegen, werden Sie von Seiten des Umweltamtes entsprechend informiert

Mitgeteilt von Rechtsanwältin Veronika Dalbert-Schneider


Jan-Wellem-Jahr 2008

Himmlisch · Herrlich · Höfisch

Vor mehr als 500 Jahren wurde das Städtchen an der Düssel zur Residenz. Was zögernd begann, bekam unter der Ägide von Kurfürst Jan WeIlem (1679-1716) deutliche Konturen. Dieser Kurfürst ist für die Düsseldorfer nicht irgendwer. Er ist – hoch zu Ross auf dem Marktplatz – stets dabei, wenn die Menschen in der Stadt feiern,
trauern oder sich einfach nur begegnen.

Schlagen die Wogen der Freude besonders hoch – zum Beispiel in der Karnevalszeit –, dann klettern schon mal junge Leute auf das mächtige Schlachtross und lassen sich auf dem Schoß des Kurfürsten nieder. Das ist nicht anders als beim kleinen Heinrich Heine, der ebenfalls von dieser hohen Warte „auf das bunte Markttreiben“ blickte. Er malte sich sogar aus, wie viel Apfeltörtchen er sich von dem Edelmetall, das für den Guss des großen Reiterstandbildes benötigt wurde, hätte kaufen können.

Es gehört zur Verklärung, die das Ansehen des Kurfürsten bei den Düsseldorfern erfuhr, dass die Sockelinschrift behauptet, die „Dankbare Bürgerschaft“ habe das 8.000 Kilogramm schwere Reiterstandbild gestiftet. Doch was heißt dies schon? Die Erinnerung verschönt vieles. Man darf sich freuen, dass Napoleons Heere das Standbild
nicht – wie geplant – entführten. 1831 wurde der schlichte Sockel erneuert (Entwurf: Adolf von Vagedes).

Auch weiteren Gefährdungen zeigte sich der Kurfürst gewachsen. Als die Bomben des Zweiten Weltkrieges fielen, transportierten die Düsseldorfer das wertvolle Kunstwerk im November 1944 nach Gerresheim, stellten es sicher in einem Bergstollen unter. Im Herbst 1945 feierte das zerschlagene Düsseldorf die Rückkehr des Jan Wellem
zum angestammten Platze. Die, die das erlebten, berichten, dass es ein Freudenfest war – trotz der Trümmerwüste.

Man erzählt sich...
Die Legende des Gießerjungen

Der erste Guss des Reiterstandbildes für den Kurfürsten Jan Wellem war dem Gießer Grupello verunglückt. Und weil das Metall nicht ganz ausgereicht hatte, zweifelte man in der Stadt sehr, ob der Guss denn beim zweiten Versuch gelingen werde.

Schon war das Erz geschmolzen, als Grupellos Lehrling befand, dass noch nicht genug Metall geschmolzen sei, um die Form zu füllen. Sogleich begann er bei den Zuschauern auf dem Marktplatz vor der Werkstatt Metall zu sammeln. In seiner Schürze nahm er Metallgegenstände in Empfang und warf sie trotz des Meisters Zorn in den
Schmelzkessel.

Grupello wollte den Lehrjungen wegen dieser Eigenmächtigkeit schon verprügeln. Als aber die Form geöffnet wurde, war der Guss so, wie er sein sollte. Alle erkannten, dass ohne des Jungen Tat der Guss wiederum verunglückt wäre.

Zum dankbaren Angedenken bildete der Meister den Lehrling in Erz ab, wie er die Gaben in seine Schürze sammelte.

Neben dieser Überlieferung existieren noch andere Variationen, wie es zu einem Denkmal für den Gießerjungen kam. Der Lehrling des Grupello soll Johann Peter Ermertz geheißen und aus Balkhausen bei Solingen gestammt haben. Über den Verbleib der ersten Figur des Gielßerjungen ist nichts bekannt.

Auf dem Dach des ehemaligen Polizeiamtes, an der Ecke des Marktplatzes/Zollstraße, stand bis in die 1850er-Jahre die Figur eines Knaben, der in seiner Schürze Gaben sammelte – ihr Verbleib ist unbekannt.

Die aktuelle Statue wurde 1932 vom Düsseldorfer Bildhauer Willi Hoselmann gefertigt und auf dem Dachfirst des Grupello-Hauses aufgestellt, dort stürzte sie 1943 nach einem Bombenangriff herab. Seit 12. März 1962 steht die schwere Figur am jetzigen Standort am Marktplatz.



Allen Mitgliedern,
die im September und Oktober ihren Geburtstag feiern,
wünscht der Vorstand des Bürgervereins
und die Heimatblattredaktion
alles Gute und Gesundheit
für das neue Lebensjahr.


Runde Gedenktage 2008 in Düsseldorf
01.09.1848 Erste öffentliche Gasbeleuchtung (Privatgesellschaft Sinzig & Co., Klosterstraße).
07.09.1878 Die Henkelwerke werden von Aachen nach Düsseldorf verlegt.
07.09.1943 Der Düsseldorfer Pianist Karlrobert Kreiten wird wegen seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus
                     durch das Fallbeil hingerichtet.
07.09.1958 Einweihung der Synagoge an der Mauerstraße.
08.09.1978 Das Japan-Center an der Immermannstraße wird eröffnet.
09.09.1883 Beginn der 30. Katholikenversammlung in Düsseldorf.
12.09.1803 Ein kurfürstliches Regierungs-Reskript ordnet die Aufhebung aller Orden, Abteien und Stifte sowie die
                    Säkularisierung aller geistlichen Güter an, soweit sie nicht der Krankenpflege dienen.
16.09.1913 Das Gebäude der städtischen Lessing-Oberrealschule an der Ellerstraße wird eingeweiht.
17.09.1833 Pastor Theodor Fliedner gründet die Diakonissenanstalt Kaiserswerth.
18.09.1888 Die Badeanstalt an der Grünstraße wird eröffnet.
28.09.1383 Herzog Wilhelm schenkt der St. Lambertus-Kirche den Leib des hl. Apollinarius und andere Reliquien.                     Sie werden von Remagen nach Düsseldorf überführt.
30.09.1948 Der stark zerstörte Kaufhof an der Kö wird wieder eröffnet.
01.10.1818 Die Brauerei Gebr. Schmittmann, Niederkassel, wird gegründet.
01.10.1858 Das neue Postgebäude an der Haroldstraße wird eröffnet.
01.10.1913 Die Luftschiffer-Kompanie des Luftschiffer-Bataillons Nr. 3 wird nach Düsseldorf verlegt.
02.10.1898 Die Kirche St. Peter am Kirchplatz in Unterbilk wird konsekriert.
02.10.1933 Der Bahnhof in Unterrath wird in Betrieb genommen.
10.10.1818 Der Düsseldorfer Musikverein wird gegründet.
11.10.1908 Die Kirche St. Maria Rosenkranz in Wersten wird geweiht.
12.10.1898 Die Rheinbrücke Düsseldorf-Oberkassel wird fertiggestellt.
15.10.1638 Die Coelesterinerinnen kommen nach Düsseldorf und beziehen ein Kloster an der Ratinger Straße.
15.10.1843 Das evangelische Waisenhaus wird in Düsseldorf gegründet.
17.10.1873 Gründung des Tierschutzvereine.
18.10.1938 In Hamm wird die von Stadtverwaltung und Heimatverein Düsseldorfer Jonges neu hergerichtete Jan-
                     Wellem-Kapelle eingeweiht.
20.10.1713 Vollendung des Karmelitenklosters in der Altstadt.
30.10.1628 Herzog Johann Wilhelm I. wird, nachdem seine Leiche 18 Jahre in der Schloßkapelle aufgebahrt war,                      in der Fürstengruft St. Lambertus beigesetzt.


Als der wilde Jäger bekehrt wurde
Von RENATE STAMER

Hubertusstift, Hubertusstraße, Hubertusjagd, Hubertusmesse, Hubertus-Kompanie – und dann ist heute auch noch Hubertustag.

So viel Hubertus, was soll das? Selbst Jan Wellem kam nicht ohne ihn aus: In der rechten Hüftbeuge – vom Reiter aus gesehen – trägt der Kurfürst einen Hubertusorden. Und wer mit Argusaugen durch die Stadt geht, der sieht bald überall Hubertus: Am Schloß Jägerhof hängt der Orden, in der Sankt Gertrudiskirche in Eller steht er als
Holzfigur, an der Kreuzherrenkirche in der Altstadt kniet er in versteinerter Form vor einem Hirsch, und auf dem Südfriedhof liegt er als Grabstein-Verzierung.

Alles fing mit einer Legende an: Hubertus war ein wilder Jäger, der hemmungslos seiner Jagdlust frönte. Da erschien ihm eines Tages ein Prachthirsch mit einem Kreuz im Geweih und sprach: „Warum jagst du mich?“ So wurde der Wilderer bekehrt und ging als Schutzpatron der Jäger in die Geschichte ein.

Hubertus hat wirklich gelebt: von 665 bis 727 als Bischof von Tongern-Maastricht und Nachfolger des ermordeten Lambertus. Sankt Hubertus wurde der Jäger-Held auch genannt. Im 16. und 17. Jahrhundert verehrte man ihn als Heiligen. Er gehört zu den Heiligen vier Marschällen (Stallmeistern) Antonius Emeritus, Cornelius und Quirinus.

Höhepunkt der Hubertus-Verehrung war die Hubertusschlacht am Hubertustag, dem, 3. November 1444, bei Linnich in der Nähe von Aachen. Damals siegte Herzog Gerhard von Jülich-Berg über den Herzog Arnold von Geldern.

Froh über diesen Erfolg, der natürlich auf die Hilfe des Heiligen Hubertus zurückgeführt wurde, stiftete Herzog Gerhard den Hubertusorden, eine hohe Auszeichnung für Adlige.

Kein geringerer als Johann Wilhelm (Jan Wellem) setzte den Hubertusorden 1708 ebenfalls ein.

Deshalb ist der Orden auch heute noch am Reiterdenkmal zu sehen. Um 1712 ließ der Kurfürst dort, wo heute der „Gläserne Gang“ über die Kasernenstraße führt, das Hubertushospital bauen. 60 Jahre später wurde es an den heutigen Standpunkt des Hubertusstiftes auf die Neusser Straße verlegt. Als Schutz gegen den Biß tollwütiger Hunde verkauften die Schwestern des Hubertusstiftes am Hubertustag um 1890 Hubertusbrötchen und Hubertusriemchen.

Jetzt reicht es langsam mit Hubertus. Bleibt noch die Frage. Woher kommt der Name?

Horst Eberhard Hauke, Spezialist in Hubertusfragen, weiß es: „Hubertus kommt von hugu und bert von beraht“ Das bedeutet: ein Mann mit glänzendem Verstand.

Der 73jährige Hubertus-Experte betreibt seit neun Jahren Namensforschung in Sachen Hubertus. 18 prallgefüllte Ordner stehen in seiner Bilker Wohnung. Daraus läßt sich entnehmen: Zwei Hubertus-Bruderschaften und ein Hubertus-Schützenverein, 13 Hubertus-Kompanien, 35mal Hubertus im Telefonbuch gibt es in Düsseldorf.

Die Liste kann bis zum Abwinken fortgesetzt werden: Hubertus-Eck, Hubertus-Klause, Hubertus-Suppe, Hubertus-Mantel, Hubertus-Sprudel, Hubertus-Schnaps...

Rheinische Post vom 3.11.1992


Halloween in den USA


Geister, Hexen und Kürbisse

Das Fest, das so unheimlich und gruselig daherkommt, ist für die Kinder in den USA ein Riesenspaß. Am letzten Oktobertag ziehen sie lustig oder gruselig verkleidet von Haus zu Haus, rufen „trick or treat“ und sammeln Süßigkeiten und Geld. Auch viele Erwachsene feiern mit: Sie werfen sich in historische Gewänder und besuchen an Halloween Maskenbälle und Nachbarschaftspartys. Hier wird oft auch für einen guten Zweck gesammelt.

Das Fest, das heute mit seinen Skeletten, Geistern und Hexen so heidnisch wirkt, geht auf das Allerheiligenfest zurück. In Irland glaubte man, an „All Hallows Eve“, dem Abend vor dem 1. November, kämen die Toten aus dem Fegefeuer zurück. Furchterregende Verkleidungen sollten die Toten abschrecken und verhindern, dass sie die Lebenden erkennen und ihnen schaden.

Iren brachten auch die Tradition der ausgehöhiten Kürbisse nach Amerika: Eine alte Legende erzählt von einem Mann namens Jack, der nach seinem Tod weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Ruhelos wandert „Jack mit der Laterne“ nun bis zum Jüngsten Tag in der Welt umher.

Heute sind ausgehöhlte Kürbislaternen im Fenster für umherstreifende Kinder ein klares Signal: Anklopfen lohnt!

Quelle: Michaels Kalender 2008




2008-4


Wir begrüßen unser neues Mitglied

Lena Sophia Witew, Ahornalle 40


Wir trauern um unsere Mitglieder

Hermann Brinkmann
* 21.7.1935 † 5.6.2008

Jupp Merzig
* 26.9.1925 † 8.5.2008 †


Zum Tode von Hermann Brinkmann

Mit der Familie trauert auch der Bürgerverein um unseren 1. Schatzmeister Hermann Brinkmann, der nach kurzer schwerer Krankheit von uns gegangen ist. Wir verlieren nicht nur einen pflichtbewussten Menschen, sondern auch einen guten Freund, der seine ehrenamtliche Arbeit in allen Bereichen ernst genommen hat. Er war dreizehn Jahre ehrenamtlicher Schatzmeister ohne Fehl und Tadel. Hermann Brinkmann stand jedem mit Rat und Tat zur Seite, selbst dann noch, als er schon von seiner schweren Krankheit wußte. Er ging bis an die Grenzen seiner körperlichen Substanz. Der Bürgerverein hatte für ihn eine besondere Priorität. Hermann Brinkmann wurde am 21. Juli 1935 in Rath geboren. Diesem Stadtteil war er bis zu seinem Tode immer treu. In jungen Jahren gehörte er einer Jugendgruppe an. Noch bis heute hatte er ein freundschaftliches Verhältnis zu seinen alten Freunden.
Jahre später lernte er seine Frau Rosemarie kennen. Sie heirateten im Jahre 1959. Drei Söhne wurden geboren, die auch wieder neue Familien gründeten. Am Donnerstag, dem 5. Juni, hörte sein Herz auf zu schlagen. Wir
trauern alle um einen wertvollen Menschen, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden.
Erika Prill
1. Vorsitzende

Aus der Bezirksvertretung 6
Mörsenbroich - Rath - Unterrath - Lichtenbroich
– Auf dem Grundstück Wanheimer Straße 62 ist die Errichtung eines VlI-geschossigen Bürogebäudes sowie eines V-geschossigen Parkhauses geplant. Das Grundstück liegt im Geltungsbereich eines rechtsverbindlichen
Bebauungsplanes, der das Gebiet als Gewerbegebiet ausweist und Einzelhandel ausschließt. Um einen Bauvorbescheid erteilen zu können, sind Befreiungen nach dem BauGB erforderlich und zwar hinsichtlich der Zahl der zulässigen Geschosse, der Bauweise, der Anordnung der Stellplätze, der Geschossflächenzahl sowie der Bepflanzung der nicht überbaubaren Flächen. Die Verwaltung hat keine Bedenken gegen die Erteilung der Befreiungen, da zum einen satzungsgeschützte Bäume durch das Bauvorhaben nicht berührt werden. Es sind zudem insgesamt 307 Stellplätze nachgewiesen, statt der erforderlichen 220. Demgemäß beschloss die Bezirksvertretung mehrheitlich im Wege einer Dringlichkeitsentscheidung die Erteilung der erforderlichen
Befreiungen.

– An der Marler Straße 4 soll eine Non-Food-Lager-Fläche in eine Verkaufsfläche umgewandelt werden, so dass die vorhandene Verkaufsfläche von bisher 699 m2 um 100 m2 auf 799 m2 erweitert wird. Da für diesen Bereich eine Veränderungssperre besteht, musste geprüft werden, ob eine Ausnahme von dieser Veränderungssperre
zugelassen werden kann. Dies ist dann der Fall, wenn überwiegende öffentliche Belange nicht entgegenstehen. Die Verwaltung ist der Auffassung, dass eine Ausnahme erteilt werden kann, da entsprechende Belange nicht entgegenstehen und das Bauvorhaben mit der künftigen Planung vereinbar sei. Mit der Veränderungssperre
sollen nämlich hauptsächlich Planungsziele auf den noch unbebauten Grundstücken im Bereich des im Verfahren befindlichen Bebauungsplanes gesichert werden. Die bisher für das Baugrundstück festgesetzte maximale Verkaufsfläche von 700 m2 wurde vom Oberverwaltungsgericht für unzulässig erklärt und entfällt im künftigen Bebauungsplan. Die nun beantragte Verkaufsfläche von 799 m2 ist nach der gefestigten Rechtsprechung zulässig und entspricht der künftigen Planung. Der Stellplatzbedarf erhöht sich von 20 auf 27 notwendige Stellplätze. Auf dem Grundstück sind 174 Stellplätze vorhanden. Demgemäß beschloss die Bezirksvertretung einstimmig die Erteilung der erforderlichen Ausnahme von der Veränderungssperre.

– Auf Nachfrage, welche konkreten Planungen die Verwaltung für das Brachgelände zwischen dem Schützenplatz Kartäuserstraße und dem Lärmschutzwall der A 44 (Zufahrt vom Kieshecker Weg 153) hat, teilte die Verwaltung mit, dass es sich bei der Brachfläche um 4 einzelne Flurstücke handele. Der Gemeinde liegen 4 Anfragen zur Anpachtung vor, über die demnächst entschieden wird. Auf weitere Nachfrage, ob dieses Gelände dem Kartäuserpark zugeschlagen werden könne, teilte die Verwaltung mit, dass dies langfristig im Rahmen des neu zu erstellenden Bebauungsplanes „Nachbarschaftspark Unterrath“ geplant sei.

– Im Zusammenhang mit den Presseveröffentlichungen zur Parksituation am ISS-Dome bei Abendveranstaltungen bzw. Veranstaltungen am Wochenende wurde bekannt, dass die Straße „Zum Gut Heiligendonk“ noch nicht dem öffentlichen Straßenverkehr gewidmet ist. Somit kann sie als Privatstraße zu jeder beliebigen Zeit für den Verkehr, insbesondere für Besucher von Veranstaltungen, gesperrt werden. Auf Anfrage teilte die Verwaltung mit, dass es tatsächlich zutreffend sei, dass die Straße noch nicht gewidmet sei mit der Folge, dass der Eigentümer derzeit bestimmen könne, wann die Zufahrt zur Straße geöffnet und geschlossen werde.

– Vor dem Hintergrund der (nicht unumstrittenen) proklamierten Abschaffung der Gas-Straßenbeleuchtung in Düsseldorf ist davonauszugehen, dass die Umgestaltung des Klinke-Vorplatzes auch mit einem Austausch der bisherigen Straßenbeleuchtung einhergehen wird. Um hier zu einem bestmöglichen und der Platzsituation
gerecht werdenden Ergebnis zu gelangen, bat die Bezirks11 vertretung einstimmig die Verwaltung ihr die Beleuchtung des nun in der Umgestaltung befindlichen Klinke-Vorplatzes angedachten Beleuchtungskörper und Leuchtmitteln zur Begutachtung und Meinungsäußerung vorzustellen. Vorsorglich wies die Bezirksvertretung darauf hin, dass, unabhängig von der Leuchtenform, die orangerosafarbige Standardelektrobeleuchtung die rote Farbe der für den Bodenbelag öffentlichkeitswirksam ausgewählten Klinker neutralisieren würde.

– Die Bezirksvertretung hatte in ihrer Sitzung am 27.02.2008 zur Kenntnis nehmen müssen, dass eine Versagung der Genehmigung des Dachgeschossausbaus Oldenburger Straße 16 - 24 einschließlich des Verzichts auf die Ausweisung von Stellplätzen rechtlich nicht möglich sei; und dass ein Umbau der Oldenburger Straße zur Wohnbereichsstraße mit zusätzlichen Stellplätzen an den Kosten scheitern würde und der Straßenquerschnitt der
Oldenburger Straße die Einrichtung von Schrägparkplätzen nicht zulasse. Die Bezirksvertretung hält die Parkplatzsituation auf der Oldenburger Straße für nicht akzeptabel, insbesondere auch deshalb nicht, weil weitere Dachgeschossausbauten in diesem Bereich angekündigt sind. Aus diesem Grund bat die Bezirksvertretung einstimmig die Verwaltung zu prüfen, wie im Bereich der Oldenburger Straße – nach Möglichkeit mit einfachen Mitteln – zusätzliche Parkplätze ausgewiesen werden könnten. Für den Ausbau der Parkplätze sollen zunächst die für den Stadtbezirk 6 veranschlagten Mittel sowie die Ablösebeträge der Stellplatzverpflichtungen Oldenburger
Straße 16 - 24 eingesetzt werden.

– Der Rat der Stadt hat beschlossen, konkrete Verbesserungen für den ruhenden Verkehr zu veranlassen. Dabei soll der Schwerpunkt nicht nur auf die stark belastete Innenstadt und die angrenzenden Quartiere der sogenannten Gründerzeitviertel, sondern auch auf die Stadtteilzentren und deren Umfeld gelegt werden. Im Bereich Unterrather-West (Kalkumer Straße, Segeberger Weg, Wangeroogestraße, lrenenstraße, Oldenburger Straße, Wilseder Weg unter Einbeziehung des ehemaligen Schulgeländes Kalkumer Straße 85, des Parkplatzes hinter der Post und die Innenbereiche der einzelnen Straßen) sind die Parkplatzprobleme speziell in den letzten Jahren immer größer geworden. Dies wurde besonders deutlich im Zusammenhang mit den Dachgeschossausbauten
Oldenburger Straße, wobei die Forderungen der Bezirksvertretung nach Ausweisung entsprechender Stellplätze
nicht erfüllt werden konnte. Eine Möglichkeit zur Entschärfung der Situation wäre die Errichtung von Quartiersgaragen und/oder Quartiersparkplätzen.  Die Verwaltung wurde daher einstimmig gebeten, als eine Maßnahme zur dringend notwendigen Verbesserung der Parkplatzsituation in den oben genannten Bereich den Bau von Anwohner-Quartiersgaragen und/oder Quartiersparkplätzen zu prüfen und der Bezirksvertretung 6 ein entsprechendes Konzept vorzulegen.

– Auch im Bereich Kürtenstraße/Dorstener Straße – vor allem in der sogenannten D-Zug-Siedlung – ist die Parkplatzsituation in den vergangenen Jahren zunehmend schlechter geworden. Legale Abstellmöglichkeiten sind Mangelware; immer häufiger wird in der zweiten Reihe oder auf den Bürgersteigen geparkt. Das Durchkommen
der Rettungsfahrzeuge wird erheblich erschwert oder ganz unmöglich gemacht. Aus diesem Grunde wurde die Verwaltung ebenfalls einstimmig gebeten, als Maßnahme den Bau von Anwohner-Quartiersgaragen zu prüfen und der Bezirksvertretung anschließend ein entsprechendes Konzept vorzulegen.

– Einstimmig wurde die Verwaltung gebeten, den weiteren Ausbau der Bezirkssportanlage Ammerweg schnellstmöglich zu realisieren. Die noch nicht sanierten Flächen eignen sich hervorragend als Kleinspielfelder für andere Sportarten, wie zum Beispiel Beachvolleball oder Rollhockey.

– Der Fußgänger-Durchweg zwischen Kalkumer Straße und Colmarer Straße wird durch zwei Straßenlaternen beleuchtet. Die Position der beiden Laternen beleuchtet die jeweiligen quer zur Kalkumer Straße verlaufenden Bereiche, nicht jedoch das längs der Kalkumer Straße verlaufende Verbindungsstück. Insbesondere weibliche Fußgängern meiden wegen dieses Unsicherheitsgefühls den Durchgang in den Abendstunden. Aus diesem Grunde wurde die Verwaltung einstimmig gebeten, durch geeignete Maß15 nahmen die Beleuchtung des Verbindungsweges zwischen Kalkumer Straße und Colmarer Straße zu verbessern. Ebenfalls einstimmig beschloss die Bezirksvertretung 6 die Verwaltung nachdrücklich zu bitten, die Rheinbahn keinesfalls dahingehend
zu bedrängen, die Linie 715 schon vor Inbetriebnahme der Wehrhahnlinie von der Altstadt auch tagsüber abzubinden und der Unterrather Bevölkerung die Erreichbarkeit dorthin schon jetzt zusätzlich unnötig zu erschweren. Es sei schon schlimm genug, dass mit Inbetriebnahme der Wehrh